Freitag, 8. September 2017

[Rezension] Dangerous Person von Andrea Reder

Titel: Dangerous Person
Autorin: Andrea Reder
Genre: Dystopie
Reihe: Nein
Seiten: 221

Klappentext:
Wie lebt man mit der Gewissheit, zum Verbrecher geboren zu sein? Dieser Frage müssen sich zehn Jugendliche stellen. Sie erwachen nach jahrzehntelangem Kälteschlaf in einer Welt, die von der Föderation der Sicheren Staaten beherrscht wird. Sie sind Dangerous Persons - so gefährlich, dass sie weggesperrt werden. Der siebzehnjährige Judd ist einer von ihnen. Ihm fehlt jede Erinnerung an sein früheres Leben. Doch schon bald keimt in ihm der Verdacht, dass er ein Mörder ist. Die Suche nach der Wahrheit wird für ihn zu einer Suche nach der eigenen Identität. Zwischen Wutausbrüchen und Verzweiflung schwankend, ist Judd nahe daran, sich selbst aufzugeben. Aber da ist noch Ratte, eine rebellische Fünfzehnjährige mit Stacheldrahttattoo um den Hals. Während Judd versucht, ihr näherzukommen, lebt der achtzehnjährige Eyck seine sadistischen Neigungen ungeniert aus. Er nutzt jede Gelegenheit, um die anderen zu drangsalieren. Als die Situation eskaliert, macht die Gruppe ihm den Prozess. Ausgerechnet Judd soll die Strafe vollstrecken. Gelingt es ihm, dabei seine dunklen Triebe unter Kontrolle zu halten? Und was wird aus der schönen Isabella? Sie ist die einzige, die sich aktiv gegen das System auflehnt. Doch ihr Kampf für die Rechte der Gefährlichen wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn sie altert wie im Zeitraffer. Gibt es einen freien Willen oder sind wir nur Sklaven unserer Gene? Und wohin steuert eine Gesellschaft, der Sicherheit über alles geht? Ein Roman über unsere Zukunft, über ethische Grundsätze und die Frage, ob das Wohl der Allgemeinheit schwerer wiegt als das des Einzelnen.


_________________________________________________________________

Wenn Sie einem Hirnscan zustimmen, können wir ihre Gefährlichkeit exakt ermitteln.  [...] Die wissenschaftlichen Tests könnten unter Umständen zu einer Herabstufung führen. 
[Andrea Reder, Dangerous Person, Ebookseite 94]
_________________________________________________________________


Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf das Buch. Mich hat die Frage beschäftigt, ob wir wirklich bereits mit Genen geboren werden, die uns eine erhöhte Aggressivität mitgeben, oder ob uns nicht die Gesellschaft verdirbt? Außerdem habe ich mir die Frage gestellt, was genau diese Dangerous Person überhaupt sind.

Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in das Buch hinein zu kommen. Ich wurde mitten in das Geschehen geworfen, ohne, dass ich den Protagonisten und seine Umgebung kennenlernen durfte. Vielmehr traf mich die Erkenntnis, dass ich Mitten in Judds Grauen gelandet bin. Ebenso bereitete mir der Schreibstil der Autorin Schwierigkeiten. Die Sätze sind sehr kurz, wirken abgehackt und haben meinen Lesefluss behindert. Ich hatte zum Teil wirklich große Schwierigkeiten das Buch flüssig zu lesen. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass gerade der Anfang mir trotz des Schreibstils wirklich gut gefallen hat, denn er war sehr spannend. 

Die Charaktere waren interessant, aber gerade anfangs durch ihre Gedächtnislücken sehr unnahbar. Wer also sind sie? Eine Frage, die sich jeder von ihnen stellen muss. Es gibt eine Vielzahl an Charaktere, die alle das gleiche Schicksal vereint: Dangerous Person. Es gab die netten, die Diva, den Aufreißer und Brutalo. Also für jeden etwas dabei und doch habe ich Judd auf seinem Weg begleitet, was ich wiederum nicht schlimm fand, denn die Autorin gibt viele Einblicke in das Leben der anderen.

Ich finde die Idee der Geschichte sehr gut. Was würde passieren, wenn bestimmte Personengruppen weggesperrt und isoliert werden würden? Würde das funktionieren oder ist eine Eskalation vorprogrammiert? Das Thema ist wirklich interessant. Ich fand es ein wenig Schade, dass es einige Stellen gab, die sich etwas gezogen haben. Nachdem der Einstieg wirklich spannend war, hatte ich doch mehr erwartet. Zwar konnte ich die ganze Zeit rätseln, warum die Charaktere nun da sind und wie es für sie ausgeht, mir haben aber oft die Ereignisse gefehlt, die dem Buch die Spannung geben. Versteht mich nicht falsch. Es ließ sich gut lesen, aber mir fehlte das gewisse Extra. 


Fazit
Das Buch vereint wirklich wichtige Themen, über die man sich Gedanken machen sollte. Meine schlechtere Kritik liegt nicht an der Geschichte selbst, sondern viel mehr am Schreibstil und der zum Teil langen und für mich spannungslosen Stellen. Sollte euch das Thema aber interessieren, solltet ihr es unbedingt lesen.





Kommentare:

  1. Das klingt total cool von der Story her. Solche Art von Buch habe ich noch nie gelesen. Oh ich finde die Rezension so toll, dass ich schon wieder meinen SUB verfluche :-). ich liebe deinen Blog und schaue sehr gerne bei dir vorbei. Lg Nadine von Nannis Welt

    AntwortenLöschen