Mittwoch, 5. April 2017

[Rezension] Eleanor von Jason Gurley

Das Leben der jungen Eleanor gerät völlig aus den Fugen, als ihre Zwillingsschwester Esme bei einem Autounfall stirbt: Der Vater verlässt die Familie, die Mutter ergibt sich dem Alkohol. Eines Tages tritt Eleanor in der Schule durch die Tür der Cafeteria und befindet sich plötzlich zu einer völlig anderen Zeit an einem völlig anderen Ort. Im Laufe der Jahre fällt Eleanor immer öfter aus der Zeit und kommt schließlich einem magischen Geheimnis auf die Spur – einem Geheimnis, das mit dem Tod ihrer Schwester zu tun hat …

Sie sitzt in der Frühstücksnische und sieht dem Regen zu, der so bestimmt fällt, als habe er ein Bewusstsein, als wolle er die Erde auslöschen, Schicht für Schicht. Der Vorgarten ist durch den Wasserschleier kaum zu erkennen, doch die oberste Grasschicht hat sich bereits in Schlamm verwandelt, so viel kann Eleanor sehen.


Mir haben das Cover und der Klappentext sehr zugesagt, sodass ich das Buch unbedingt haben wollte. Ich muss ehrlich gestehen, dass das eins der Bücher ist, bei der ich mir bei der Bewertung sehr sehr schwer getan habe. Der Autor hat einen wirklich sehr ausschweifenden Schreibstil. Er erzählt viel Drumherum und lässt den Leser an der verrückten Welt von Eleanor teilhaben. Mich hat allerdings verwirrt, dass es oftmals Zeitsprünge gab und, dass Eleanor genauso heißt wie ihre Großmutter. Da musste ich am Anfang erst einmal durchsteigen.

Trotzdem haben mir die Charaktere gut gefallen. Sie waren sehr vielfältig und interessant. Allerdings hätte ich mir ein klein bisschen mehr Transparenz bei dem ein oder anderen Charakter gewünscht, denn ich wusste nicht was ich von ihm halten soll, geschweige denn, ob er ein Mensch oder etwas Anderes ist.

Die Grundidee des Buches hat mir richtig gut gefallen. Leider scheitert es für mich an der Umsetzung. Die teilweise sehr langen Passagen und die immer wieder auftretenden Verwirrungen, haben mich doch sehr unglücklich gemacht. Es war eine reine Berg- und Talfahrt. Immer wenn ich dachte, dass der Autor mich endlich hat, ging es rasant wieder abwärts. Letztendlich bin ich mir immer noch nicht sicher, um was es in dem Buch genau geht und wer teilweise die Charaktere sind. Das finde ich wirklich Schade, denn mit der Idee hätte das Buch sicherlich sehr gut werden können.

Meine Bewertung



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