Dienstag, 20. September 2016

Warum wir Buchblogger einen wichtigen Beitrag für Autoren leisten können..

Hallo ihr Lieben :)
Die Überschrift sagt schon alles. Ich habe mich in der letzten Zeit öfters geärgert, als ich gesehen habe, dass viele Autoren in einer Selfpublishergruppe über uns Buchblogger herziehen. Kein Mehrverkauf, nur Abgreifen von Büchern, sinnlose Rezensionen, waren Schlagwörter, die mir unter die Augen kamen. Und ehrlich? Das macht mich traurig. Viele von uns Buchbloggern führen ihren Blog mit viel Liebe, investieren viel Zeit hinein. Nicht nur das Schreiben von Rezensionen frisst viel Zeit, nein auch das Verteilen auf diversen Portalen, die Werbung die wir machen. Ich habe mir ein paar Gedanken darübergemacht, welchen Beitrag wir eigentlich bringen und warum ein Autor von uns profitieren kann.




Werbung für das Buch
Nehmen wir einfach mal an, dass du ein kleiner Autor bist, der nicht bei einem Verlag untergekommen ist oder sich noch nicht getraut hat, bei einem anzufragen. Nun hast du ein Buch geschrieben. Wie also vermarktest du es? Natürlich könntest es in vielen Gruppen vorstellen, einen Artikel darüberschreiben oder ähnlichem. Aber kostet das nicht viel Zeit, die du vielleicht gar nicht hast? Und was ist mit den Bewertungen.. Viele Leser trauen sich nicht Bücher zu kaufen, die keine Bewertungen haben, denn woher weiß ich denn, ob sich das Geld lohnt, was ich ausgebe? Auch hier kannst du natürlich zu jedem X-beliebigen Freund rennen, ihn fragen, ob er dir eine Rezension schreibt, aber glaubst du, dass die Leser so dumm sind und nicht merken, von wem die Rezension ist?
 
Und nun kommen wir Buchblogger ins Spiel. Klar ist es erst einmal aufwändig, sich Blogs aus dem großen WWW rauszusuchen, die zu einem passen, die das Genre lesen und zuverlässig sind. Aber auch diese Blogs erkennt man mit der Zeit. Du vergibst also insgesamt 20 Ebooks an verschiedene Blogger, Ebookdateien, die dich in der Regel nichts kosten. Erfahrungsgemäß wird sich nicht jeder wieder melden, aber von vielen bekommst du eine Rezension. Die Rezension landet auf dem Blog, auf Amazon und auf diversen anderen Portalen. Im besten Fall teilt der Blogger das Buch noch in diversen Gruppen. Aus meiner Erfahrung eignet sich das gut, um viel Werbung zu machen, denn die Klickrate ist hoch. Nun hat der Blogger seine Arbeit getan, die Werbung ist gemacht. Eine günstige Marketingstrategie. Aber oftmals fällt mir auf, dass der Autor die Rezension zum Beispiel gar nicht auf seiner Seite teilt, da wo sich die meisten Interessenten für sein Buch tummeln. Wieso nicht? In der Gruppe wurde laut, dass man nicht mehr Bücher dazu verkauft. Aber habt ihr mal darüber nachgedacht, dass nicht jeder Mensch, nur weil gerade eine Rezension oder Werbung online gegangen ist, auch just in dem Moment das Buch kauft? Viele schreiben es sich auf und kaufen es sich später, wenn sie wirklich daran interessiert sind. Es erscheint ja nicht nur ein Buch auf dem Markt, das interessant klingt.




Interview mit dem Autor
Eine weitere Strategie des Marketings ist ein Interview oder wie es bei mir manchmal erscheint, der Entstehungsprozess eines Buches. Schön ist es doch auch mal die Person hinter dem Buch kennenzulernen. Bücher von sympathischen Menschen kauft man doch gern. Gleichzeitig habt ihr etwas für eure eigene Seite. Es spricht nichts dagegen, wenn ihr die Quelle angebt und das Interview auch bei euch veröffentlicht.

