Mittwoch, 11. Januar 2017

[Rezension] Opfermädchen von Laura Wörle


Er mordet aus Rache.
Jedes Jahr ein Mädchen.
Opfermädchen.
Doch eine entkommt aus der Hölle.
Und eine andere tritt an ihre Stelle.
Ein Dorf schweigt.
Wer stoppt die Bestie?
Jedes Jahr, an einem ganz bestimmten Tag, wird ein Mädchen ermordet. Und alle schweigen, die Polizei erfährt nichts. Ein zwölfjähriges Mädchen macht sich auf, das Grauen zu beenden..
Laura Wörles zweiter Thriller ist ein traumatischer Ausflug in die Welt der extremen Gefühle von Angst und Hass, Liebe und dem Mut der Verzweiflung. Quelle


>>Mensch!Renn doch nicht weg!<< Mein Satz hatte nicht die gewünschte Wirkung.



Der Schreibstil
Die Autorin schreibt sehr jugendlich, aber zu verstehen. Allerdings gab es leider auch ein paar Logikfehler, die mir im Verlauf aufgefallen sind.

Die Charaktere
Überwiegend durfte ich drei Charaktere durch das Buch begleiten. Wie ihr bereits aus dem Klappentext herauslesen könnt, wird jedes Jahr ein Mädchen verschleppt. Dieses Jahr traf es die 12-jährige Nina, die ihm aber durch Zufall entfliehen kann. Nina ist ein starker Charakter, der allerdings an manchen Stellen auf mich nicht sehr authentisch gewirkt hat. Ich selbst habe keinerlei Erfahrungen mit Traumen, die nach einer Entführung und Vergewaltigung entstehen können, aber Ninas Reaktion darauf, den Täter zu finden und Melanie, die an ihrer Stelle zum Opfer wurde zu retten, war für mich teils sehr unrealistisch. Die eben genannte Melanie ist etwas älter als Nina und wurde, wie bereits erwähnt, statt Nina entführt. Melanie ist sehr mutig und lässt sich nicht so schnell unterbuttern. Der Täter selbst scheint auch nicht unbedingt alt zu sein. Allerdings sind seine Handlungen sehr grauenhaft.

Der Einstieg
Am Anfang lernt der Leser sowohl kurz Melanie als auch Nina kennen. Was genau mit den beiden geschieht, erfährt man nur teilweise. Das fand ich gar nicht schlecht, denn so wurde ich neugierig auf die Handlung.

Die Spannung, Handlung und Idee
An sich finde ich die Idee gut. Allerdings finde ich es zu grauenvoll umgesetzt. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch ziemlich am Anfang fast abgebrochen habe. Stattdessen habe ich es pausiert. Aus dem Klappentext geht leider nicht hervor, dass Kinder vergewaltigt werden und das war für mich sehr grauenhaft zu lesen. Ich finde, dass der Zusatz auf jeden Fall fehlt! Leider konnte mich die Autorin auch hinsichtlich der Spannung nicht komplett überzeugen. Es gab einige langatmige Stellen, die für mich den Lesefluss unterbrochen haben. Hier hätte ich mir weniger drum herum gewünscht und ein wenig mehr Handlung.  

Das Ende
Das Ende war okay, aber vorhersehbar. Selbst hier hat mir ein wenig der große Showdown gefehlt.

Mein Fazit
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Der fehlende Zusatz der Vergewaltigung im Klappentext hat für mich schon viel kaputt gemacht. Auch hinsichtlich der Spannung bin ich nicht komplett überzeugt. Allerdings schließe ich nicht aus, noch ein Buch von der Autorin zu lesen, denn Potential hat sie.

Meine Bewertung
2,7 Sterne






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