Donnerstag, 5. Oktober 2017

Haben Buchblogs noch Qualiät?

Oder ist das Thema mittlerweile ausgelutscht? Meiner Meinung nach nicht und ich wollte mir einiges von der Seele schreiben. 

Wieso sollte eine Bloggerrezension mehr Umfang habe?
Auf dieses Thema kam ich, nachdem ich mit einer Bloggerin darüber diskutiert habe, dass ich es nicht so toll finde, dass Blogger kurze Rezensionen á la vier Sätze schreiben. Versteht mich nicht falsch. Ich lese sehr gerne kurze Rezensionen, aber zum Beispiel nur auf Amazon. Auf einem Blog erwarte ich wesentlich mehr. Wieso? Weil ich ein Buch eines Autors bekommen und das nicht umsonst. Im Bestfall sogar noch als Print, was den Autor viel Geld kostet, das er wiederum erst verdienen muss. Die Lesezeit gehört für mich nicht zur Arbeit, denn das ist genau das, was ich gerne mache. Mich in fremde Welten entführen lassen und Spaß dabeihaben. Die richtige Arbeit beginnt für mich nach Abschluss des Buchs: Die Rezension. Vor einiger Zeit hatte ich mal einen Beitrag darüber verfasst, warum Rezensionen wichtig sind. Diesen findet ihr hier. Dort findet ihr auch einige Tipps, wie ihr eure Rezension gestalten könnt. 


Ich binde meine Follower mit Geschenke an mich und meinen Blog.
Böse gesagt, aber leider so. Klar könnte ich ebenfalls die sogenannten Stammfollowerpäckchen an meine Leser vergeben, aber ist das der Sinn des Bloggens? Muss ich meine Follower jeden Monat dazu animieren, dass sie fleißig kommentieren und liken? Für mich ein klares Nein! Sicherlich eine schöne Geste, den Follower etwas Materielles zurückzugeben, aber erkaufe ich mir damit nicht in einem gewissen Sinn meine Follower? Denkt einmal darüber nach. 

Gewinnspiele, Gewinnspiele, Gewinnspiele
Um an das vorige Thema anzuknöpfen: Gewinnspiele sorgen dafür, dass ich jede Menge Follower bekomme. Denn was reizt den Leser mehr, als etwas zu gewinnen? Ich gebe zu, dass ich gerne Gewinnspiele veranstalte, aber in der Regel mit einem Hintergedanken: Nämlich die Autoren in den Fokus zu rücken. So beispielsweise mein Geburtstagsmonat oder der Adventskalender. Natürlich gibt es ab und an Gewinnspiele, die ich einfach aus Lust und Laune mache, aber übertreiben möchte ich es damit nicht. Die jüngsten Ereignisse haben mich wieder wachgerüttelt, als eine Bloggerin ein Gewinnspiel veranstaltete, welches vor allem ihren Eigennutz im Sinn hatte: Damit für sie gevotet wird. Das geht für mich leider am Sinn vorbei. Ebenso die Blogger, die jede Woche ein Gewinnspiel veranstalten. Auch das habe ich gesehen..

So viele Bücher, wie ich bekommen kann.
Wer meinen Blog und mich kennt weiß, dass ich immer mit Rezensionsexemplaren ausgestattet bin. Das ist kein Punkt, wo ich gerne mit angeben möchte, vielmehr ist es für mich aktuell zur Last geworden. Ich selbst frage, bis auf im Bloggerportal, keine Rezensionsexemplare an, sondern werde von den Autoren gefragt. Diese wissen in der Regel, dass sie bei mir lange warten müssen, bis ich dazu komme, ihre Bücher zu lesen. In letzter Zeit sehe ich immer wieder Blogger, die Bücher horten und ihre Zeit nicht einhalten können. Viel mehr hat mich dem Letzt ein Post einer Autorin traurig gestimmt, die überlegt, ob sie überhaupt noch mit Bloggern zusammenarbeiten möchte, da es nicht mal 50% der Blogger geschafft haben, ihr eine Rezension ihrer kostenlos ausgegebenen Bücher zu schreiben. Das Traurige: Es handelt sich teilweise um namenswerte Blogger. Aber ist es das, was wir wollen? So viele gratis Bücher bekommen, wie wir können? Nein! Ich möchte die Autoren unterstützen, dem Leser tolle und interessante Beiträge zeigen sowie einfach Spaß haben. Das ist doch viel wichtiger, als etwas umsonst zu erhalten, oder?