Feedback
Feedback muss man nicht erst erhalten, wenn das Buch bereits auf dem Markt ist. Vorableseexemplare, Testleseexemplare sind keine Seltenheit unter Autoren. Durch diese erhaltet ihr schnell eine Meinung vom Leser, könnt noch rechtzeitig etwas am Buch verändern und die Gefahr, dass das Buch schlecht ankommt, wird minimiert. Aber auch die Rezensionen nach der Veröffentlichung, bringen euch ehrliche Meinungen. Wenn alles gut ist, kann man sich freuen und man weiß, dass man auf den richtigen Weg ist. Aber auch negative Rezensionen stellen einen Mehrwert da. Zum einen lernt man, wie man etwas vielleicht besser machen kann, sodass das nächste Buch ein Erfolg ist, aber auch negative Bewertungen machen auf das Buch aufmerksam und machen es interessant. Mich machen Bücher mit nur guten Rezensionen zum Beispiel skeptisch.


Langlebigkeit
Ist einmal die Werbung oder Rezension auf einem Blog erschienen, wird sie so schnell nicht mehr von diesem verschwinden. Gibt ein Leser den Titel deines Buches im Internet ein, kann es passieren, dass er direkt die Rezension dazu findet. Das ist doch super oder? Auch Jahre nach der Veröffentlichung, stößt man immer wieder darauf und das Buch lebt ewig weiter.

Mein Fazit
Auch wenn viele Autoren, den Sinn und das Nutzen hinter einem Buchblog nicht sehen, finde ich doch, dass es ein Mehrwert hat. Nicht, weil ich selbst Bloggerin bin, sondern da es dem Autoren viele Marketingstrategien eröffnet. Stempelt nicht direkt jeden Blogger ab, als abstaubsüchtiges Monster, sondern schaut hinter die Kulissen und lernt den Blogger kennen!

Das waren für mich ein paar Punkte, die wir für Autoren leisten. Kennt ihr weitere? Was ist euch wichtig? :)

Kommentare:

  1. Das sind wirklich wichtige Punkte und ich habe beim lesen nicken müssen. Ich bin noch nicht lange in der "Bloggerszene", aber ich helfe gerade einer Autorin die ihr erstes Buch rausbringt und sie hat keinen Verlag. Sie kennt sich in der Bloggerszene nicht aus und so habe ich ihr ein paar nette und kritische Blogger herausgesucht. Jetzt arbeiten wir zusammen an einer Planung und ihr bedeutet das echt viel. Ich denke wirklich, dass ich und auch die anderen Blogger ihr eine große Hilfe sein werden und wer ist nicht glücklich über eine dankbare Zusammenarbeit?
    Lg, Lele von lifeofaboredgirl.wordpress.com

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    1. Ich denke gerade für neue Autoren ist es wichtig, sich einen Kreis aufzubauen und da professionelle Werbung sehr teuer ist, ist die Werbung über den Blogger auf jeden Fall gut angelegt. :)

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  2. Moin Anna,

    interessanter Artikel. Die erste Frage, die mir dabei in den Sinn kam, war: Was tut der Autor eigentlich im Gegenzug für den Blogger? Denn der Mehrwert für den Autoren, den Blogger erzielen, wird normalerweise von Presseleuten und Marketingspezialisten in die Wege geleitet - und die lassen sich das teuer bezahlen und sich nicht "nur" mit einem Freiexemplar des Buches "abspeisen".

    Und genau das ist es, was den Unterschied ausmacht. Wir Blogger sind keine Profis, aber trotzdem eine gute Werbeplattform und - salopp gesagt - billige Arbeitskräfte. Mit denen kann man schon mal rabiat umgehen ... *Ironie off*

    Ich glaube, grad unter den SPlern herrscht durch den großen Markt unglaublich viel Wettbewerb. Da spielt auch viel Unsicherheit eine große Rolle. Ist doch klar, dass es da Opfer geben muss, und das sind eben die Blogger. Wenn man einmal in die Scheiße gegriffen hat, ist die ganze Gruppierung Mist.

