Dienstag, 5. September 2017

[Rezension] Depressiva von Denny van Heynen

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Phil steckt in einer ausweglosen Situation: seine bisherigen Beziehungen sind gescheitert, seine berufliche Perspektive ist katastrophal und seine Stimmung depressiv. Obwohl er versucht, von allen Seiten Hilfe zu erlangen, kann er sich kein Gehör verschaffen. Eines Tages lernt er den sympathischen Adam kennen- doch schnell bahnen sich auch mit ihm erste Probleme an, die schließlich in einem großen Streit eskalieren. Neben der Fördereinrichtung der amerikanischen Sozialbehörde rückt ihm auch sein Ex immer mehr zu Leibe, welcher ihn per SMS terrorisiert und ihm so die Luft zum Atmen raubt. Spätestens in der größten Krise seines jungen Daseins muss Phil sich entscheiden- für oder gegen das Leben? Quelle


Er wurde hineingebeten. Langsam öffnete er die schwere Holztür. 



Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es sehr stimmig und gut gestaltet, da es wichtige Elemente zeigt. Der Schreibstil des Autors ist leicht zu verstehen und einfach gehalten sowie angepasst an den Protagonisten.

Das Buch behandelt sehr wichtige Themen: Homosexualität, Stalking, Mobbing und Depression. Ich finde es wichtig, dass darüber geredet wird und bin daher froh, dass der Autor diese Themen in ein Buch verfasst hat. Leider kam ich mit der Umsetzung nicht klar. Das ganze Buch war wirklich sehr dramatisch und das Leben des Protagonisten ein reiner Leidensweg. Ich schließe nicht aus, dass es einem Menschen so ergehen kann, aber es war mir teilweise etwas viel. 

Die Charaktere waren sehr stimmig und sehr unterschiedlich. Zum einen begegnete ich Phil, einem jungen Mann, der die angesprochenen Themen mit seinem Leben vereinen muss. Im starken Kontrast steht sein Exfreund, der ihn nicht in Ruhe lässt und Phils neuer Freund, der scheinbar unter Phils Verhalten leidet.

Die Geschichte an sich konnte mich nicht richtig überzeugen. Vieles war zu schnell abgehandelt, ich hatte nicht das Gefühl, dass ich richtig in sie hineingekommen bin. Mir hat einfach die Tiefe gefehlt. So auch das Ende. Es kam für mich zu abrupt und war zu dramatisch. Ich bin mir wirklich sehr unschlüssig, was ich über das Buch denken soll. 

Mein Fazit
Wichtige Themen, vielfältige Charaktere, leider war die Handlung zu schnell beschrieben. Allerdings vergebe ich trotzdem 3 Sterne, da die Thematik auf jeden Fall wichtig ist und nicht alles vollkommen schlecht war. 







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