Freitag, 7. April 2017

Anni Bürkl über Häusermord

Entstehungsgeschichten sind eine der Beiträge, die ich sehr gerne lese. Dort erfährt man, wie Bücher entstanden sind und so einiges über den Autor. Heute möchte euch Anni Bürkl ihr Buch Häusermord vorstellen. Viel Spaß beim Lesen. :)



„Häusermord“: Ein Mordfall ohne Leiche
Die Bohrmaschinen in meinem Wohnhaus erschallen gerade, während ich dies schreibe. Wir leben hier auf einer Art Dauer-Baustelle. Es ist ein etwa 150 Jahre altes Mietshaus in relativ zentraler Lage. Drei Stockwerke, die meisten Nachbarn kennen sich mehr oder weniger gut. Nun wird der frühere Dachboden zu noblen Wohnungen ausgebaut, ein Lift eingebaut, wir bekommen zusätzlich Balkone – wenigstens ein Vorteil – und vielleicht erleben wir das Ergebnis sogar noch. :-)
Die Vorgänge mit den Immobilienspekulanten, die billig vernachlässigte Häuser kaufen, und renoviert oder luxussaniert teuer wieder verkaufen, war mir schon länger bekannt und als sozial denkendem Menschen ein Dorn im Auge. Ja, auch alle meine Bücher handeln von Gerechtigkeit, und wie man sie erreicht … ein großes, wichtiges Anliegen für mich, das ich auch in meinen Krimis vertrete.
Dazu kommen bei Baustellen die diversen Probleme: Bauarbeiter, die schwarz arbeiten, bei Kontrollen verschwinden und womöglich dabei aus Angst abstürzen. Oder die Umstände, wie die Kombination aus abgedecktem Dach und starkem Wiener Dauerregen, der einen See im Erdgeschoß entstehen ließ – und eine Weile darauf zu Stromausfällen führte, weil der Sicherungskasten dauerhaft zu viel Feuchtigkeit abbekommen hatte.
Nun gut, auf unserer Hausbaustelle ist immerhin nie ein abgetrennter Arm oder eine andere Gliedmaße aufgetaucht, wie es in meinem Wien-Krimi „Häusermord“ geschieht!
Doch auch in „Häusermord“ wird ein ganzes Viertel, das rund um den Karmelitermarkt, auf Teufel komm raus saniert, optimiert, die alten Mieter aufgrund der steigende Preise vertrieben.




Eine weitere Inspiration: Die völlig aus dem Ruder gelaufene,
überdimensionierte Räumung der sogenannten Pizzeria Anarchia: dort hatte der neue Hausbesitzer selbst Punks zum gratis Wohnen eingelen, in der sehr durchschaubaren Hoffnung, so die Altmieter von früher zu vergraulen. Als er sie wieder loswerden wollte, ging das halt nicht so einfach … und dann gingen 1700 Polizisten gegen ein Dutzend Punks vor. Irgendwie eine sehr Wienerische Angelegenheit. Und die Sympathie war eher weniger auf Seiten des Hausspekulanten.

Aus all dem habe ich einen Kriminalfall gezaubert, der so natürlich noch nie passiert ist … zum Glück!






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Darum geht es in „Häusermord“:

Revierinspektor Nowak bekommt statt seines Frühstücks einen menschlichen Arm auf den Kaffeehaustisch. In der flirrenden Sommerhitze nimmt er die Ermittlungen in einem Mord ohne Leiche auf.
Die Spur führt in ein altes Miethaus, das kürzlich den Besitzer gewechselt hat. Waschmuth will vor allem eines: Viel Geld mit den Wohnungen machen. Er scheut vor nichts zurück, um die Altmieter los zu werden. Einen Teil des Hauses haben Punks besetzt, unter ihnen findet Nowak überraschend seine Jugendliebe Antonia wieder.
Noch ahnt Nowak nicht, dass er Antonia mit seinen Ermittlungen in tödliche Gefahr bringt. Kann er das Rätsel lösen, bevor ein weiterer Mord geschieht?
Ein authentischer Kriminalroman vor der Kulisse des sich verändernden Wiens im 21. Jahrhundert.
Von der Autorin der erfolgreichen Salzkammergut-Krimis rund um Teelady Berenike Roither (Gmeiner Verlag).
Anni Bürkl entführt uns mit HÄUSERMORD in ein modernes Wien Noir, in reich bebilderter Sprache und mit hintergründigem Humor, fesselnd bis zur letzten Seite. Nowak ist für mich der Ermittler des Jahres. (Nicole Neubauer, Autorin von "Kellerkind" und "Moorfeuer")


Anni Bürkl
HÄUSERMORD
Ein Fall für Wolf Nowak
ISBN: 978-3743165151


Als Buch oder Ebook (für Kindle oder Tolino) überall, wo es Bücher gibt, im Internet oder im lokalen Buchhandel – einfach mit ISBN, Titel oder meinem Namen bestellen!
Noch mehr über „Häusermord“ auf meiner Webseite:
http://www.annibuerkl.at/index.php/haeusermord.html


Und wenn Euch „Häusermord“ gefallen hat:
Schreibt es mir, ich freue mich!

Sagt es weiter, darüber freue ich mich und neue Leser ebenfalls!
Schreibt Rezensionen und erwähnt das Buch überall, wo Ihr wollt.


Alle meine anderen Bücher findet Ihr hier:
http://www.annibuerkl.at/index.php/buecher.html


Ich twittere auch übers Schreiben und gebe Tipps aus meinem Lektorat:https://twitter.com/ABuerkl

Und hier ist mein Schreibsalon „Texte & Tee“, mit Lektorat, Schreibcoaching und Workshops findet Ihr hier: http://www.einbuchschreiben.at/

Kommentare:

  1. Hallo Anna,

    spannend, wenn ein Autor mal verrät, aus welchen Ereignissen er seine Inspiration genommen hat! Vielen Dank!

    Grüße
    Daniela [Buchvogel]

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    1. Heute gab es wieder einen Fall, der aus dem Buch stammen könnte ... :-)

      https://twitter.com/puls4news/status/854748933511303168

      und

      https://t.co/NNvnjrdrAE

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  2. Huhu!

    Sehr interessant, mehr über die Hintergründe zu erfahren! Auch das Buch klingt sehr spannend und originell.

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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