Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Rezension] Galerie der Schöpfung von Markus Naumann

Titel: Galerie der Schöpfung
Autor: Markus Naumann
Verlag: Novum pro
Seiten: 230
Preis: Ebook 10,99€, Taschenbuch 16,90€
Kaufen: AmazonVerlag
Leseprobe

Klappentext:
Krispin lebt gleichzeitig in der Wirklichkeit und in der Welt seiner Visionen. Als er von Fremden aus seinem Alltag „entführt“ wird, tritt er eine Reise an, die sein Leben für immer verändern soll. Doch die boshaften, finsteren Gebilde aus seinen Träumen treiben ihn an den Rand des Wahnsinns, bis die rätselhafteste aller Erscheinungen ihn zu einer unheimlichen Erkenntnis führt.
Der Vater der Familie Kopp deckt bei der Aufklärung des Mordes an seiner Familie eine tiefgreifende Verschwörung auf. An zahlreichen Menschen wurden von einer geheimen Organisation körperliche und psychische Experimente durchgeführt. Aber was kann er gegen diesen mächtigen Gegner ausrichten?
Beide haben etwas gemeinsam: einen mysteriösen Feind, der so gut wie unsichtbar ist. Quelle

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Und gerade in dem Moment, wo sie den Mund aufmachen und sich und ihren Sohn aufrichten will, betätigt der Busfahrer das Gaspedal und verursacht damit den Knall und das Feuer, das allen Fahrgästen den Tod verspricht.
[Markus Naumann, Galerie der Schöpfung, Seite 10]
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Zu aller erst möchte ich den Preis ansprechen. Ich finde ihn extrem hoch für ein Taschenbuch mit 230 Seiten. Ehrlich gesagt, finde ich den Preis nicht gerechtfertigt und würde das Buch, wenn ich es nicht als Rezensionsexemplar erhalten hätte, nicht kaufen. Ich weiß, dass der Autor hier keine Schuld trägt, aber trotzdem wollte ich es ansprechen.

Das Cover finde ich okay. Mir persönlich wirkt es zu grau und nicht ganz passend für das Buch. Warum auch immer, aber ich sehe darin einen Wolf im Berg. Vielleicht beabsichtigt, vielleicht auch nicht. Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Er ist sehr bildlich und gut zu verstehen, trotz der Teils langen Sätze.

Mit den Charakteren wurde ich leider nicht warm. Es gab zwei Handlungsstränge, in denen man zum einen Krispin und zum anderen Herr Kopp begleitet. Krispin ist mir ein Rätsel. Er träumt von Dingen, die passieren werden oder passiert sind. Seinen Handlungsstrang finde ich leider sehr seltsam. Die vielen Träume waren für mich nicht immer nachvollziehbar und der Handlungsstrang hat die meiste Zeit nicht zur Geschichte gepasst. Eher läuft er neben der Geschichte her und gibt erst gegen Ende einen Sinn. Den Handlungsstrang von Herrn Kopp hat mir leider auch nicht zugesagt. Er war mir einfach zu unrealistisch. Er wird vom 08/15 Mann plötzlich zum Racheengel und entwickelt mörderische Fähigkeiten und ermittelt auf eigene Faust. Für mich leider nicht nachvollziehbar, auch wenn ich den inneren Drang, für Gerechtigkeit und Klarheit zu sorgen, verstehen kann.

Die Grundidee hat mir gut gefallen, allerdings ist die Galerie der Schöpfung eher in den Hintergrund getreten. Es dreht sich eher um Krispin und seine Träume und um Herrn Kopp, der alle abmurkst. Gerade bei dem Handlungsstrang fehlt mir einfach das Risiko. Der Handlungsstrang läuft in etwa so ab: Er geht rein, entdeckt seine Zielpersonen, murkst alle nach und nach ab und geht wieder. Für mich fehlt hier, dass ihm auch mal was passiert und es eben nicht so leicht läuft. Kein Mensch hat so viel Glück, vor allem, wenn man nur Laie auf dem Gebiet ist.

Hinsichtlich der Spannung ist es sehr wechselhaft. Mal war sie da, mal wieder verschwunden. Aber leider hat für mich eher das Negative überwogen. 

Mein Fazit
Tolle und spannende Grundidee, mit interessanten Fakten. Allerdings scheitert es an der Umsetzung, den Charakteren und den Handlungssträngen. Leider kein Buch, was ich empfehlen kann.



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