Mittwoch, 26. Juli 2017

[Rezension] Auseinandergelebt von Florian C. Booktian

Leon hatte eine harte Nacht. Er wurde bedroht, bestohlen und wäre beinahe verbrannt. Im Morgengrauen kommt er nach Hause und sieht sich mit seiner Freundin Carina konfrontiert. Ihre Beziehung steht kurz vor dem Aus, denn mit den Jahren hat sich eine Distanz zwischen den beiden aufgebaut. Sie haben sich auseinandergelebt.
Leon unternimmt alles ihm Erdenkliche, um sie zurückzugewinnen, und geht dabei so manches verrückte Wagnis ein. Dabei muss er viel mehr überwinden als seine eigene Unfähigkeit, wenn es ums Zuhören geht. Die Konsequenzen der letzten Jahre brechen mit Gewalt über das Paar herein. Dazu kommen Leons frisch aus dem Gefängnis entlassener Freund Otis und Carinas impulsive Schwester Bea, die sich als Trickbetrügerin einige Feinde gemacht hat.
Erlebe mit Leon, Carina, Bea und Otis den wohl schrägsten Tag ihres Lebens. Quer durch Endersbach kommt es zu einem Banküberfall, einer riesigen Explosion, mehreren Leichen, dem Diebstahl verschiedenster Fahrzeuge, Schlägereien auf der Bundesstraße bei 120 km/h und der wohl verrücktesten Besorgungstour einer Tüte Milch, die ihr je in einem Buch gelesen habt. Quelle


Leon fand sich genau da wieder, wo er nie sein wollte. Inmitten einer grünen Wiese, umgeben von 21 anderen, wobei einer von davon genau auf ihn zugerannt kam. 


Das Cover gefällt mir gut. Ich mag die blaue Farbe und das Bild sieht sehr harmonisch aus. Zu dem passt es gut zum Inhalt.

Der Autor zeigt in diesem Buch seinen sehr lockeren Schreibstil, bei dem er kein Blatt vor den Mund nimmt. Auf der einen Seite hat mir das gut gefallen, auf der anderen Seite war es teilweise zu viel. Leider war für mich das angegebene Genre des Autors nicht erkenntlich: Beschrieben wird das Buch als Liebesroman bzw. romantische Komödie. Ich habe mich für den Krimi entschieden, denn die Romantik war für mich nicht ersichtlich. 

In seinen anderen Büchern habe ich kritisiert, dass die Charaktere zu flach sind und mich nicht überzeugen konnten. Dieses Mal hatten die Charaktere einige gute Sprüche auf Lager, die mich doch schmunzeln ließen. Was die "Flachheit" anbelangt, waren diese gut ausgearbeitet, aber teilweise sehr realitätsfern. Die Ansichten des Protagonisten konnte ich kaum teilen, geschweige denn seine Handlungen nachvollziehen. An vielen Stellen agiert er sehr seltsam, beispielsweise bewirbt er sich auf eine Arbeitsstelle, wird eingeladen, weiß aber nicht einmal was dort produziert wird. Leider konnte mich Leon nicht überzeugen und war mir sehr unsympathisch. Wie ich bereits oben angemerkt habe, konnte ich die Romantik bzw. die Liebe in dem Buch nicht finden. Leon und seine Freundin Carina haben sich auseinandergelebt. Wie das ganze passiert ist, fehlt leider, denn durch den großen Zeitsprung von 10 Jahren war das kaum ersichtlich und für Spekulationen offen. 

Den Einstieg in das Buch finde ich gut gelungen. Ich durfte die Charaktere kennenlernen und musste doch über die Aussagen der Charaktere schmunzeln. Leider ging es dann rapide abwärts. Die Handlungen waren zu überzogen, teils zu unrealistisch und spannungsmäßig konnte das Buch mich nicht überzeugen. Die Handlung plätscherte leider vor sich hin und ein Ende war für mich nicht ersichtlich. Dafür passierten zu viele Dinge und die Charaktere landeten in einem Drama nach dem anderen. Wie viel Pech muss einen Menschen ereilen?

Die Idee ist sicherlich gut, konnte mich aber durch die Umsetzung nicht überzeugen. Trotzdem gibt es von mir noch knappe 2 Sterne, da die Sprüche echt gut waren und mir der Einstieg in das Buch gefallen hat.


Meine Bewertung



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