Höher, mehr und Fall
Jeder will erfolgreich sein. Jeder will immer mehr bis irgendwann der große Fall kommt. Auch bei mir kam er im Sinne von Spaßverlust. Ja, das Bloggen hat mir keinen Spaß mehr gemacht, genauso wie das Lesen von Büchern. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum es nicht mit dem Bloggen klappt, bis ich akzeptiert habe, mit dem glücklich zu sein was ich habe. Seitdem läuft es super. Ich sehe Blogger, die Ideen klauen. Ich sehe Blogger, die sich vergleichen. Ich sehe Blogger, die im Konkurrenzkampf sind und das macht mich traurig. Aber wo bleibt die Individualität? Wo bleibt ihr? 

Jammerposts
Als letzten Punkt möchte ich den Jammerpost anführen, der vor allem auf Facebook zu finden ist. Wo seid ihr denn alle? Ach meine Reichweite ist gesunken? Wer folgt mir denn überhaupt noch? Bei manchen Blogs sind diese Beiträge sehr dominant und nerven nur noch. Was wollt ihr damit erreichen? Dann bekommt ihr eben ein Like auf euren Beitrag und mal ein Kommentar und? In einer Woche ist die Reichweite wieder weg. Leider weiß ich nicht mehr, auf welchen Blog ich darüber einen Artikel gelesen habe. Auf jeden Fall hat die Bloggerin sehr gut ausgeführt, was es mit der Reichweite auf Facebook auf sich hat. Bei Jill von Letterheart gibt es ebenfalls einen Beitrag dazu.

Mein Fazit
Um zur Frage zurück zu kommen, ob Buchblogs noch Qualität haben. Es gibt viel Blogger, denen ich sehr gerne folge, da sie einfach tolle Beiträge schreiben und sich viel Mühe geben. Unter anderem Trallafittibooks und Fuchsias Weltenecho, die beide vor allem durch ihre schönen Bilder und den Support für Autoren herausstechen. Zu dem setzen sich beide Blogs mit kritischen Themen auseinander. Andere Blogs möchte ich nicht folgen bzw. habe ich mittlerweile entfolgt, da sie mir negativ aufgestoßen sind. Die Qualität hängt dementsprechend für mich davon ab, ob sich jemand bemüht, schöne Beiträge zu schreiben und zu helfen wo er kann oder ob jemand sich alles "erkauft".


Manchmal frage ich mich, ob ich noch Lust habe zu Bloggen, wenn so viele Blogs mehr Erfolg haben. Aber dann sage ich mir, dass Erfolg nicht alles im Leben ist und ich mit dem zufrieden sein soll, was ich habe. Und ich denke, dass ich etwas Tolles habe. Nämlich tolle Leser, netten Autorenkontakt und wahnsinnig viel Spaß. Und das kann mir kein Gewinnspiel oder viele Rezensionsexemplare geben. 

Und jetzt dürft ihr meinen Beitrag auseinander nehmen. ;)


Kommentare:

  1. Ein toller Beitrag! Besser kann man es nicht ausdrücken.

    Lg

    Steffi

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  2. Das Wichtigste ist, dass der Spaß am Lesen da ist, denke ich. Oder dass er wiederkommt, falls er gerade durch den ganzen Druck weg ist. Den Spaß an den Büchern kann dir keiner nehmen, auch wenn andere vielleicht mehr Likes oder Follower oder was auch immer haben. ;-)

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    1. Genau :) So langsam kommt der Spaß aber wieder ;)

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  3. Ein wirklich toller Beitrag. Ich stimme dir in vielen Dingen zu. Allerdings lese ich persönlich lieber kurze Rezensionen, als welche die komplett aufgeteilt unter Schreibstil, Charaktere usw. aufgebaut sind. meine sind irgendwie in letzter Zeit auch sehr kurz geworden. Aber ich weiß nicht woran es liegt. Ob mir die Worte oder die richtigen Gefühle fehlen?!
    Es gab bei mir Zeiten, da habe ich mich auch unter Druck gefühlt aber ich blogge nur noch so, wie ich es schaffe. Manchmal gibt es länger keine Beiträge aber bevor ich was veröffentliche, nur um was zu veröffentlichen. Kann ich es auch lassen, wie z.B. die Gewinnspiele. Die gibt es bei mir auch manchmal, aber nicht oft.
    Es sollte Spaß machen und das ist mir das wichtigste. Denn man hat schließlich noch ein Leben außerhalb des Blogs.
    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Es kommt ein wenig darauf an, wie kurz und in welche Qualität die Rezensionen sind. Ich finde Rezensionen, die so kurz und allgemein sind, dass man sie auf mehrere Bücher beziehen kann und dafür nicht mal das Buch gelesen haben muss, einfach zu kurz. ich würde meine jetzt auch nicht unbedingt als lang einschätzen. Das kommt voll und ganz auf das Buch an und was ich zu sagen habe. ;)

      Druck ist nicht schön und kenne ich auch nur zu gut. Ich hoffe, dass du weiterhin viel Spaß hast und den Spaß nicht doch irgendwann verlierst. :)

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    2. Ich denke nach 6 Jahren bloggen ist es wohl ein auf und ab ;-). Da gibt es mal gute und wieder schlechte Phasen. Wie in einer guten Beziehung *lach*. Im großen und ganzen macht es mir doch sehr viel Spaß. Nur die Zeit spielt manchmal einfach gegen mich ;-).

