Samstag, 15. Juli 2017

[Rezension] Wo ist Jay? von Astrid Korten

„Der Nachtfalter symbolisiert die verborgene Seite des Menschen. In der Nähe von Licht wird er selbstzerstörerisch und die dunkle Seite einer Persönlichkeit kommt zum Spielen heraus.“ Eine junge Frau wird im Aachener Stadtgarten brutal zusammengeschlagen. Wenig später stirbt sie an ihren Verletzungen. Nicht weit davon entfernt wohnt die Tierärztin, Mia Becker, mit ihrem Mann Leon und den Kindern Esther und Benny. Nach einem Girlfriend-Wochenende verschwindet Mias beste Freundin, die charmante, gut aussehende Jay de Winter, spurlos. Mia ist davon überzeugt, dass Jay ihre Familie nicht freiwillig verlassen hat, zumal die Tote aus dem Stadtgarten Jay verblüffend ähnlich sieht. Wo ist Jay? Außer Mia, fragt sich das niemand. Die Freunde benehmen sich seltsam und scheinen etwas zu verbergen. Auf der Suche nach Jay beginnt für Mia ein Alptraum. Sie wird in ein Netz aus Lügen, Intrigen, Hass und Verrat verstrickt. Ein unbändiger Zorn bekommt Flügel Nichts ist, wie es scheint ... „Wo ist Jay?“ ist ein spannender Psychothriller, der die Hintergründe eines alten Mordfall aufgreift. Liebe, Lust, Neid und Hass führen zu einem fulminanten Ende, das Sie so schnell nicht vergessen werden. Wer Freunde hat, sollte diesen atemberaubenden Psychothriller unbedingt lesen ... Quelle


Silly hatte ihn dort stehen sehen. Sie hatte direkt in sein Gesicht gesehen, und doch konnte sie sich später nicht mehr daran erinnern, wie er ausgesehen hatte. 


Ich bin durch eine Leserunde auf das Buch aufmerksam geworden. Bislang kannte ich kein Buch von der Autorin und war daher sehr gespannt. Das Cover hat mich direkt angesprochen. Die starken Farben und die interessanten Elemente auf dem Cover haben mich sehr neugierig gemacht. Ebenso der Klappentext.

Die Autorin hat einen sehr interessanten Schreibstil. Sie baut langsam Spannung auf, um irgendwann den großen Showdown platzen zu lassen. Was mich ein kleines bisschen gestört hat, waren die Rechtschreibfehler, die teilweise leider nicht zu übersehen waren.

Im Laufe des Buches bin ich einigen Menschen begegnet, die in Jays Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. Ich habe einige Zeit gebraucht, um sie alle auseinanderhalten und ihnen den Stellenwert in Jays Leben zuordnen zu können. Mia, die Protagonistin, mochte ich aber ziemlich gerne.

Gut gefallen hat mir, dass die Autorin keine perfekten Charaktere geschaffen hat, die man doch oftmals in Büchern entdeckt. Vielmehr tragen alle Charaktere Lasten bei sich, entweder aus der Vergangenheit oder auch aus der Gegenwart. Manchmal war ich sehr erschüttert darüber, welche Qualen den Menschen doch ereilen können. Aber das entspricht nun mal der Realität.

Die Spannung war für mich mittelmäßig. Mir hat der große Wow-Effekt gefehlt. Es wird viel erzählt, viele Intrigen gesponnen, viel gerätselt, um letztendlich alles aufdecken zu können. Oftmals waren mir die Erzählungen und Dialoge zu lang und ich hätte mir mehr Knappheit gewünscht und demenentsprechend auch mehr Spannung.

An sich hat mir das Buch trotz kleiner Makel gut gefallen und ich werde wohl in Zukunft noch weitere Bücher der Autorin lesen.


Meine Bewertung


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