Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau


Sie ist bereit zu kämpfen – aber allein hat sie keine Chance ...
Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen? Quelle

Ein Klopfen an der Tür lässt mich aufspringen. Ich bin so erschöpft, verängstigt und traurig, dass meine Hände zittern, als ich die Verriegelung löse und die Tür zu meinen Räumen im Wohnheim öffne.



Mit Nichts ist wie es scheint endet die Trilogie um Cia. Im letzten Teil hat sich der Schreibstil der Autorin hingegen den vorigen Teilen nicht verändert. Die Geschichte hat sich wieder gut lesen lassen und kommt ohne Holperstellen aus. Zu dem schreibt die Autorin sehr bildlich, wodurch ich mir die Handlungen und das Setting gut vorstellen konnte. Weiterhin liegt der Fokus auf Cia, die ich über das ganze Buch begleiten durfte.

Ein wenig haben mir die Beziehungen der Charaktere untereinander gefehlt. Nun misstrauen sich ziemlich viele, aber die Beziehung kommt leider etwas zu kurz. Wen können sie also vertrauen? Vielmehr liegt der Fokus auf dem strategischen Vorgehen von Cia. An manchen Stellen habe ich diesmal die Spannung etwas vermisst. Obwohl das Buch den Abschluss darstellt, war es an vielen Stellen sehr ruhig. Jedoch muss ich auch dazu sagen, dass die Autorin viele Wendungen in das Buch eingebaut hat. Handlungen der Charaktere konnte ich oftmals nicht vorhersehen und wurde immer wieder überrascht. Zu dem wusste ich teilweise nicht, wer nun gute Absichten und wer schlechte hat.

Ein wenig Schade, finde ich den übereilten Abschluss. Hier hätte ich mir mehr Drumherum gewünscht. Letztendlich war doch alles zu einfach. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Cia einige Zeit darauf hingearbeitet hat. Trotzdem hat mir der Abschluss gefallen.

Das Ende lässt offen, wie es mit der geschaffenen Welt der Autorin weitergeht. Wird sich alles zum positiven verändern, wird es vielleicht wieder so weitergehen? Das erfährt man nicht und die Autorin gibt so dem Leser die Chance, sich seine eigene Geschichte weiterzuspinnen.

Mein Fazit
Ein gelungener Abschluss der Trilogie, der allerdings ein paar kleine Schwächen aufweist. Mir persönlich ging es zu schnell und die Beziehungen der Charaktere haben mir gefehlt. Jedoch konnte mich die Autorin durch die Wendungen und Handlungen überzeugen.


Meine Bewertung

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