Freitag, 23. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Laura Kier – Märchenzeit

In meinem ersten Beitrag habe ich dir verraten, woher ich meine Inspiration nehme. Danach haben wir ein wenig „was wäre, wenn …“ gespielt. Was hältst du jetzt davon, wenn wir beide uns zusammentun? Wir schreiben ein Märchen.



Was du dazu brauchst? Natürlich einen Anfang. Dabei werde ich dir helfen und ich bin gespannt, ob du die Idee weiterspinnen kannst. Also schnapp dir dein Geburtsdatum (Zahlen haben in Märchen oft eine magische Bedeutung) und los geht’s.





Der Anfang

Damit ein Märchen überhaupt beginnen kann, muss der Held geboren werden. Deinen Anfang erfährst du, indem du auf den Tag deiner Geburt guckst. Ist die Zahl gerade oder ungerade?

  • Gerade: Es war einmal …
  • Ungerade: Zu Zeiten als das Wünschen noch geholfen hatte, da lebte …




Dein Protagonist

Natürlich braucht ein Märchen nicht nur die ersten Worte, sondern einen wahren Helden. Jeder Held ist anders und wird, wenn man der Astrologie glaubt, auch davon beeinflusst, in welchem Monat er geboren wurde. In welchem Monat wurdest du geboren? Dort findest du den Hauptcharakter für dein Märchen:



  • Januar: … eine Eishexe, die …
  • Februar: … ein Windgeist, der …
  • März: … eine Taufee, die …
  • April: … eine Sternenprinzessin, die …
  • Mai: … ein Wellenmagier, der …
  • Juni: … ein Luftpferdchen, das …
  • Juli: … ein Mondkäfer, der …
  • August: … eine Einhornzüchterin, die …
  • September: … eine Wolkentänzerin, die …
  • Oktober: … ein Traumfresser, der …
  • November: … ein Wunschkobold, der …
  • Dezember: … ein Feuerelementar, das …


Was macht deinen Hauptcharakter aus?

Die Jahreszeiten beeinflussen uns alle. Auch unsere Helden bleiben davon nicht verschont. So findest du ihren Antrieb im Wandel des Jahres. Frag dich also, ob du im Winter, Frühling, Sommer oder Herbst Geburtstag hast (es ist deine Entscheidung, ob du dich an den meteorologischen oder astronomischen Einteilungen für die Jahreszeiten orientierst).

  • Winter: … wünschte sich nichts sehnlicher, als …
  • Frühling: … wollte niemals etwas anderes tun, als …
  • Sommer: … keinen Augenblick daran zweifelte, …
  • Herbst: … eines Tages mit dem Traum aufwachte, …



Wohin führt das Märchen dich?

Wir haben eine Einleitung und den Helden. Aber unser Held braucht noch einen Wunsch. Was möchte dein Held tun? Schau im Kalender nach, an welchem Wochentag du dieses Jahr Geburtstag hast, und finde es heraus.

  • Montag: … der großen Liebe zu begegnen. Jedoch hat …
  • Dienstag: … die verschwundene Prinzessin des Königreichs zu finden. Allerdings entführte …
  • Mittwoch: … den Regen zurückzuholen und damit die dürren Felder zu wässern. Doch …
  • Donnerstag: … neue Geschichten zu sammeln, um seine / ihre Freunde zu unterhalten. Nur hat ein …
  • Freitag: … die seltene Wunschquelle zu finden, damit das Land wieder frei sein kann. Allerdings verschüttete ein …
  • Samstag: … ein neues Lied zu lernen, das noch nie zuvor jemand vernommen hat. Leider stahl …
  • Sonntag: … die Sonne wieder hervorzulocken und die Dunkelheit aus der Heimat zu vertreiben. Jedoch klammert sich …

Wer ist der Gegenspieler deines Helden?

In Märchen besiegt das Gute das Böse. Also lass uns herausfinden, gegen wen dein Protagonist antreten muss. Dazu brauchst du dein Geburtsjahr. Mit welcher Zahl endet es?

  • 1: … ein schwarzer Magier …
  • 2: … ein absolut niedlicher Drache …
  • 3: … eine Seelennymphe …
  • 4: … ein verzogener Prinz …
  • 5: … ein Regenkobold …
  • 6: … der Sensemann …
  • 7: … ein hungriges Honigkuchenpferdchen …
  • 8: … eine Windreiterin …
  • 9: … ein Wechselwesen …
  • 0: … eine Schneezauberin …



Welches Problem muss der Held lösen?

