Freitag, 9. Februar 2018

Ein Herz für Selfpublisher #11: Christine Carey Spencer

Heute geht es mit der historischen Liebesroman Autorin Christine Carey Spencer weiter. Wie ich bereits erwähnt habe schreibt sie historische Liebesromane und ihr Debüt Goldenes Glück ist vor gar nicht mal so langer Zeit erschienen. Damit ihr wisst, um was es in ihrem Buch geht, hier der Klappentext für euch:


Sie gibt sich ihm hin ... 
Lady Fabienne Duringham ist gebildet und unabhängig. Sie denkt gar nicht daran, sich dem Joch einer Ehe zu unterwerfen. Zu ihrem Leidwesen möchte ihr Vater sie verheiratet und gut versorgt wissen. Aus Liebe zu ihm stimmt Fabienne einer Ballsaison zu, doch bevor diese beginnt, verliert sie ihr Herz und ihre Unschuld an einen Fremden. 
... doch er stößt sie von sich … 
Für Nicholas Bradbury war Liebe bisher nur ein Wort, bis er die bezaubernde Fabienne kennenlernt. Nicholas schwört sich, sie zu der Seinen zu machen.
Doch dann trifft er sie unverhofft wieder - als baldige Verlobte seines Halbbruders.
Hat sie ihn nur benutzt um an seinen gesellschaftlich höher gestellten Bruder heranzukommen? Um ihren Plan zu vereiteln greift Nicholas zu drastischen Mitteln.



Über die Autorin habe ich leider nicht sehr viel im Internet gefunden. Daher hat es mich sehr gefreut, dass sie mir etwas über sich zukommen lassen hat. Vielleicht macht euch das neugierig auf ihr Buch.

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zum Projekt "MEIN BUCH UND ICH"

"Technische" Daten
Buchtitel: Goldenes Glück
Autor/in: Christine Carey Spencer
Genre: Historischer Liebesroman
Verlag: Selbstverlag
Erschienen im Jahr: 2017

TEIL 1 (Was hat mich dazu bewogen gerade dieses Buch zu schreiben)
Ich habe meinen ersten Johanna Lindsey Roman gelesen, da war ich etwa neun Jahre alt. Ich zankte mit Samantha und Hank, litt mit Brigitte und Roland und verliebte mich in Bradford und Angela*. Meine Mutter hatte viele dieser Romane zuhause (vor allem die Historical-Serie) und ich hab sie mir immer heimlich stibitzt und sie mehrfach gelesen.
Seit dem lese ich diese Art Liebesromane regelmäßig und habe viele davon in meiner Bücherwand.
Es war also kein Wunder, dass ich mich entschied genau diese Art von Roman zu schreiben. Solche Romane zu lesen macht mich glücklich, deswegen wollte ich mit dem Schreiben eines solchen Romans andere Leserinnen glücklich machen.  Ich habe schon immer gern und viel geschrieben, aber vor allem Tagebuch und Briefe, weil ich mich über das geschriebene Wort viel besser ausdrücken konnte. Angefangen zu schreiben habe ich den Roman 2002 auf einem Collegeblock, weil ich weder PC noch Laptop hatte. Leider ging es erst nicht so enthusiastisch weiter. Es hat fast 15 Jahre gedauert bis ich diesen Roman vollendet habe und das lag vor allem daran, dass ich nie an mich geglaubt habe. Von 2002 bis etwa 2013 habe ich nur etwa 40 Seiten verfasst. In den ganzen elf Jahren habe ich mich höchstens fünfmal hingesetzt um an meinem Roman zu arbeiten. Ich litt in dieser ganzen Zeit unter Depressionen (und mehr), einem belastenden Umfeld und an den Folgen einer traumatischen Kindheit. Ich wollte schreiben! Der Gedanke an meinen Roman hat mich nie losgelassen, aber ohne Selbstwertgefühl waren meine Gedanken voll von: „Ich kann das sowieso nicht“, „Wie lächerlich das überhaupt zu versuchen“ und „Wieso solltest du etwas gut können?“ Meine persönliche Situation eskalierte 2013 und ich ging in eine Psychosomatische Klinik. Das hat letztlich alles in meinem Leben verändert. Angefangen über das Entfernen von Personen, die mir nicht gut taten und den Selbstwert weiter klein hielten, bis über die erstaunliche Veränderung sich selbst zu lieben und für sich einzustehen. Ich glaubte plötzlich an mich und ich schrieb innerhalb eines Jahres über 280 Seiten. Das mag immer noch nicht viel erscheinen, aber ich habe meinen Roman Anfang 2017 vollendet und ich war unglaublich stolz auf mich, als ich mit der finalen Überarbeitung fertig war.
Ich habe meinen Weg gefunden und mehr Lust am Schreiben denn je. Mein zweites Manuskript, eine Autobiographie über Kindesmisshandlung und seelische Traumata, ist zu ¾ geschrieben und ich gehe davon aus, dass ich in Zukunft eher noch mehr, als weniger schreiben werde.
*Johanna Lindsey - Sammelband Liebe unter heißer Sonne, Die Sprache des Herzens, Sündige Liebe Heyne 1994

