Mittwoch, 8. März 2017

[Rezension] Der verletzte Himmel von Isa Day

In einem von finsteren Mächten zerrissenen Land muss Joshi den wahren Feind finden, denn nur so kann er sein Volk und seine Heimat vor der Vernichtung bewahren.
Das Volk der Arrya lebte noch nicht lange in den ebenso wilden wie prachtvollen Wäldern Erriadas, als eines Nachts die anderen Bewohner des Landes – die Geister – alle erwachsenen Menschen verschleppten. Zurück liessen sie deren Kinder, auf sich selbst gestellt und dem Tod geweiht.
Seit damals sind sieben Jahre vergangen. Die jungen Arrya haben aufgrund ihrer engen Verbundenheit und der aussergewöhnlichen Fähigkeiten zweier Brüder überlebt: Marcin, mit achtzehn Jahren das älteste der Kinder, trotzt als Anführer selbst der harschesten Kaltzeit das Überleben des jungen Volkes ab. Sein siebzehnjähriger Bruder Joshi – magisch begabt, aber todkrank – bewahrt das verbliebene Wissen und erzieht die Kleinsten.
Unvermittelt flammt der Konflikt, der ihnen die Eltern nahm, wieder auf und finstere Einflüsse stürzen ihre Heimat ins Chaos. Sinjhar, der legitime Königssohn der Arrya, hat die Macht an sich gerissen und ruft zum Krieg gegen die Geister auf. Nur Joshi stellt sich ihm entgegen. Durch seine Magie ist er auf einzigartige Weise mit dem Land verbunden. Getrieben vom Gefühl, dass an den Überlieferungen etwas nicht stimmen kann, sucht er nach den wahren Hintergründen des tödlichen Konflikts und der Quelle des Bösen.
Dafür muss Joshi seinen eigenen Weg gehen – gegen alle Loyalität und Traditionen. Doch wie sehr darf er seiner Intuition vertrauen? Schliesslich fliesst in seinen Adern nicht nur das Blut der Menschen, sondern auch das ihrer Feinde.


Im Alter von siebzig Jahren aus einem langen, erfüllten Leben zu scheiden schien fair. Mit siebzehn zu sterben war einfach nur grausam.


Erst einmal möchte ich die ausdrucksstarken Farben hervorheben. Sie strahlen einem wirklich entgegen und geben dem Buch ein sehr schönes aussehen. Zudem sieht es wirklich gut im Bücherregal aus.

Die Autorin hat einen schönen Schreibstil. Sie schreibt sehr flüssig, leicht zu verstehen und bildlich. So konnte ich mich in der Welt Arrya schnell verlieren und hatte das Gefühl, inmitten unter ihnen zu sein. Die Autorin hat viele verschiedene Charaktere geschaffen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Wie bereits der Klappentext verrät, handelt es sich dabei allesamt um Kinder bzw. Jugendliche. Denn Erwachsene gibt es keine in dem Buch bzw. spielen nur eine nebensächliche Rolle. Ich bin auf Heiler, Magier, Möchtegern Anführer und viele weitere Kinder gestoßen, die das Buch wahrlich vielfältig gestaltet haben. Natürlich waren mir einige mehr und einige weniger sympathisch, was in der Geschichte wirklich gut war.

Für mich war die Idee wieder etwas Neues, was ich bislang so nicht gelesen habe. Die Spannung konnte ebenfalls überwiegend aufrecht gehalten werden. Es gab jedoch ein paar Stellen, an dem sich die Handlung für mich etwas gezogen hat. Trotzdem hat das der Geschichte keinen Abbruch getan und ich habe sie wirklich gern gelesen. Die vielseitigen Aspekte, das tolle Setting und spannenden Charaktere haben mich sehr gerne in die Welt der Arrya eintauchen lassen.

Mein Fazit
Eine gänzlich neue Geschichte, die mit neuen Elementen überzeugen kann. Ein kleinen Abzug gibt es für mich, wegen der manchmal doch langen Handlung. Ansonsten kann ich euch das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Meine Bewertung


Weitere lesenswerte Rezensionen:




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen