Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Abbruchrezension] Die Insel von Richard Laymon


Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt – früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie –, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war … Quelle




Das Cover
Ich fang mal mit dem Cover an. Das finde ich gar nicht schlecht, sondern es gefällt mir gut. Es drückt aus, dass den Leser ein blutiger Thriller erwartet und durch den grünen Hintergrund, kommt das Wort Dschungel und damit auch die Insel gut zur Geltung.

Der Schreibstil
Ich würde nicht sagen, dass der Autor einen schlechten Schreibstil hat, sondern es viel an seiner Umsetzung liegt. An sich ließ sich das Buch flüssig lesen und es war gut zu verstehen.

Die Charaktere
Waren für mich zum Teil sehr nervig. Bei den Charakteren hat mir zum Teil die Tiefe und die Authentizität gefehlt. Zu dem gab es Personen, die nur rumgeheult oder rumgemotzt haben und andere, wie der Protagonist, die Frauen nur auf das Äußerliche reduziert hatten. Leider konnte ich mich mit keinem der Charaktere anfreunden.

Der Einstieg
Den Einstieg finde ich in Ordnung. Der Protagonist erzählt kurz wo er sich befindet und stellt alle Personen vor. Allerdings ging er mir hier mit seiner Art direkt auf die Nerven.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee hinter dem Buch ist sicherlich gut, aber die Umsetzung ist grauenhaft. Ich habe erwartet, dass es ein wenig gruselig wird und das viel Blut fließt und das einfach Spannung aufkommt. Das war leider weit gefehlt. Blut ist geflossen, aber jetzt nicht so, dass es wirklich schlimm wäre. Die Spannung blieb überwiegend auf der Strecke, da die Charaktere selbst mit sich zu viel zu tun hatten. Zu dem ist vielleicht auch die Sichtweise nicht die geeignetste. Denn der Leser erfährt nur etwas vom Protagonisten, da er Tagebuch führt. So fehlen die ganzen Hintergrundinfos durch andere Charaktere und der Protagonist hat, wenn man es so nimmt, alle nur als schlecht dargestellt oder sie in seiner sexuellen Phantasie beschrieben. Das hat mich persönlich sehr genervt. Zu dem treten die Morde mehr in den Hintergrund. Zum Teil hatte ich das Gefühl, dass es die agierenden Personen nicht mal stört, dass gerade einer abgemurkst wurde.

Das Ende
Das Buch war für mich bei ca. 400 Seiten zu Ende, weil es mich so genervt hat und es so abgedreht wurde, dass ich es nicht mehr lesen konnte. Die sexuellen Gedanken hatten für mich schon vorher nicht den richtigen Platz gehabt. Als dann noch der brutale Ringkampf, an dem sich andere aufgeilen zu Tage kam, zu dem übrigens eine Minderjährige gezwungen wurde, war es für mich aus. Ich hab noch mal quergelesen, weil ich gehofft hab, dass es vielleicht noch mal besser wird, aber es wurde nur noch schlimmer und unrealistischer.

Mein Fazit
Eins der schlechtesten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden, die Spannung blieb auf der Strecke und die sexuellen Phantasien und Handlungen waren unrealistisch. Für mich 1,4 Sterne, da der Schreibstil in Ordnung ist.

Bewertung
1,4 Sterne


Kommentare:

  1. Das ist mal gut zu wissen! Danke für die tolle Rezension. Wünsche dir ein schönes Wochenende. lg Nadine von NannisWelt

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  2. Hammer hart: Mehr fällt mir dazu nicht ein!

    Wenn sogar Du, die Du ja eigentlich alles versuchst, um ein Buch zu "verstehen", abbrichst, dann bin ich froh, dass es nicht auf meiner WuLi stand. Und dorthin wird es entsprechend auch nie kommen!

    Danke für die Warnung!

    LG Micha

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    1. Vielleicht spricht es ja jemanden an. Mich leider gar nicht..

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