Freitag, 6. Januar 2017

Tanja Penninger über die Enstehung von Das Spiel des Grafen – Lisbetta 1

Hallo ihr Lieben :)
Auch im neuen Jahr wird es wieder Entstehungsgeschichten von ganz wundervollen Autoren geben. Den Anfang macht dieses Mal die Autorin Tanja Penninger. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. :)

Das Spiel des Grafen – Lisbetta :
Schreiben zu lernen war für mich das bisher größte Geschenk meines Lebens. Ja schreiben. Kein Handy, Laptop oder ähnliches Verfallsprodukt. Endlich meine Gedanken zu Papier bringen zu können, erleichterte mir meine Kindheit ungemein, denn nun konnten sie verschriftlicht werden, diese vielen, seltsamen Ideen in meinem Kopf.


Schon in der Volksschule schrieb ich unendliche Aufsätze und Erzählungen – es war (und ist) fast wie eine Sucht. Stapelweise Schulhefte wurden mit meinen Storys vollgekritzelt und auch mit liebevoll gezeichneten Covers versehen. Irgendwann klammerte ich einfach nur noch weißes Kopierpapier zusammen und bemühte mich, möglichst klein zu schreiben, um nur ja nicht zu viele Zettel vollzukritzeln. So entstanden die wildesten Fantasiegeschichten, die vor Rechtschreib- und Sinnfehlern geradezu strotzten. Und doch: Ich hatte Leser! Tapfer kämpften sich meine Schwester und meine beste Freundin durch all diese Texte durch und verlangten sogar immer wieder nach einer Fortsetzung. So kam es, dass auch Bücher wie „Clarissa und Melissa – Teil 73“ oder „Clarissas und Melissas Kinder – Teil 11“ entstanden. Heute liegen diese Geschichten – die sehr viele Parallelen zu Hanni und Nanni aufweisen - sicher und behütet in einer Rollbox unter meinem damaligen Kinderbett.


Ich bin ja immer der Ansicht, dass nicht nur der Autor seine Charaktere formt. Nein. Diese Figuren, die ich da tagein, tagaus erschaffe, verändern auch mich. Die Art wie ich denke, fühle und die Welt sehe. Und genau das ist das Schöne am Schreiben. Die Freiheit. Die Freiheit, das Buch und sich selbst immer wieder umgestalten zu können. Neue Wege einzuschlagen, neue Dinge auszuprobieren. Zu leben.

Genau wie die Musik, kann auch eine Geschichte Schwingungen und Schallwellen hervorrufen. In uns. Dinge heraufbeschwören oder abkühlen. Deshalb sind Lieder und Songs meine ständigen Wegbegleiter beim Schreibprozess. Ich selbst spiele Querflöte und bin deshalb auch eine große Freundin klassischer Musik. Die Emotionen, die unterschiedliche Kompositionen in mir zum Vorschein bringen, übertragen sich dann auch zumeist auf meine Hauptpersonen in der Geschichte, weshalb meine Bücher stets leicht „musikgesteuert“ sind.

Mit dem Schreiben an „Das Spiel des Grafen“ habe ich bereits im Jahr 2011 begonnen. Damals hieß mein Arbeitstitel übrigens noch „Lisbetta – Eine Welt erwacht“. Von 2011 bis 2015 hatte ich schließlich eine lange Schaffenspause aus schulischen und beruflichen Gründen. Erst während meiner Studienzeit an der Pädagogischen Hochschule in Linz kramte ich die Datei wieder hervor und vollendete, was ich einst voller Leidenschaft begonnen hatte.

In dieser Geschichte sind unglaublich viele Eindrücke und Emotionen meines eigenen Lebens verwoben. Wie Fäden flechten sich die einzelnen Handlungsstränge langsam zu einem Teppich zusammen. Der Name meiner Heldin erinnert an den Vornamen meiner Schwester „Elisabeth“ – was, wer meine Widmung gelesen hat, auch pure Absicht ist. Denn sie war es, die von Anfang an dabei war, mit meinen Figuren gelacht und gezittert hat. Für „Feuerland“ und „Grauberg“ entwarf sie mir sogar selbstgezeichnete Landkarten, um den Kontinent, auf dem meine Geschichte spielt, bildlich darzustellen. Tatsächlich malte sie mir auch die Wappen für die sieben Grafschaften Feuerlands: Eckstein, Falkburg, Hochfell, Grüntal, Mondschein, Kronberg und Tüber.

Es dauerte Monate bis ich mich dazu durchrang, auch jemand anderem Einsicht in meine persönlichen Aufzeichnungen zu gewähren. Schließlich waren es meine Eltern, meine Schwester Sabrina, mein Lebenspartner und meine engsten Freunde, die ebenfalls Zutritt zu meiner geheimen Welt erhielten. Mit ihrer Hilfe rundete ich das Manuskript ab. Allerdings verging wieder einige Zeit, bis ich mich dann auch traute, mein Werk an einen Verlag zu schicken.

„Du kannst ja nichts verlieren“, meinte mein Partner. „Doch, die Hoffnung. Die Vorstellung“, entgegnete ich dann immer – und so verstrichen wieder einige Wochen.

Irgendwann wagte ich es aber doch und schickte mein Buch an einen Verlag. Nur an einen. An Impress, das digitale Label des Carlsen Verlags, da mir die Aufmachung dieses Verlags besonders gefallen hat. Und dann begann die Zeit des Wartens. Drei lange Monate in denen ich jeden Tag hoffnungsvoll und verzweifelt zugleich aufs Handy starrte.

Und dann, als ich innerlich schon über mich den Kopf schüttelte und mit dem Thema abschließen wollte, erhielt ich die wundervollste E-Mail meines Lebens! Ich hatte es geschafft. Mein Buch sollte im neuen Dark Diamonds Verlag als E-Book erscheinen!

Von nun an ging alles ganz schnell! Das Manuskript wurde von „Ärzten“ untersucht – war also im Lektorat – und wurde anschließend noch einmal überarbeitet. Somit verliehen das Dark Diamonds Team und ich meinem „Rohdiamanten“ den letzten Schliff.

Über Vermarktung und Werbung habe ich mir bisher kaum Gedanken gemacht. Nun aber habe ich mir eine eigene Autoren-Facebook-Seite erstellt und lege langsam aber sicher los.

Ihr könnt mich jederzeit auch dort besuchen kommen, ich freue mich immer über neue Gesichter https://www.facebook.com/penningertanja/


Kommentare:

  1. Ein sehr toller Bericht! Und ich finde es total schön, dass auch die Familie so viel Raum bekommt. Familie ist sehr wichtig. Das Cover sieht toll aus und die Geschichte scheint auch sehr schön durchdacht zu sein. LG Nadine von Nannis Welt

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