      Liebe Grüße,
      Vanessa

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  4. Hallo Anna,

    das ist ein guter Beitrag und spricht mir auch aus der Seele. Vor allem das ständige Gejammere über die Reichweite bzw. dessen nicht vorhanden sein.

    Im Moment habe ich das Gefühl, dass neue Buchblogs wie Pilze aus dem Boden schießen, doch viele vergessen dabei, dass dies Arbeit bedeutet und nicht nur einfach ein paar Fotos schießen und posten. Es ist harte Arbeit, schließlich sollten auch Rezensionen gepostet werden. Vor allem bei Rezensionsexemplaren. Da kenne ich keinen Spaß. Ich selbst verordne mir hin und wieder Rezi-Exemplar-Sperre, weil ich mich nicht unter Druck setzen will.

    Auch sollte eine Rezi aus mehr als 4 Sätzen bestehen. Da setze ich eine gewisse Qualität voraus. Es muss nicht ein Roman sein, aber ein wenig mehr als "Das Buch hat mir recht gut gefallen".

    Bloggen ist ein zeitintensives Hobby, das einem Spass machen muss, sonst macht es für mich überhaupt keinen Sinn.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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    1. Danke :) Hm das Jammern nervt mich nur noch. Einige Blogger sind mir damit schon wirklich negativ aufgefallen. Dabei kann man das Ganze umgehen ;)
      Mein ursprüngliche Beitrag hatte tatsächlich damit angefangen, dass es ständig neue Buchblogs gibt. Das habe ich dann aber verworfen. Aber da sprichst du mir mit aus der Seele. Ich sehe es bei vielen Bloggern, die sich maßlos überschätzen oder das Ganze nicht ernst nehmen. Was mich sehr traurig macht, denn es wirft nicht nur ein schlechtes Bild auf sie selbst. Ich habe mir jetzt ein generelles Limit eingerichtet. Mehr als 3 Rezensionsexemplare pro Monat und nicht mehr. Das ist für mich ein gutes Maß, da ich 2 Stunden am Tag Zug fahre und dadurch viel zum Lesen komme. ;)

      Aber ein sehr schönes Hobby <3

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  5. Liebe Anna,

    du sprichst mir aus der Seele. Der Fokus liegt bei vielen nur auf mehr, mehr, mehr. Natürlich ist es schön, wenn mehr Follower oder Kommentare da sind. Aber ich bin der Meinung, dass ich sie mir auch erarbeiten muss. Und wenn ich ehrlich bin, am Meisten freue ich mich über das Lob eines Autoren. Denn dann weiß ich, dass ich meinen "Job" gut gemacht habe. (Und nein, ich meine damit keine Rezension á la "Du hast mir ein Buch geschenkt, dann bewerte ich es auch positiv").
    Dir wünsche ich, dass du deine Leidenschaft für Bücher nie verlierst und du weiter machst. Dein Blog ist nämlich toll.

    Liebe Grüße, Mo

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    1. Danke :) Genau das denke ich mir auch. Aber nicht nur das Lob der Autoren ist schön, sondern auch die Kommunikation mit den Lesern. Da finde ich es nicht wichtig, dass ich 1000e von Leser habe, die bei mir nur kommentieren, weil sie dafür etwas bekommen, sondern weil sie einfach Lust dazu haben. :)

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    2. Natürlich freue ich mich auch über die Kommentare meiner Leser. Denn dann weiß ich, dass ich sie angesprochen habe. Oder aber mit ihnen über etwas reden kann, was mir wichtig ist. Ohne die treuen Leser macht ja ein Blog auch nur halb so viel Spaß.
      Und mit dem Lob der Autoren meinte ich nicht das Obligatorische "Danke Süße" oder so. (Der Autor kann ja auch nicht wirklich was anderes dazu sagen, es sei denn er fand die Rezi unpassend) Sondern die Art von Lob, wenn ich mit meiner Rezension den Autor in einer Weise berührt habe, die mir selbst die Tränen in die Augen treibt.
      Liebe Grüße, Mo

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    3. Na ohne unsere Leser würde es auch halb so viel Spaß machen :) Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn überhaupt was von den Autoren zurückkommt. Manchmal wartet man doch vergebens. ;)

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  6. Super Beitrag!
    Ich bin da ganz deiner Meinung.