TEIL 2 (Meine ProtagonistInnen und ich)
Meine Protagonisten Fabienne und Nicholas sollten ursprünglich meinen Mann und mich darstellen. Fabiennes beste Freundin Marisa stellte eine Freundin dar, aber je mehr ich schrieb, desto schneller entfernten sich alle Charaktere von ihren Vorbildern. Teilweise war es, als würde ich ihnen zusehen und das Geschehen dann aufschreiben. Nach der zweiten Überarbeitung war dann jede Ähnlichkeit mit realen Personen verschwunden und jeder Charakter hatte seine ureigenste Persönlichkeit. Ein wichtiges Merkmal ist vor allem, dass Fabienne und Nicholas sehr unterschiedlich sind und deshalb häufig aneinandergeraten. Trotzdem ist zwischen ihnen diese Verbundenheit, die stark genug ist um immer wieder aufeinander zuzugehen. Beide müssen im Laufe des Romans lernen, die Sicht des anderen nachzuvollziehen. Es gibt aber eine Nebenfigur, die ich unbedingt zu einem unsympathischen Menschen machen wollte und dementsprechend unangenehm wird er in die Geschichte eingeführt. Trotz all meinen Bemühungen, ihn schlecht dastehen zu lassen, zeigt er später seine gute Seite und wird sogar eine Art Held. Das hat mich persönlich tatsächlich überrascht, weil ich mit einer sehr festen Vorstellung an diese unsympathische Figur herangegangen bin. Aber manchmal sieht das Herz mehr als der Verstand und das gute Potenzial der Figur entstand fast von allein. Aus einer eher negativen Figur wurde jemand mit Schwächen und schwierigen Eigenschaften. Aber er fing an die richtigen Entscheidungen zu treffen, und dann verdient jeder Mensch eine zweite Chance.

TEIL 3 (Das verrate ich)
Fabienne Duringham ist ihrer Zeit weit voraus. Im frühen 19. Jahrhundert ist sie ebenso belesen wie unabhängig. Heiraten will sie nicht, und wegen ihrer Introvertiertheit beschäftigt sie sich lieber mit Büchern. Sie ist stolz, klug und starrsinnig und hält überhaupt nichts von sinnlosen Konventionen.
Überall in der feinen Gesellschaft eckt sie an und wird ausgegrenzt. Doch sie kann nur sein, wer sie nun mal ist, und im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen der damaligen Gesellschaft ist sie mitfühlend, stark, ehrlich, ehrenhaft und mutig. Sie trifft auf Nicholas, der zum ersten Mal den Wunsch nach Liebe in ihr weckt. Anders als jeder andere Mann zuvor weiß nur er ihre Andersartigkeit zu schätzen.
Für Nicholas ist Fabienne wie ein Rausch, er verliert sich schnell in den mächtigen Gefühlen zu ihr. Doch Nicholas ist nicht bereit jemandem wirklich zu vertrauen. Er steht sich selbst im Weg und verletzt Fabienne deswegen zutiefst, und stößt sie von sich, obwohl er längst von ihrem Wesen fasziniert ist.
Als Fabienne dadurch aber in tödliche Gefahr gerät, zögert er nicht alles zu tun, nur um sie zu retten.
In meinem Roman geht es um Liebe. Die Art von Liebe, die aus Vertrautheit entsteht, aus Respekt und der Bereitschaft sich aufzuopfern. Darum, dass man sich manchmal erst entwickeln und sich selbst verstehen muss, bevor man jemanden in sein Herz lassen kann.
Obwohl es um zwei Menschen geht, die sich körperlich sehr voneinander angezogen fühlen, lernen sie auch sich in die Seele des anderen zu verlieben.
Mein Roman ist eine kleine Hommage an alle klassischen Liebesromane, wie z.B. von Johanna Lindsey, Amanda Quick, Jude Deveraux und Bertrice Small.





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