Sonntag, 28. Mai 2017

[Rezension] Die Schicksalsknüpferin - Das blaue Amulett von Marlene von Hagen

Eine erfahrene Kriegerin. Ein unbedarfter Schreinerbursche. Ein Mädchen, das Stimmen hört. Die Schicksalsknüpferin zieht die Fäden enger zusammen und verknotet sie zu einem neuen Gebilde, denn die Blinde Sehende darf niemals an das Blaue Amulett gelangen. Ein Krieg steht bevor, sie kann es deutlich spüren. Alleine schafft die Schicksalsknüpferin es nicht, die Blinde Sehende aufzuhalten. Sie braucht die Hilfe von einfachen Geschöpfen, um dem entgegenzuwirken, was ihnen allen bevorsteht. Niemand sieht, welche Gefahr der Welt droht. Nur sie alleine vermag es. Denn sie ist die letzte Schicksalsknüpferin. Alle Last liegt auf ihr und den drei Fäden, die sie zu einem dichten Spinnennetz formt. Quelle


Die Liebe ist ein Trugschluss. Hätte ich bloß auf Schwester Ildrewn gehört. 


Auf das Buch wurde ich durch eine Lovelybooks-Leserunde aufmerksam. Mir ist das Buch als erstes durch seinen Titel und das Cover ins Auge gestochen. Das Cover gefällt mir wirklich gut und setzt einen starken Kontrast zu anderen Büchern, die in meinem Regal stehen. 

Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil, der mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Sie schreibt sehr bildhaft und fesselnd, sodass sie mir schöne Stunden beim Lesen bescherte. Im Buch sind mir einige Charaktere begegnet. Vorne voran Tavion, Finnar und Brunja, die ich abwechselnd begleiten durfte. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und interessant. Besonders toll hat mir gefallen, dass sie sehr unterschiedlich sind und verschiedenen Völkern angehören, sodass die Geschichte sehr lebhaft und vielfältig durch sie gestaltet wurden.

Ich muss gestehen, dass ich zwar direkt seit dem Anfang gefesselt war, ich mich jedoch extrem geekelt habe. Ein Monster, das Sperma spritzt? Das war etwas zu viel für meine Nerven und so was hatte ich noch nie gelesen. Aber hier konnte ich direkt die Kreativität der Autorin erkennen. Denn viele weitere gut ausgearbeiteten Wesen bin ich im Buch begegnet.

Spannungsmäßig hatte das Buch einiges zu bieten. Ich wurde auf eine regelrechte Berg- und Talfahrt mitgenommen. Die Charaktere und auch ich, hatten kaum Zeit durchzuatmen. Denn sie stolperten von einem ins andere Abenteuer. Anfangs noch alleine, später dann zu dritt. Mir hat gut gefallen, wie alles zueinander gefunden hat, das zueinander gehört. Toll waren ebenfalls die vielen Wendungen, die die Geschichte unvorhersehbar gemacht hatten. Ich wusste lange nicht, wie das Buch ausgehen könnte. Somit wurde der Spannungspegel weit oben gehalten.

Das Ende war ebenfalls spannend, aber etwas traurig. Vielleicht gibt es noch einen zweiten Teil?

Meine Bewertung




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