Montag, 17. Juli 2017

[Rezension] Das Geheimnis der Sternentränen von Anke Höhl-Kayser

Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein. Da steht plötzlich Ranon vor ihr - der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt! Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern …
Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden? Quelle


Es waren die Beeinträchtigungen des einfachen Lebens, die Jade das Dasein vergällten. Sie erwachte vom quälenden Druck ihrer Blase - der Wunsch, aufzuspringen und in den Sanitärraum zu rennen, war übermächtig.


Das Cover gefällt mir sehr gut. Alles wirkt sehr harmonisch und professionell auf mich und mir gefällt die blaue Farbe. Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil, der durch seine bildliche weise mit in diese gänzliche neue Welt genommen hat. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin in wenigen Sätzen erzählt, was diese Welt besonderes ausmacht und sie sich nicht in langen Fachbeiträgen über die technische Ausstattung auslässt, sondern es spannend und leicht für den Laie verpackt. 

Die Charaktere waren schön gestaltet und gut ausgearbeitet. Mir hat gefallen, dass sie von unterschiedlichen Welten kamen und somit andere Kenntnisse und Werte mitbrachten. Die Protagonisten Jade, Ranon, Melody und Keiare waren sehr authentisch und gleichzeitig fremd, da sie nicht alle von der Erde stammen. Besonders Melody hat es mir angetan, da sie trotz ihrer Behinderung (Down-Syndrom) in der ach so perfekten Welt das macht, was ihr gefällt. 

Der Spannungspegel war ziemlich unterschiedlich. Es gab keinen Moment, bei dem ich mich gelangweilt habe, aber es gab Momente, bei dem viel erzählt wurde und nicht viel passierte. Wiederrum gab es andere Momente, bei denen ich kaum durchatmen konnte. Für mich stellte es eine gesunde Mischung an Spannung dar und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. 

Besonders gut hat mir übrigens die Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge gefallen und, dass ich nicht von Anfang an wusste, wie die Geschichte ausgehen wird. Genau genommen wusste ich es bis zum Ende nicht, denn die Autorin hat immer wieder Wendepunkte eingebaut, oder eben mal einen Charakter beseitigt. Wie soll man da wissen, wie es ausgeht?

Mir hat das Buch auf jeden Fall gefallen und ich kann es euch empfehlen!


Meine Bewertung



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