Dienstag, 22. August 2017

[Rezension] Identifiziert von Dagmar Sieberichs

Was wäre, wenn Du immer und überall zweifelsfrei erkannt würdest? Es kein Entkommen gäbe? Egal, wo Du bist, beobachtet wirst und Dein Leben in Gefahr ist?
Lona Orlanderkamp führt in Deutschland das Leben einer Karrierefrau, als ihr plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Durch ihren Stellenwechsel in die USA gerät sie in einen Überwachungsskandal, der ihr Leben bedroht.Das amerikanische Unternehmen entwickelt heimlich Software, die weltweit eingesetzt und zur Bespitzelung verwendet wird. Mit Daten unbescholtener Bürger lässt sich gutes Geld verdienen. Abnehmer gibt es genügend: Unternehmen, Nachrichtendienste, Regierungen.
Die Geschichte führt von Europa über die USA bis nach Bhutan und schildert eine der größten Herausforderungen unserer Zeit - was passiert, wenn Daten in falsche Hände geraten? Ein packender Thriller, der im Kopf bleibt. Quelle


Lonas innere Stimme signalisierte Gefahr. Fünf Uhr morgens.


Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Es ist etwas dunklerer Gestaltet und die Überwachungskameras signalisieren direkt, um was es in dem Buch geht: Die volle Überwachung. Ein wirklich aktuelles Thema, welches uns in der heutigen Zeit betrifft bzw. betreffen kann. 

Die Autorin schreibt sehr flüssig und gut zu verstehen. An sich hat ihr Schreibstil mir gut gefallen, allerdings hat es mich etwas gestört, dass sie teilweise sehr ausschweifend schreibt, wodurch einiges an Spannung verloren gegangen ist. Eigentlich gibt es zwei Handlungsstränge: Zum einen der sogenannte Überwachungsskandal, zum anderen die Liebesbeziehung bzw. Lonas Leidenschaft zum Tanzen (Ballett). Mir persönlich hat das zweite zu viel Raum eingenommen und somit einiges der Spannung weggenommen. Es stellte für mich teilweise einen zu großen Bruch da und entfernte sich vom eigentlichen Thema. Es gab immer wieder spannende Stellen, aber die Kapitel, die sich zogen überwogen leider für mich. 

Die Charaktere waren mir leider sehr unnahbar. Ich konnte nicht viel mit ihnen anfangen, zum Teil waren sie mir wirklich sehr unsympathisch und damit leider auch die Protagonistin Lona. Vor allem am Anfang konnte ich nicht viel mit ihr anfangen, hatte das Gefühl, dass wir keine Freunde werden würden. Auch die Nebencharaktere konnten mein Herz nicht erobern. Sie waren zu distanziert, teils zu wenig ausgereift, als dass sie auf mich authentisch wirken konnten. Ein weiterer Kritikpunkt hinsichtlich der Charaktere stellt die starke Verknüpfung dar. Komischerweise kennt jeder jeden, obwohl Lona z. B. von Deutschland aus in die USA reist, um dort zu arbeiten. Und irgendwie kennt dann der auch den und der den und am Ende wirkte das ganze auf mich zu unglaubwürdig. Es gab einfach zu viele Zufälle. 

Die Idee des Buches hat mir wirklich gut gefallen, da es ein hochaktuelles Thema darstellt. Die Überwachung der Menschen müssen wir heute selbst über uns ergehen lassen und vermutlich wird es in Zukunft weiter zu nehmen. Allerdings hat mir die Umsetzung nicht gefallen. 


Mein Fazit
Sicherlich ein hochaktuelles Thema und spannend, allerdings scheitert es an der Umsetzung. Leider kein Buch, welches ich empfehlen könnte.





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