Donnerstag, 10. August 2017

[Rezension] Der Nekromant - Totennacht von M. R. Forbes

SIE HERRSCHEN ÜBER DIE LEBENDEN,
DOCH ER BEFEHLIGT DIE TOTEN.
In einer Zeit, in der die Magie in die Welt zurückgekehrt ist, schlägt sich Conor Night mit dubiosen Gelegenheitsjobs durchs Leben. Er hat die Fähigkeit Tote zum Leben zu erwecken, doch er selbst ist todkrank. Nur eine verbotene Substanz erhält ihn am Leben. Als er ein lukratives Jobangebot bekommt, kann er nicht widerstehen. Schon bald steht er Mächten gegenüber, die ihm weit überlegen sind. Doch auch Conor hat ein paar Tricks auf Lager, mit denen seine Gegner nicht rechnen …
"Totennacht" ist der Auftakt der dreiteiligen Urban Fantasy-Reihe "Der Nekromant". Quelle


Ich näherte mich der Tür auf meinen Ellenbogen und zog mich wie eine Art mutierter Salamander über den fleckigen braunen Teppich, der den Gang im achten Stockwerk des Hotels Paramour überzog. Es hatte beinah zehn Minuten an "linker Arm, rechter Arm, zerren und wiederholen" gedauert, um vor der ersten Tür, jetzt zehn Meter oder so hinter mir, zu dieser zu gelangen und zu diesem Zeitpunkt war ich beinah dazu bereit, aufzustehen und die letzten paar Schritte zu gehen, und sei es nur, meiner Lunge die Möglichkeit zu geben, sich wieder auszudehnen. 


Beim Nekromanten hat mich auf jeden Fall das tolle Cover neugierig gemacht. Ich meine, schaut es euch doch mal an. Es wirkt düster, hat aber so eine gewisse Ausstrahlung.

Der Autor hat einen wirklich sehr guten Schreibstil, der mich mit in die Welt von Conor genommen hat. Ich hatte meistens das Gefühl, dass ich direkt neben ihm stehe. Ich muss gestehen, dass ich selten eine Geschichte gelesen habe, in dem ein Nekromant vorkommt bzw. den Protagonisten spielt. Deswegen war ich doch sehr überrascht, wie sympathisch mir Conor war, obwohl er nicht gerade das schönste Leben und die tollste Begabung hat. Ich muss gestehen, dass er mich sehr fasziniert hat.

Gut gefallen hat mir, dass ich nicht nur ein Fantasybuch gelesen habe, dass mich in eine andere, düstere Welt entführt. Vielmehr hat das Buch ernste Themen, wie Rassismus. Das hat mir wirklich gut gefallen und wurde vom Autor geschickt verpackt. 

Das Setting ist sehr düster. Ihr solltet auf jeden Fall nicht abgeneigt davon sein, dass die Welt in der Conor lebt, nicht gerade vor Frieden und Sonnenschein geprägt ist. Die Idee des Buches hat mir wirklich gut gefallen und ich habe schon lange nichts Vergleichbares mehr gelesen. Da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, konnte ich zwar nur die Gedanken von Conor lesen und seiner Perspektive folgen, trotzdem tat dies der Spannung keinen Abbruch. Eigentlich wurde ich direkt in die Geschichte geworfen, musste mich zurechtfinden und war direkt gefesselt. Dieses Spannungsniveau konnte der Autor das ganze Buch über aufrechterhalten. Es gab keine Stelle, an der ich mich gelangweilt habe oder die Handlung sich in die Länge zog. 

Abschließend kann ich euch sagen, dass ich schwer begeistert vom Auftakt bin. Es beinhaltet für mich alles, was ein gutes Fantasybuch beinhalten sollte und ich weiß jetzt schon, dass ich unbedingt Band 2 lesen muss!


Meine Bewertung


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