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  7. Huhu,

    ich bin ja im Vergleich zu vielen anderen ein extrem kleines Licht am Bloggerhimmel und hoffe natürlich, wie jeder andere auch auf tolle Kommentare und den ein oder anderen Follower mehr. Ich mein, klar, jeder hofft doch insgeheim dass das, was man so gerne macht auch anderen gefällt.
    Aber ich kann mich mit deinem Post hier total identifizieren. Mich wundert es total, das Blogger mit 4-Satz-Rezensionen so schnell wachsen. Im Gegensatz dazu gibt es so viele Blogs, die tolle Beiträge und ausführliche Rezensionen schreiben und nach denen mit unter 100 Followern kaum ein Hahn kräht.
    Meine Frage ist dann immer, ob es daran liegt, das sie viele Beiträge streuen und durch soziale Plattformen Beziehungen zu anderen aufbauen, die dann folgen oder ob es ehr an den Followern selber liegt, die keine langen Rezis lesen möchten und ihre Zeit lieber damit verbringen sich Neuerscheinungen oder Hauls anzusehen.

    Die eine Antwort darauf gibt es wohl leider nicht. Ich glaube man kann da nur machen, wonach einem selber ist und sich nicht über den Erfolg (oder vermeintlichen Erfolg) von anderen definieren. Und wenn man macht, wonach einem selber der Sinn steht, ist die Gefahr "zu fallen" glaube ich geringer und man ist auf Dauer glücklicher mit sich und seinem Blog.
    Dann gefällt meine lange Rezi halt nicht jedem, nein, ehr nur wenigen. Aber ich bin froh damit und steh voll dahinter.

    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Jeder fängt mal klein an. Für mich war es auch ziemlich schwer, erst einmal etwas aufzubauen. ;)

      Interessant finde ich, dass viele Blogger sagen, dass die Autoren total begeistert von den Rezensionen sind. Aber was sollen sie auch anderes sagen? Die meisten sind froh, wenn eine Rezension auf dem großen A landet. Ich glaube, dass Rezensionen generell nicht das beliebteste auf Blogs sind. Ich selbst sehe es an meiner Statistik. Da kommt es wirklich darauf an, wie "berühmt" das Buch ist.

      Es bringt leider nicht sonderlich viel, wenn man dem Mainstream hinterherschwimmt. Am besten macht man es so, wie man es möchte. Entweder gefällt es oder eben nicht. Hauptsache man ist glücklich damit und verliert den Spaß nicht aus den Augen. ;)

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  8. Ich sitze hier und nicke und nicke und nicke mit dem Kopf. Zustimmung ohne Worte.
    Bleib dir treu und du wirst zufrieden und glücklich sein.

    LG von Antje

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  9. Anna, ist bereits ein beachtlicher Begriff in der Bücherwelt. Du bist bekannt, gefürchtet und auch bewundert, wirst du. Du hilfst Autoren, sagst wann du Zeit hast und wann nicht, diese Dinge schätze ich an Dir. Du weißt, dass ich beide Seiten bediene, die der Autoren und der Blogger. Diese "Jammerposts" gehen mir von beiden Seiten auf den Keks, denn auch Autoren glauben, dass sie ihre Reichweiten damit erhöhen könnten oder mit seltsam fehlgeleiteten politischen Einstellungen. Du machst es super und der Beitrag spricht mir: als Autorin und auch als Bloggerin aus der Seele. Was mir auch oft auffällt, dass manche Blogger sehr lieblose Rezensionen schreiben und ehrlich, Kurzrezis erwarte ich von einem Leser, nicht von einem Blogger... Das ärgerte mich auch schon als Autorin.
    Liebe Grüße und bleib wie Du bist!

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    1. Haha Steffi. Ich muss gerade wieder lachen und mich etwas schämen :D Gefürchtet.. Das will ich gar nicht sein. Aber ohne negative Kritik zu äußern bringt es keinem etwas. Jammerposts kann man einfach umgehen, in dem man das schreibt, was den Leser interessiert oder sie eben mit einbezieht. Da haben meist beide etwas von. ;) Mit den Rezensionen stimme ich mit dir überein. Auch Kurzrezensionen brauch die Buchwelt, aber eben nicht unbedingt von Bloggern ;)

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  10. Hey!
    Zunächst möchte ich dir fürs Erwähnen danken, das ehrt mich sehr!
    Ich glaube, dass Jill von Letterheart einen Beitrag über die Jammerposts geschrieben hat, wenn wir den gleichen meinen.

