Dienstag, 20. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Irmela Nau - Ich stelle mich vor

Heute möchte sich Irmela Nau vorstellen. Ihr Buch Die Dracheninsel habe ich vor einiger Zeit gelesen und es hat mir richtig gut gefallen. Ihr solltet euch das Buch auf jeden Fall einmal anschauen. :)



Irmela Nau
Ich stelle mich vor:
Im richtigen Leben heiße ich Ela Bluhm, aber mein Autorenname ist Irmela Nau. Das liegt daran, dass mein erstes Buch genau an dem Tag veröffentlicht wurde, an dem ich geheiratet habe und die Hochzeit ziemlich kurzfristig geplant wurde, da war das Buch quasi schon im Druck.

Angefangen zu schreiben habe ich schon in meiner Jugend. Erst Gedichte, dann habe ich mich an Liebesromanen versucht. Blöderweise hatten sich meine Figuren nach der ersten gemeinsamen Nacht nicht mehr viel zu sagen – und das will doch keiner lesen, ist ja fast wie im richtigen Leben ;-)

Ich habe dann lange Zeit die Finger vom Schreiben gelassen, aber dann wieder angefangen. Jetzt bleibe ich bei Fantasy. Ich schreibe Kurzgeschichten und Romane.

Am leichtesten fällt es mir, wenn ich eine Überschrift habe. Dann läuft der Rest fast von selbst ab. Fast wie ein Film in meinem Kopf, dem ich zugucken und abschreiben kann. Deshalb gibt es auch manchmal für mich überraschende Wendungen.


Im Moment mache ich sehr viele Testlesungen, schreibe aber auch noch an einer Fortsetzung für meinen ersten Roman „Die Dracheninsel“. Und dann darf ich natürlich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich zwei Hunde und vier Pferde habe, die mich regelmäßig vom Schreiben abhalten. 

Ich habe auch noch irgendwo eine Leseprobe für Euch, wo war sie denn noch gleich?

Ah – da ist sie ja:
Der nächste Morgen brach mit strahlendem Sonnenschein herein. Byrag erwachte durch Malvines Stimmchen, die ihm ins Ohr schrie. Ruckartig setzte er sich auf, und weil Malvine ihm sogleich bedeutete, dass er ihr schweigend folgen solle, erhob er sich und stampfte so leise, wie es ihm möglich war, hinter ihr her, bis zu Elrics Lagerstatt. Was er dort zu sehen bekam, nahm ihm die Kümmernisse des vergangenen Tages von der Seele. Elric lag völlig verkrampft auf dem Rücken und  war darum bemüht sich nicht zu bewegen. Emily lag auf seiner Brust, hatte die Hinterbeinchen ausgestreckt, und ein Vorderbeinchen lag mit gespreizten Fingern auf seinem Kinn. Sie schlief tief und fest. Fast flehentlich blickte Elric drein. „Ich kann mich nicht rühren, ohne dass sie aufwacht“, flüsterte er. 
„Wir müssen aber los. Also müsst Ihr sie sowieso wecken.“
„Aber das könnte ihr peinlich sein.“
Erstaunt zog Malvine die Augenbrauen hoch. Dann schwirrte sie neben Elrics rechtes Ohr und wisperte: „ Dann macht die Augen zu und tut so, als ob Ihr schlaft. Ich wecke sie und alles ist in Ordnung.“ Dann flatterte sie zu Byrag und gab ihm die Instruktion, draußen zu warten.
Brummelnd zog der Drache von dannen. Die Elfe flog dicht zu Emily und stupste sie leicht an.
„Quack?“
„Kommt Emily, Ihr müsst aufwachen. Wir wollen los, um die Höhle zu erforschen, aber wenn Elric aufwacht und sieht, wie Ihr hier liegt, dann bildet er sich nur wieder was ein.“
„Quack. Ach du gute Güte.“ Als Emily bewusst wurde, wo sie die Nacht verbracht hatte, sprang sie erschrocken zu Boden und hopste in Richtung Höhleneingang. „Malvine, bitte versprich mir, dass du ihm das nicht erzählst. Er darf nichts davon erfahren, hörst du.“ 
„Regt euch nicht auf, Emily. Es ist doch nichts passiert. Seht Ihr, er schläft noch, und ich werde es ihm bestimmt nicht sagen.“
„Danke, Malvine. Das vergesse ich dir nie.“ Erleichtert hüpfte Emily nach draußen und begrüßte Byrag, der urplötzlich neben ihr auftauchte. Nach einem lustigen Zwinkern in ihre Richtung brüllte er in die Höhle hinein: „Elric! Los, steht auf, es wird Zeit.“ Dann kicherte er still vergnügt in sich hinein und trottete zur Quelle.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen