Freitag, 21. Juli 2017

[Rezension] Bärenbrut von Nora Bendzko

Nie wird Thorben den Anblick seines toten Vaters vergessen: zerfleischt von einem Bären.
Nachdem er den Schrecken des Krieges nur knapp entronnen ist, baut er sich als Jäger ein neues Leben auf. Er heiratet, bekommt einen Sohn. Doch die Menschen in seinem Dorf sind ihm gegenüber misstrauisch. Ein Fluch soll auf seiner Familie lasten.
Als seine lang verschollene Mutter wieder auftaucht und ihr der Tod ihres Mannes beigebracht werden muss, brodeln die Gerüchte von damals wieder. Thorbens Vater sei nicht von einem Bären getötet worden, heißt es. Ein Mensch in Bärenhaut habe die Bluttat begangen … ein Gestaltwandler.
Was ihn auch getötet hat, es lauert noch immer im Dorf – und Thorben muss sich ihm stellen. Wenn nicht für seinen Vater, dann um sich und seine Liebsten zu schützen.
Das Prequel zur preisnominierten Novelle »Wolfssucht«: Eine dunkelfantastische Kurzgeschichte zur Vorzeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das Grimm’sche Märchen »Der Bärenhäuter«. Quelle


Nun schlich heran das dunkle Herz der Nacht. Verschloss des Menschen Blick mit Schlafesfäul'.


Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Optisch reiht es sich gut in die Reihe ein. Wie ihr sicherlich gesehen habt, gehört das Buch zu Wolfssucht, dem ersten Buch der Galgenmärchen-Reihe. Ich habe diesen Teil allerdings nicht gelesen und war wirklich gespannt, was mich erwartet.

Wie gewohnt hat die Autorin einen sehr bildlichen Schreibstil, der mich mit in Thorbens Welt genommen hat. Das Setting ist stellenweise wieder sehr düster. Thorben durfte ich sowohl kurz in seiner Kindheit, als auch kurz in seinem Erwachsenenleben begleiten. Ihn mochte ich wirklich gerne und war über seinen Mut begeistert.

Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Vielleicht hat es daran gelegen, dass ich den ersten Teil nicht kenne und es das Sequel dazu ist. Das hatte zur Folge, dass die Spannung für mich sehr schwankend war. Mal war sie gegeben, mal wieder weniger. 

Ich muss gestehen, dass das Ende für mich nicht vorhersehbar war. Ich wusste nicht genau, wer der Gestaltwandler ist. Vielmehr war es für mich eine Überraschung. So konnte ich bis zum Ende rätseln. 

Ich gebe dem Buch trotzdem 4 Sterne, da ich nicht glaube, dass es an dem Buch lag!


Meine Bewertung





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