Dienstag, 3. Januar 2017

[Rezension] Im Dunkel der See von Johanna Danninger


**Entdecke die Welt, die im Verborgenen liegt…** Die 17-jährige Jay hält sich nur an ihre eigenen Regeln. Sie gilt als aufmüpfig und unkontrollierbar, versteckt ihr feuerrotes Haar und ihre blasse Haut unter schwarzen Klamotten und schlägt sich als Barkeeperin heimlich die Nächte um die Ohren. Bis ihr eine fremde Frau ein antikes Amulett überreicht, das kostbarste Geschenk, das sie je bekommen hat. Fatalerweise kann sie es, einmal angelegt, nicht mehr ablegen und befindet sich plötzlich in einem Geflecht aus übermenschlichen Agenten und magischen Bestimmungen. Dabei soll sie ausgerechnet der arrogante Lee, der Menschen grundsätzlich für schwach hält, beschützen. Wenn er nur nicht so unglaublich gut aussehen würde… //Textauszug: »Wir fliegen?«, schrie ich schrill. Lee bemerkte überheblich: »Aha, das kühne Menschenmädchen hat also Flugangst.« Mit zusammengekniffenen Augen musterte ich ihn. Sein schwarzes Haar glänzte wie das Gefieder eines Raben. Das Gesicht war so fein geschnitten, dass es etwas Edles an sich hatte. Unter anderen Umständen hätte ich Lee wahrscheinlich als attraktiv bezeichnet, würde nicht diese allumfassende Herablassung aus seinen dunkelblauen Augen sprechen. Er machte keinen Hehl daraus, was er von mir hielt, und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Quelle

Der Himmel war gespickt mit bauschigen Kuschelwölkchen. Wie eine Herde Lämmer tollten sie über den hellblauen Hintergrund.


Das Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut. In Echt sieht es noch besser aus, als man es hier als Cover erkennen kann. Die Farben und der Titel harmonieren sehr schön zusammen.

Der Schreibstil
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, der nicht nur zum Lesen einlädt, sondern auch zum Träumen. Ich hatte an jeder Stelle das Gefühl, dass ich hautnah beim Geschehen dabei und den Charakteren in jeder Situation gefolgt bin.

Die Charaktere
Die Autorin hat einige Charaktere geschaffen, die ich im Buch kennenlernen durfte. Die Protagonistin Jay, gerade einmal 17 Jahre alt und Vollwaise, ist sehr keck, aber trotzdem gleichzeitig sympathisch. Ich musste immer wieder über sie schmunzeln, da sie vieles einfach nicht wahrhaben wollte, was doch so offensichtlich war. Auf ihrer "Reise" begegnet sie unter anderem Lee, den ich anfangs nicht so gut einschätzen konnte. Immer wieder gerät sie mit ihm aneinander und zum Teil battlen sich die beiden und es kommt von einem Schlagabtausch zum nächsten. Auch Ivan möchte ich an dieser Stelle kurz erwähnen. Einen sprechenden Kater, der mir die ein oder andere Minute des Lachens gewährt hatte. Alle Charaktere, denen ich begegnet bin, waren sehr authentisch und gut gestaltet. Bei Keinem hat mir eine Information gefehlt und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie zu viel oder zu wenig beschrieben wurden. Neben den "menschlichen" Charakteren sind mir aber noch weitere Charaktere aus dem Fantasybereich begegnet. Unter anderem Meerjungfrauen. Dadurch wurde das Buch sehr vielfältig.

Der Einstieg
Am Anfang durfte ich Jay, alias Jessica kennenlernen und sie in ihrem alltäglichen Leben begleiten. Dabei lernte ich sie besser kennen und war hautnah dabei, als es geschah. Den Einstieg finde ich gut gewählt, da ich sanft auf den Inhalt vorbereitet wurde.

Die Spannung, Handlung und Idee
Erst einmal muss ich sagen, dass ich sehr begeistert von dem Buch bin. Es stellt eins der besten Auftakte dar, die ich seit langem gelesen habe. Die Idee mit dem Amulett ist vielleicht nicht Neues und der Ablauf auch nicht, aber trotzdem anders gestaltet. In die Charaktere konnte ich mich direkt verlieben und habe sie gerne begleitet. Spannungsmäßig hatte die Autorin auch einiges zu bieten. Mal turbulent, mal weniger, aber an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass ich mich langweile oder, dass sich das Buch zieht.

Das Ende
Am Ende wurde es noch einmal spannend und es macht auf jeden Fall neugierig auf mehr, denn das Ende ist zwar nicht offen, aber einiges muss Jay noch erledigen.

Mein Fazit
Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen. Es konnte mich vom Anfang bis zum Ende überzeugen und sticht durch die Handlungsumsätze, Spannung und den Charakteren heraus. Eins der besten Bücher, die ich seit langem lesen durfte.

Meine Bewertung
5,0 Sterne

Kommentare:

  1. Auch wenn die Story jeweils durchaus gut ist, zwei Aspekte in Romanplots wünschte ich mir für 2017 endlich von der Bildfläche getilgt: das verwaiste junge Mädchen und der ewig gleiche, hochatraktive Bad Boy à la Damon Salvatore, der anfangs so tut, als würde er die sympathische, oft etwas schusselige Waisenteenagerin nicht ausstehen können. Gibt es denn gar keine Alternativen? Wenigstens mal ein bißchen Veränderung?
    Nachdenkliche Grüße, Naike^^

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    1. Das frage ich mich auch. Vielleicht werden wir irgendwann überrascht? :)

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  2. Oh ja, das wäre schön. Lass uns drauf achten! ;)

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