    Ich kann dir in den Punkten zustimmen. Für mich ist Individualität und Authentizität am wichtigsten beim Bloggen. Wie du schon so schön geschrieben hast - wo bleibt die Individualität, wo bleibt ihr?
    Das sollte sich jeder Blogger zwischendurch mal fragen, insbesondere wenn er mit seiner Reichweite etc unzufrieden ist.

    Rezensionsexemplare bleiben bei mir auch oft lange liegen aber das sage ich immer dazu wenn Autoren mich anfragen. Und ich schaue dass ich bis zur Rezension wenigstens Werbung in Form von Fotos oder einem Interview mache. Horten finde ich doof, aber manchmal kriegt man ja auch unwissend etwas zugeschickt. Da mache ich mir dann keinen Stress mit.
    Und letztendlich sind Rezensionen ja immer wichtig, ob zum Release, n Monat später oder n halbes Jahr danach. :)

    Mir macht das Bloggen auf jeden Fall super viel Spaß.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Sehr gerne :) Ich habe von Jill gerade einen Beitrag gefunden und ihn eingefügt. Danke für den Tipp :)

      Mir geht es da so ähnlich wie dir. Wenn ich jedes Rezensionsexemplar, welches mir angeboten wird, direkt lesen könnte, wäre ich Superwomen. Aber einfach am anfang dazu sagen, dass man es dann und dann liest finde ich nicht verwerflich. Da kann jeder selbst entscheiden, ob er es dann möchte oder nicht. ;)

      Ich finde, dass bei einigen die Individualität fehlt. Ich finde es aber auch Schade, dass ich gerade bei Bloggern, die nicht mal ne geringe Reichweite haben, Jammerposts finde. Da würde ich mir wirklich Gedanken machen, was ich eigentlich will. :D

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß <3

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  11. Ich kann mich nur anschließen, auch mir sprichst Du aus der Seele .. allerdings finde ich das Thema nicht neu, ich beobachte die meisten Punkte - vor allem, das Horten - schon seit ich über Bücher blogge (7 Jahre) und werde es wohl nie verstehen. Kurze Rezensionen mag ich persönlich nicht .. wenn ich Rezensionen lese, dann, weil ich gerne wissen möchte, was der Schreiber über das Buch denkt. Warum er bewertet, wie er bewertet. Was ich ganz schlimm finde, ist, wenn eine Rezension tausend Kategorien, da fehlt mir das flüssige Lesen hat oder auch wenn die Inhaltsangabe kopiert und nicht selbst zusammengefasst ist .. ich finde das irgendwie lieblos, dann kann ich mir das auch schenken. Sicherlich kann man nicht zu jedem Buch gleich viel schreiben .. aber etwas ausführlicher sollte es schon sein ..

    Und ja .. mir gehen diese ständigen Post die rein auf Followerfang aus sind, auch sehr auf die Nerven ...

    Was gar nicht geht, ist, ein Rezensionsexemplar anzunehmen und dann nicht zu lesen und zu rezensieren ... ich finde das einen Schlag ins Gesicht für den Autor und ich finde es traurig, dass dadurch vielleicht einem interessierten Leser die Chance genommen wurde, das Buch zu bekommen ...

    Ich persönlich frage auch nur noch ganz selten über Leserportale, NIE über Autoren an ... ich bin in 2-3 Bloggerteams von Autoren .. ansonsten lehne ich inzwischen fast alles ab .. aber selbst bei gekauften Büchern mache ich mir zu 99% die Mühe eine Rezi zu schreiben .. warum? Nun der Autor machte sich ja auch die Mühe etwas zu schreiben, was mir tolle Unterhaltung schenkte .. ein paar Worte zurück sind da meiner Meinung nach wirklich nett :) ...

    Aber das sind alles nur meine Gedanken zu dem Thema ...

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    1. Ne neu ist es wirklich nicht, hat mich aber beschäftigt. Ich finde es gerade sehr traurig, wenn es sich um ein Print handelt. Ein Buch, bei dem der Autor auch noch Geld ausgegeben hat.. Aber leider können Autoren da nichts dagegen tun.. Autoren frage ich selbst auch nie an. Die kommen in der Regel auf mich zu oder wie bei dir über die Bloggerteams. Ich mag deine Einstellung :)

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  12. Oh...wie Recht du hast!
    Aus genau diesem Gründen fällt meine kleine Buchreziseite komplett aus dem Rahmen.
    Ich lehne alle diese Dinge kategorisch ab und genieße den Kontak zu "meinen" Autoren...
    Inzwischen bekomme ich sogar Anfragen von Verlagen, denen meine Sicht-und Arbeitsweise gefällt...