    Wir Blogger sollten da drüber stehen. Wer unsere Hilfe nicht will, der soll es auf anderen Wegen versuchen. Es gibt ja zum Glück überall solche und solche ;)

    Liebe Grüße,
    Jess

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    1. Alle Autoren, mit denen ich schlechte Erfahrungen gemacht habe, landen bei mir auf meiner "Blacklist". Nur für den Fall, dass ich von diesen noch einmal angeschrieben werde, für was auch immer.

      Dadurch, dass ich gerade bei den Splern gelesen habe, wie sinnlos doch Blogger seien, kam ich auf die Idee den Artikel zu schreiben. An sich kann sich jeder sein eigenes Bild machen, aber alle als schlecht abzutun, nur weil einer Mist macht, finde ich unfair. Ich lese ja auch noch Spler, obwohl einige Plagiate in letzter zeit bekannt wurden. ;)

      Ich erbettele mir auch keine Reziexemplare mehr, außer bei Verlagen, da frag ich dann doch mal an. Wer nicht will, der hat schon mal. ;)

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  3. Ich bin da nicht ganz deiner Meinung.
    Du beschränkst den Nutzen der Bücherblogger hier auf einen Werbeträger, aber das ist es nicht ganz. Gerade neue und junge Autoren können von den Rezensionen viel lernen. Es wird aufgezeigt, was gefällt und was nicht. Ein nicht unwesentlicher Punkt in Sachen Weiterentwicklung.
    Den Blogger an sich auf eine Werbeplattform zu beschränken finde ich wie einen Eisberg auf dem Wasser ansehen, der größte Teil bleibt verborgen.

    Liebe Grüße

    Liz

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    1. Dann hast du nicht den ganzen Beitrag gelesen ;)
      Das größte ist erst Mal die Werbung. Aber auch das Feedback ist als Extrapunkt aufgelistet, worunter ja die Rezensionen fallen. ;)

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    2. Ich denke da eher an kommende Bücher, ist ein Buch erstmal veröffentlich ist es schwer bis gar nicht wirklich Möglich es noch einmal umzuschreiben. :) Und ich meine nicht einmal unbedingt das Feedback am eigenen Buch. Die meisten die Schreiben lesen auch viel. Oft liest man vor allem, worüber man irgendwann schreiben wird und so können auch die Rezensioen von anderen Büchern, die man ebenfalls gelesen hat helfen das eigene Schreiben zu verbessern.
      Auf diese Art hilft der Blogger bereits vor Veröffentlichung des Buches das eigene Buch besser zu gestalten.

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  4. Hallo Anna, hallo Gästeblogger!
    Ich bin selbst SPler und fand den Artikel sehr interessant! Als Autor bin ich neu auf dem Markt: Mein erstes Buch ist gerade erst herausgekommen, der zweite Teil wartet auf Veröffentlichung.
    Bis vor kurzem hatte ich keine Ahnung, wie groß die Bloggergemeinschaft ist, stelle aber jeden Tag mehr fest, dass sie scheinbar endlos ist! Aus diesem Grund war ich über das Verhalten einiger SPler sehr erstaunt. Auch ich habe gelesen, wie sie teilweise sehr beleidigend über Blogger herziehen.
    Ich selbst schreibe gerade an meiner zweiten Geschichte und lese seit der Veröffentlichung meines ersten Buches etliche Rezensionen. Wie LizFerrodorrow bereits schrieb: Es macht mir das eine oder andere klar!
    Ich kann nur hoffen, dass Ihr Blogger von solchen Id..... nicht aufhalten lasst, euer Hobby weiter mit anderen zu teilen und Rezensionen zu schreiben.
    Ich wäre über jede froh, die mein Buch erhält. Auch, wenn sie "negativ" sein sollte, was eine Rezension zumindest für das Folgewerk niemals sein kann!

