Sonntag, 22. Januar 2017

[Rezension] Léon & Claire: Er trat aus den Schatten


Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte. Quelle

Er lauschte dem kaum hörbaren Schaben und Knirschen seiner Schritte, während er die riesige Kaverne durchquerte. Selbst wenn er den Blick nicht auf seinen weg richtete, verrieten ihm die Geräusche, welcher Grund sich unter seinen Füßen befand: Der kalkige Gesteinsschutt im Süden unter der Stad klang andersals der weiche Gips unter dem Montmatre.


Neugierig auf das Buch wurde ich durch das Cover. Es hat so etwas Romantisches an sich, aber auch gleichzeitig sehr düsteres. Allerdings sollte hier aufgepasst werden, dass das Buch nicht mit einem Liebesroman verwechselt wird. Denn die Liebe spielt nicht die Hauptrolle im Buch. Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut und im Realen sieht es noch viel besser aus.

Die Autorin hat einen lockeren, bildlichen Schreibstil, der mich in die Geschichte entführt hat. Sie konnte mich gut mit in die Geschichte nehmen und ich konnte mir das Setting und die Geschehnisse sehr gut vorstellen. Allerdings bin ich mit ihrer Charaktererschaffung nicht ganz warm geworden. Ich durfte Claire begleiten, die nach Frankreich gezogen ist und dort nun die Schule besucht. Ihre Handlungen waren mir oftmals viel zu naiv und teilweise viel zu unrealistisch. Sie begibt sich in Gefahren, die kein Mensch mit gesundem Menschenverstand auf sich nehmen würde, nur um einen Jungen zu finden, den sie so gut wie gar nicht kennt. Dieser Junge ist übrigens Léon. Dieser war für mich das größte Rätsel des Buches, denn er blieb mir sehr fern. Erst nach ca. Dreiviertel erlöst die Autorin den Leser und verrät, um was es sich bei Léon wirklich handelt. Auf der einen Seite war es gut, denn so konnte ich mir selbst Gedanken machen, spekulieren und rätseln, aber auf der anderen Seite war mir Léon zu unnahbar. Den schlimmsten Charakter fand ich jedoch Adrien. Auch in dieser Beziehung sah man wieder die Naivität von Claire. Adrien ist dieser typische "Meine Eltern haben viel Geld und ich kann mir alles leisten." Kerl. Zudem wurde er mir nie sympathisch und im Verlauf war er nur noch ein Ekel.

Generell hat mir die Idee des Buches gut gefallen und in der Art habe ich bislang auch kein Buch gelesen. Die Autorin hat mich oft an der Nase herumgeführt und mich oftmals etwas Anderes glauben lassen, als es tatsächlich war. Allerdings hat dies nicht dazu geführt, dass für mich die große Spannung aufkam. Vielmehr haben sich viele Handlungen für mich gezogen, weil sie zu sehr ausgeschmückt worden sind. Für mich war es teilweise wirklich schwer dran zu bleiben. Sieht man darüber hinweg, ließ sich das Buch aber gut lesen und gerade das Ende macht neugierig auf mehr. Denn das bleibt offen und lässt den Leser auf den nächsten Teil warten.

Fazit
Für die Bewertung habe ich mein altes Bewertungsschema genommen, da ich mir unsicher war, wie ich das Buch bewerten soll. Denn es gab so wohl Tiefen als auch Höhen. Letztendlich gibt es knappe 3 Schmetterlinge.

Meine Bewertung


Kommentare:

  1. Huhu,

    wenn man mit den charakteren nicht warm wird, finde ich es allgemein sehr schwer in eine Geschichte richtig abzutauchen. Sehr schön hast du beschrieben, was dir nicht gefallen hat.
    Liebe Grüße,
    Vanessa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da stimme ich dir zu. ich finde, dass man sich wenigstens etwas identifizieren können sollte. ;)

      Löschen
  2. Das hast du schön geschrieben. Ich finde das Cover toll und der KT hat was. Aber ich glaube nicht, dass das Buch was für mich ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das war auch das Kriterium, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte. ;)

      Löschen