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  13. Oh wie Recht du hast!
    Aus genau diesen Gründen fällt meine kleine Buchreziseite komplett aus dem Rahmen.
    Ich lehne alle diese Dinge kategorisch ab und genieße den Kontakt mit "meinen"Autoren und denen, die mir folgen wollen.
    Inzwischen bekomme ich sogar Anfragen von Verlagen, denen meine Sicht-und Arbeitsweise gefällt...
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Lesen und rezensieren...Lass dich nicht von schwarzen Schafen, die es immer und überall gibt, runterziehen...

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  14. Hast du den Post der Autorin mit den 50% noch?

    Ich sehe das Thema mit gemischen Gefühlen. Aufgefallen ist mir dieser Satz "Auf einem Blog erwarte ich wesentlich mehr." - "Erwartungshaltung" ist ein Wort, das mir bei vielen dieser Beiträge in den Sinn kommt. Wir erwarten, dass andere, wie wir, mehr als 4 Zeilen schreiben. Vielleicht wollen wir für all die Mühen, das Teilen von Fotos, das Posten von langen Rezi, genausoviel Anerkennung haben wie jemand, der nur 4 Zeilen schreibt. Manchmal ärgert mich das. Andererseits: Warum nicht? Verlage und Autoren freuen sich über jede Rückmeldung. Und wenn jemand sagt: Ich gebe dir das Rezi-Exemplar nur, wenn du MEHR als vier Zeilen schreibst! dann kann das intern geregelt werden. Relativ effektiv für den Buchverkauf sind (leider?) Amazon-Rezensionen - unabhängig von ihrer Länge. Und für jemanden, der viele Bücher liest, kann auch eine kurze Rezi Arbeit sein.

    Die Dankbarkeit der Autoren fühlt sich toll an.

    Ich habe das nicht so genau analysiert wie du, aber ich vermute, dass es vielen Bloggern nicht um (zahlenmäßig) viele Follower oder Rezi-Exemplare geht, sondern zum Zugehörigkeit. Man möchte ein Teil der Gemeinschaft sein, gehört werden. Das verstehe ich ein Stück.

    Meist hängt es von vielen Faktoren ab, ob ich einem Blog Erfolg "gönne" - Schreibstil, der Tonfall, wie exessiv Werbung gemacht wird etc. Es geht nicht nur um die Ausführlichkeit xD

    Manchmal frage ich mich, wie man das lösen kann. Weil ich mich über Rezensionen aufrege, die mir keinen Input zum Buch geben. Und manchmal frage ich mich, ob es überhaupt notwendig ist, das Qualitätsproblem zu lösen. Was spricht dagegen, die Blogger, die ihre Leser ködern, bloggen zu lassen? Jeder ist ein Stück für sich selbst verantwortlich.

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    1. Ich hab zu mindestens den Autorennamen noch :D

      Das mit Amazon ist mir auch schon aufgefallen. Auf dem Blog lesen doch die wenigsten die Rezension. Da spielen ganz andere Faktoren eine Rolle.. Tatsächlich kenne ich einige, denen es eher darum geht viele Follower zu haben.. Ich denke, dass jeder so bloggen sollte wie er mag. Ob er dann Erfolg hat und wie die Rückmeldung seitens Autoren ist, lass dem mal dahingestellt ;)

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  15. HalliHallo,

    ist ein Blog nicht ein Hobby, das Spaß und Freude machen soll? Klar ist es schon ab und an ein nettes Gefühl, wenn man "Erfolg" hat, von Autoren oder Lesern empfohlen oder gelobt wird etc. Aber nichtsdestotrotz ist es ein Hobby. Leider scheinen das viele zu vergessen .

    Gewinnspiele und Jammerposts...hast Du gesehen, dass es oft jene sind, die haufenweise Gewinnspiele raushauen (womit man sich nur leere Likes anlacht) schlussendlich auch oft jene sind, denen dann die Reichweite fehlt, wenn halt mal die Gewinnspiele ausbleiben?

    Dein Beitrag ist toll und trifft es auf den Punkt.