Natürlich muss der Konflikt, dem dein Held begegnet auch irgendwie zu der Ausgangssituation passen. Also schnapp dir wieder deinen Wochentag und vervollständige den Satz:

  • Montag: … alle Gefühle im Land vernichtet.
  • Dienstag: … nicht nur die Prinzessin, sondern raubte das ganze Schloss.
  • Mittwoch: … hat sämtliche Wolken gestohlen und über die Berge davon getrieben.
  • Donnerstag: … alle freien Wörter eingefangen und sie in eine Höhle gesperrt, um mit niemandem die zauberhaften Eindrücke teilen zu müssen.
  • Freitag: … die Quelle. Sie sollte vertrocknen, damit auch die Wünsche versiegen und das Licht der Hoffnung schwindet.
  • Samstag: … die letzte ungehörte Note. Nur einer Windharfe könnte noch ein neues Lied entlockt werden. Aber auch die ist verschwunden.
  • Sonntag: … an die Sonne und würde niemals die geliebte Feuerkraft freilassen.



Jetzt geht es los, oder?

Unser Held hat einen Wunsch und ein Problem, vor dem er steht. Er könnte in die Welt hinausziehen und sein möglichstes tun, damit aus seiner Geschichte ein Märchen wird.



Allerdings fehlt deinem Helden noch ein Name:



Nimm dazu den zweiten Konsonanten in deinem Namen. Dann schnapp dir zwei unterschiedliche Vokale. Einer aus deinem Vornamen, der andere aus deinem Nachnamen. Zum Schluss brauchst du noch den letzten Konsonanten aus deinem Nachnamen und den Anfangsbuchstaben deines Vornamens.

Aus Laura Kier wird dann zum Beispiel „Rarel“ oder „Rural“ oder „Rirul“:
  • Zweiter Konsonant: R
  • Einer der beiden Vokale: a | u | i
  • Letzter Konsonant aus deinem Nachnamen: r
  • Zweiter Vokal: e | a | u
  • Anfangsbuchstabe des Vornamens: l


Damit du raten darfst, wann ich geboren sein könnte, hier mein Märchenanfang:
Zu Zeiten als das Wünschen noch geholfen hatte, da lebte eine Wolkentänzerin, die eines Tages mit dem Traum aufwachte, neue Geschichten zu sammeln, um ihre Freunde zu unterhalten. Nur hat ein Regenkobold alle freien Wörter eingefangen und sie in eine Höhle gesperrt, um mit niemandem die zauberhaften Eindrücke teilen zu müssen.


Nun ist es an Rarel, mit dem „was wäre, wenn“-Spiel zu beginnen.
Sie könnte sich fragen: Was wäre, wenn …
  • … ich versuche, mit dem Kobold zu verhandeln? Was würde er mögen? Gibt es etwas, das wertvoller für ihn wäre, als die Wörter? Wo finde ich es?
  • … ich die Worte stehle und sie wieder freilasse, damit sie in die Welt hinaus gelangen? Wie stelle ich das an und was brauche ich dazu?
  • … ich freie Buchstaben suche und sie zu neuen Wörtern zusammensetze. Wäre das eine Möglichkeit? Würden die Menschen sie akzeptieren?
  • … ich den Kobold davon überzeuge, dass es schön ist, Eindrücke mit anderen zu teilen. Er muss nicht allein sein, sondern kann aus der Gemeinschaft viel mehr gewinnen, als wenn er die einzelnen Worte betrachtet. Geschichten können zum Leben erwachen.
  • … ich meine Fähigkeiten als Wolkentänzerin einsetze? Ich könnte mit dem Kobold tanzen, bis ihm schwindelig ist und dann die Worte davon tragen, um sie mit dem Regen zurück auf die Erde zu schicken.



Es gibt unzählige Möglichkeiten. Allein das nachdenken macht Spaß und weckt unseren kreativen Geist. Nicht jede Idee muss zu Papier gebracht werden.
Jetzt bin ich gespannt, welcher Anfang deiner ist und was du daraus machst.

Kommentare:

  1. Es war einmal eine Eishexe (mit Namen Tiusk) , die wünschte sich nichts sehnlicher, als neue Geschichten zu sammeln, um ihre Freunde zu unterhalten. Nur hat eine Seelennymphe alle freien Wörter eingefangen und sie in eine Höhle gesperrt, um mit niemandem die zauberhaften Eindrücke teilen zu müssen.

    Wow, das hat Spaß gemacht und etliche Ideen in mir geweckt.
    Vielen Dank dafür :)
    Liebe Grüße
    Kathrin

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    1. Ah wie toll *_* Ob sich daraus noch was entwickeln lässt? :)

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