Donnerstag, 13. April 2017

[Rezension] Väter und Söhne von Thea Perleth

Die Insel Amber droht in einem blutigen Konflikt mit ihren Nachbarländern zu versinken; die Situation scheint hoffnungslos, da sich alle alten Verbündeten des Landes von ihnen abgewandt haben. Mitten hinein in diesen Konflikt gerät der junge Nordländer Ilari Thorbjörnson, der als Botschafter seines Königs zu König Bornwulf von Dinora in dessen goldene Stadt Tamweld geschickt wird. Am Hof des Königs hat Ilari, herausgerissen aus seiner Welt, vor allem mit den Vorurteilen und der Ablehnung der Bevölkerung zu kämpfen, findet aber auch treue Freunde und Verbündete. Als sich die Situation weiter zuspitzt muss Ilari mit seinem bestem Freund Oskar Ashby, einem nordländischen Bastard, und Leana Paeford, der Tochter König Bornwulfs, in das verwunschene Land Konbrogi fliehen, dessen Grenzen von den geheimnisvollen magischen Fürsten der Nebelländer bewacht werden und ersucht diese um Hilfe. Das Schicksal Ambers, und damit das der Nebelländer und aller anderen friedlichen Völker, hängt nun von Ilari ab und von der Bereitschaft der Fürsten, an der Seite ihrer alten Verbündeten um den Frieden auf der Welt zu kämpfen. Quelle

Der Leichnam lag aufgebahrt in der Halle der Ahnen. Berrex schlich leise durch das Dunkel der Nacht zum offenen Sarkophag.


Ehrlich gesagt, habe ich diese Rezension lange vor mir hergeschoben, da ich mir wirklich sehr unsicher darüber war, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll. Ich habe wirklich viel Gutes über das Buch gehört, nur leider kann ich die Meinungen nicht teilen.

Ich habe große Schwierigkeiten dabei gehabt, in das Buch hineinzukommen. Die Autorin hat einen wirklich ausschweifenden Schreibstil, der sehr bildlich war. Und trotzdem kam ich einfach nicht hinein. Leider ist mir negativ aufgefallen, dass die Formatierung des Buches wirklich sehr mangelhaft ist. Ich habe von der Autorin das Ebook erhalten und es gab keine Absätze bei Szenenwechseln. Allerdings gibt es laut der Autorin eine neuere Version, in der der Fehler behoben worden sei. Dadurch war ich an vielen Stellen sehr verwirrt und konnte der Geschichte nicht immer folgen oder musste den Absatz zwei Mal lesen. Zudem ist die Schriftgröße nicht einheitlich. Mitten im Satz wird die Schrift mal groß, dann mal klein.

Die Charaktere waren für mich sehr blass, was darauf zurückzuführen ist, dass es einfach zu viele waren. Ich habe lange gebraucht, bis ich wusste wer wer ist und was eigentlich deren Stellung ist. Zwar gibt es ein Personenverzeichnis am Ende, aber ehrlich gesagt habe ich bei einem Ebook nicht sonderlich viel Lust, ständig dieses aufzurufen. Ilari hat mir als Protagonist aber gut gefallen, denn er war sehr sympathisch.

Die Idee des Buches hat mir gut gefallen, aber die Umsetzung leider gar nicht. Die Handlungen haben sich sehr gezogen, was sicherlich darauf zurückzuführen ist, dass die Autorin einen ausschweifenden Schreibstil besitzt und teilweise lange Zeitspannen überbrückt werden. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass es endlich spannend wird, doch dann wurde die Geschichte wieder abgeflacht. Mitten im Geschehen wurde die Szene von Ilari auf seinen Onkel umgeschwenkt. An sich hat mir seine Geschichte gut gefallen, stellte aber auch einen großen Cut dar.

Sehr schade fand ich, dass manchmal kleine Logikfehler aufgetaucht sind. Zum Beispiel redet jemand, der bislang gar nicht in der Szene in Erscheinung getreten ist. Auch das Ende konnte mich einfach nicht richtig überzeugen. Der Cliffhanger war fies, macht mich aber nicht wirklich neugierig den zweiten Teil zu lesen. Das werde ich leider auch nicht, denn die Geschichte ist leider nichts für mich.


Meine Bewertung





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