    Weiterhin viel Spaß beim Lesen und Bloggen :)

    Liebe Grüße
    Tii

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    1. Eben. Und ich muss gestehen, dass ich den Spaß zwischenzeitig aus den Augen verloren habe.. Mittlerweile habe ich wieder Spaß, da ich alles nicht mehr so ernst sehe. Ich bin keine Maschine, die funktionieren muss. ;)

      Das mit den Gewinnspielen ist mir auch schon aufgefallen. Schade, dass man so die Leser kötern muss. Ich finde es da viel wichtiger, auf die Bücher der Autoren aufmerksam zu machen und nicht "Ich bezahle euch ein Buch von eurer Wunschliste". Alles schön und gut, aber folgen mir dann die Leser nicht nur wegen den Gewinnen?

      Danke. Den Spaß wünsche ich dir auch. :)

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  16. Hallo Anna,

    gefällt mir sehr gut, dein Beitrag! Vor ein paar Monaten hast du ja in der Reziliebe gepostet, dass du die Lust verloren hättest, oder so ähnlich. Ich hoffe, ich kann deine gestrigen Ausführungen so verstehen, dass sich dies wieder etwas gegeben hat. ;)


    Liebe Grüße Norbert

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    1. Ja genau. Ohne den Spaß würde ich das dann doch nicht mehr machen wollen. Bei Reziliebe war es aber eher selbst auf die Gruppe bezogen. Aber auch da habe ich meinen Spaß wieder. ;)

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  17. Liebe Anna,
    ein ganz toller Beitrag, der auch mir als "Autorin" aus der Seele spricht.
    Eine kleine Anmerkung hätte ich noch zum Thema "Gewinnspiele": Ja, auch ich finde generell gesehen solche Sachen schön, und ich gebe auch gerne etwas, damit "der Blogger" etwas zum Verlosen hat. Meistens sind es Bücher, denn ich bin nunmal kein Goody-Fan. Ich weiß auch, dass DIE Blogs, denen ich folge, und deren Betreiber mir lieb und teuer sind, sich wirklich für "ihre Autoren" den A*** aufreißen - nur leider habe ich immer häufiger das Gefühl, dass die Gewinner solcher Aktionen nur ans "Abgreifen" denken, denn ein Feedback an die Autoren erfolgt so gut wie gar nicht mehr.
    Und das führte letztendlich (bei mir) dazu, dass ich es mir wirklich reichlich überlege, ob ich noch für Blog-Gewinnspiele spende ...
    Aber es ist wie überall, man weiß nie, wen das Los aussucht.
    Nichtsdestotrotz bleibe ich "meinen" Bloggern treu - und du gehörst auch dazu.

    LG, Susanne

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    1. Beim Geburtstagsmonat warst du ja auch dabei. Da hatte ich extra darum gebeten ein Bild vom Gewinn zu machen. Ich finde es wahnsinnig Schade, dass die wenigsten es schaffen, einfach mal Danke für den Gewinn zu sagen und ich denke, dass das nicht zu viel verlangt ist. Leider war die Quote ernüchternd. Nicht mal ein Viertel hat es geschafft den Autoren Danke zu sagen. Schade... Danke <3 Das freut mich <3

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  18. Hallo Anna!

    Sehr interessante Gedanken, die du da aufgegriffen hast :)

    Das mit den Rezensionen sehe ich ähnlich. Wenn ich schon einen Buchblog betreibe (egal ob ich jetzt ein Rezi-Exemplar rezensiere oder was anderes) erwarte ich schon eine aussagekräftige Meinung mit mehr als drei Sätzen.

    Bei Gewinnspielen bin ich etwas anderer Meinung.
    Es kommt hier schon darauf an, wie man es sieht. Natürlich gibts die "schwarzen Schafe", die du oben auch beschrieben hast. Ich selber mache Gewinnspiele, einfach weil ich viele Bücher aussortiere und sie weiterverschenken möchte.
    Am Anfang meiner Bloggerzeit hab ich tatsächlich als Bedingung gemacht, dass man meinem Blog folgt: einfach um Leser anzulocken. Das ist richtig. Manche sind geblieben, manche nicht. Das stört mich auch nicht.

    Mittlerweile mache ich diese Bedingung nicht mehr, wenn ich Bücher von Verlagen oder Autoren verlose, das gehört sich einfach nicht meiner Meinung nach.
    Wenn ich aber eigene Bücher verlose, dann möchte ich diese an die Menschen verschenken, mit denen ich in Kontakt stehe bzw. die eben meinen Blog lesen. Es gibt ja immer wieder Leute, die nur bei den Gewinnspielen mitmachen und sonst nichts mit (meinem) Blog zu tun haben. Die möchte ich hier ausgrenzen aus dem genannten Grund.
    Ich finde das auch nicht schlimm und nachvollziehbar. Wieso sollte ich irgendjemandem von dem ich nie was höre und der nur für das Gewinnspiel vorbeischaut mir die Mühe machen?
    Und dadurch - weil ich das gerade oben drüber in deinem Kommentar sehe - bekomme ich schon jedes Mal eine Rückmeldung und ein Dankeschön :)

    Damit erkaufe ich mir keine Follower sondern gebe einfach was an die weiter, die sich mit mir und meinem Blog auseinandersetzen.

