Donnerstag, 13. Juli 2017

[Rezension] Kindsräuber von Nora Bendzko

Prag, 1620: Krieg, Hunger und ein Geist mit dem Namen »Rumpelstilzchen« suchen die Stadt heim.
Wo immer er erscheint, verschwindet ein Kind
Alene, die die Gabe besitzt, die Geister der Toten zu sehen, ist ihm bereits vor einem Jahr begegnet. Nun ist sie selbst schwanger.
Gequält von der Angst, ihr Kind verlieren zu können, schlägt sie sich im zerrütteten Prag durch.
Aber sie scheint nur ein Spielball höherer Mächte zu sein: Wieso tritt ihr lang verlorener Kindheitsfreund Patrik Emil wieder in ihr Leben? Warum will er sie zum König von Prag bringen?
Alene muss nach Antworten suchen … doch ihr bleiben nur drei Tage. Denn Rumpelstilzchen hat ihren Tod prophezeit.
Eine dunkelfantastische Thriller-Adaption zur Zeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das bekannte Märchen der Brüder Grimm: »Rumpelstilzchen«. Quelle


Alene sah den schwarzen Jungen als Allererste, noch bevor jeder in ständiger Angst vor ihm lebte. Angst hatte sie schon, wie sie ihn das erste Mal erblickte.



Das Cover wirkt sehr düster und passt dadurch zum Inhalt des Buches. Mir persönlich gefällt es sehr gut und macht neugierig auf den Inhalt.

Auch wenn es sich hierbei um den zweiten Teil der Galgenmärchen Reihe handelt, kann das Buch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden. Denn so habe ich es getan. Die Autorin hat einen sehr guten Schreibstil, der mich mit in die düstere Welt von Alene entführt hatte. Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen und hatte oftmals das Gefühl, direkt am Geschehen teilzunehmen.

Alene mochte ich sehr gerne. Anfangs wirkte sie sehr naiv auf mich, jedoch bezieh ich das vor allem darauf, dass sie für ihren Vater alles geben würde, um ihn zu retten. Alene ist ein wirklich starker Charakter, der mich voll und ganz überzeugen konnte. Sie war mir auf anhieb sympathisch und ich habe sie gerne begleitet. 


Die Autorin hat es geschafft, mich voll und ganz an das Buch zu binden. Es gab keine Stellen, die sich gezogen oder mich gelangweilt haben. Alene muss einiges durchstehen und ich hatte ehrlich gesagt bis zum Ende keine Vorstellung davon, wie das Buch ausgehen wird. Das erhöhte erheblich die Spannung und ließ es mich keine Sekunde aus der Hand legen. Besonders toll fand ich die düstere Atmosphäre und den Bezug zu dem Märchen Rumpelstilzchen, wo doch Rumpelstilzchen selbst seinen Auftritt im Buch hatte. Manchmal war es sehr beklemmend und gruselig. 


Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen


Meine Bewertung

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