Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Rezension] Geh nicht dorthin von Marc Pain

Geh nicht dorthin – so nennen die alten „Mansen“ das Gebiet um den „Kholat Syakhl“ – dem Berg der Toten.
Eine Expeditionsgruppe kommt 1959 unter mysteriösen Umständen bei einer Wanderung ums Leben.
Was ist den sieben Männern und zwei Frauen zugestoßen? Bis heute gibt das Unglück am „Djatlow-Pass“ einige Rätsel auf und konnte bislang nicht lückenlos rekonstruiert werden. Die Umstände der Tragödie werfen zahllose Fragen auf und die Theorien, rund um das Thema, reißen nicht ab.
Dies ist eine fiktive Geschichte, die eine mögliche Theorie beleuchtet. Quelle

Es gab kein Entkommen. Geräuschlos und rasend schnell verfolgte sie die Gefahr.


Das Cover und der Klappentext
Beim Cover ist mir persönlich die Schrift viel zu groß. Da geht leider das Bild unten drunter verloren und man muss ein zweites Mal hinschauen, um es zu sehen. Den Klappentext hingegen finde ich sehr gut, da er alles wichtige verrät und man direkt lesen kann, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert.

Der Schreibstil
Mir gefällt der Schreibstil des Autors gut. Er schreibt sehr flüssig, ohne große Stolperschwellen. Sein Schreibstil ist an das Setting und den Personen angepasst, sodass ich förmlich die Kälte und Dunkelheit der Geschichte spüren konnte.

Die Charaktere
Da es sich um ein Expeditionsteam handelt, gab es viele Charaktere in dem Buch, die aber nicht im einzelnen näher beschrieben worden sind. Zwar gehört es zur Geschichte, aber mir waren es für eine Kurzgeschichte zu viele Personen und Namen, sodass ich mir kein Bild von ihnen machen konnte. Sie waren für mich eher wandelnde Schemen.

Der Einstieg in das Buch
Der Einstieg war wirklich sehr spannend, da ich direkt ins Geschehen geworfen worden bin. Ich wusste weder wo ich mich befinde, noch mit welchen Personen ich zu tun habe. Zu dem endet das erste Kapitel mit einem Cut, wodurch ich mich gefragt habe, wie es weiter geht.

Die Spannung, Handlung und Idee
Leider gab es, wie oben bereits erwähnt, einen Cut nach dem ersten Kapitel. Ich gehe von aus, dass es den Leser so an das Buch fesseln soll.te Allerdings ist es für mich leider daneben gegangen. Es wird dann viel erzählt, viel gewandert und es passiert so gut wie nichts. Für mich blieb hier die Spannung auf der Strecke. Bei gerade mal 42 Seiten finde ich es sehr fatal, dass es so einen Einbruch gibt. Leider ist mir auch aufgefallen, dass der Autor seine Leser selbst spoilert. An sich wusste ich schon ca. in der Mitte wie das Buch ausgeht, ohne dass ich die Geschichte rund um das Buch kannte. Das finde ich sehr Schade, da es so wieder einiges an Spannung eingebüßt hatte. Zudem wiederholt er indirekt den Anfang noch mal im mittleren Teil, wodurch ich nichts neues lesen konnte. Am Ende wurde es noch mal spannender, auch wenn das Ende nun kein großes Geheimnis mehr war. Allerdings konnte ich trotzdem die Personen noch begleiten und wusste nicht genau, was ihnen zustoßen wird. Handlungsmäßig gab es nicht sehr viel, wodurch die Geschichte nicht wirklich vielfältig ist, was allerdings bei einer Kurzgeschichte sicherlich schwer ist.

Das Ende
Das Ende an sich, mal abgesehen von der Spannung, war für mich sehr unbefriedigend. Klar beruht es auf einer wahren Geschichte, allerdings hätte man es sicherlich mehr ausschmücken können. Für mich war es einfach zu schnell abgehandelt.

Mein Fazit
An sich eine interessante Kurzgeschichte, die mir aber definitiv zu kurz war und mir Handlung gefehlt hat. Auch die Spannung blieb für mich durch wiederkehrenden Handlungen und Ereignisse auf der Strecke.


Bewertung
2,4 Sterne

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