    Aber ich weiß was du meinst und diese Art von Gewinnspielen kann ich auch nicht leiden ...

    Ich frage (immer noch) gerne Rezi-Exemplare an, aus dem einfachen Grund weil ich mir die ganzen Bücher die ich lese selber nicht leisten könnte. Natürlich hab ich einen SuB und ich ertausche mir auch einige Bücher, aber ich freue mich sehr, dass ich als Bloggerin diese Möglichkeit habe.
    ABER ich rezensiere diese dann auch wirklich innerhalb 4 Wochen. Diese Horterei find ich echt schlimm, weil die Verlage ja die Rezi-Exen rausgeben, um im nächsten Zeitraum auch eine Rezension dafür zu erhalten. Da sollte man schon wirklich darauf achten - aber auch die Verlage sollten sich die "schwarzen Schafe" besser anschauen.

    Dass sich Blogger vergleichen - das ist einfach menschlich. Man vergleicht sich doch immer irgendwie mit anderen. Wichtig ist, dass daraus kein Neid oder Wettbewerb entsteht!

    Haha, ja, die Jammerposts, die seh ich auch immer wieder mal, aber da klicke ich einfach weg oder scrolle weiter. Das Thema ist einfach ausgelutscht.
    Die Reichweite bei FB ist aber manchmal auch wirklich nervig, allerdings muss man da nicht ständig drüber reden; eigentlich weiß man das auch mittlerweile.

    Ich folge ja sehr vielen Blogs, schaue aber da nicht immer überall täglich vorbei. Allerdings schaue ich täglich durch meinen Blogroll, weil man doch immer wieder mal tolle Beiträge entdeckt.
    Wobei ich jetzt nicht finde, dass mein Blog hauptsächlich dazu da ist, Autoren zu unterstützen. Das ist schön, das nebenbei immer wieder mal zu machen, aber auf meinem Blog mag ich einfach mein Hobby, meine Bücher und meine Leselust, mit anderen teilen ;) Ob das jetzt qualitativ hochwertig ist weiß ich nicht. Ist mir auch egal, denn es ist meins :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ich musste gerade erst mal über den langen Kommentar schlucken :D

      Das mit den Bücher aussortieren finde ich eine sehr schöne Sache. Besser, als sie wegzuwerfen oder zu verkaufen, auch wenn man dafür vllt etwas Geld für neue Bücher erhält. Aber an sich eine schöne Geste, da man so Bücher, die man gerne mochte, aber vielleicht nicht mehr braucht mit guten Gewissen weitergeben kann.

      Mein Hintergedanke ist es nicht unbedingt Leser anzulocken. Ist zwar eine schöne Sache, aber die Erfahrung zeigt wie viele gehen. Ich mache die Bedingung noch, aber eher, weil ich eben denen, die mir bereits länger folgen etwas zurückgeben möchte. Aber ich kann deine Argumente verstehen und bin tatsächlich am überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, diese Bedingung abzuschaffen. Mir soll jemand folgen, weil er Lust und Interesse an meinen Beiträgen hat, nicht weil er meint so bessere Chancen auf einen Gewinn zu haben.

      Ich finde es gar nicht verwerflich Rezensionsexemplare anzufragen. Vor allem, da wir den Autoren damit oft was gutes tun können. Ich gehöre leider zu den Leuten, die viele Rezensionsexemplar daheim haben. Aber nicht, da ich sie anfrage, sondern angefragt werde. Wenn man den Autoren einen Zeitraum geben kann, in dem man es liest, finde ich es nicht schlimm. Aber ich kenne viele, von denen man danach nichts mehr hört und das finde ich blöd. Ich kenne leider auch einige, die nur Bloggen, um die Bücher zu bekommen. Das ist leider nicht der Sinn.

      Neben den Autoren unterstützen ist es wichtig, dass man selbst Spaß hat. Es bringt nichts, wenn man keine Lust mehr aufs Bloggen hat, und es nur noch tut, um jemanden einen Gefallen zu tun. Ich Blogge ehrlich gesagt auch nicht nur wegen den Autoren. Es bringt es halt mich sich, dass sie automatisch über uns ein wenig Werbung bekommen. Aber mir geht es da wie dir. Es macht einfach Spaß. ;)

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