    In diesem Sinne: Weiter so!

    Michael G. Spitzer

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    1. Danke für deine Worte :) Es ist ärgerlich, wenn so über uns hergezogen wird, aber ändern kann man es nicht. Aber deswegen würde ich meine Bloggerkarriere auch nicht an den Nagel hängen. :D

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    2. Genau DAS ist die Antwort, die ich lesen wollte!
      Ja: Wir Autoren sehen in den Bloggern eine Möglichkeit, anders auf uns aufmerksam zu machen, aber das darf bei Ablehnung oder eben schlechter Rezension (wenn sie gut begründet ist, wie es eigentlich bei den meisten der Fall ist!) niemals der Grund für Anfeindungen sein!

      Wer weiß: Vielleicht stößt Du ja irgendwann mal auf meine Trilogie, falls dich dystopisch angehauchte Geschichten überhaupt interessieren ;)

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    3. Dystopien gerne immer. Leider werden die mir nur zu wenig angeboten. :D

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  5. Ich finde das Thema und einige Ansätze super, aber: "Natürlich könntest es in vielen Gruppen vorstellen, einen Artikel darüberschreiben oder ähnlichem. Aber kostet das nicht viel Zeit, die du vielleicht gar nicht hast?" - du erweckst den Eindruck, dass Rezi-Ex Werbung mit wenig Aufwand für den autor sind und dass das besser ist, als sich selbst zu kümmern. Zum einen ist es, wie du im Folgeartikel beschrieben hast, duchaus Aufwand, Rezensenten zu suchen, anzuschreiben und eine Liste zu führen. Ich kenne sogar eine Autoren, die jedes Rezi-Ex kennzeichnet. Zum anderen nimmst du damit den Autor aus der Verantwortung. Denn ich erwarte als Blogger, dass sich der Autor für sein Buch einsetzt. Und wenn einmal in der Woche ein Lebenszeichen auf FB oder dem Autoren-Blog erscheint, ist das keine große Sache. Fakt ist aber auch: Die Strukturen sind nicht so gut, dass der Autor das Marketing einfach abgeben kann, wenn es ihm zuviel wird. Ich denke, Blogger sind ein Marketingmittel und sollten ernst genommen werden. Aber sie sind nicht alles.

    Wichtig finde ich das Thema "Nachhaltigkeit" - mit einem Blogger erweitert man sein Netzwerk und hat jemanden, der das Buch oder den Autor später empfielt. Die Arbeit geht weit über das einmalige Posten hinaus.

    Aber... ich denke, manche Vorwürfe, die mich interessieren, sind nicht aus der Luft gegriffen. Es gibt Rezi-Schreiber, die sich nicht trauen, ihre Meinung zu sagen. Es gibt schwarze Schafe. Andererseits: Wer auf diese Art des Marketings verzichten möchte, findet andere Möglichkeiten.

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    1. Der Satz Aber kostet das nicht viel Zeit, die du vielleicht gar nicht hast? zeigt ja schon, dass ich eben nicht davon ausgehe. Das ist auch mehr darauf bezogen, dass sich viele Autoren gar nicht mehr darum kümmern müssen, ihre Bücher noch mehr in Gruppen zu präsentieren, denn das kann der Blogger für sie übernehmen.

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    2. Verstehe :-) Das kam bei mir tatsächlich anders rüber. Autoren und Gruppen... ich ärgere mich über lieblos hingeklatschte Links zu Amazon. Aber wahrscheinlich geht der autor davon aus, dass es ohnehin in der Masse untergeht. Probieren kann man es, aber viel Aufwand für etwas, das aufgrund der Konkurrenz untergeht? Nein. Ich glaube, Schattenkämpferin hat recht: Autoren haben es heutzutage nicht einfach. Aber ich habe in letzter Zeit einige gesehen, die mit ein bisschen Aufwand tatsächlich einige Resonanz erzeugen. Das freut mich :-)

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    3. So wie vieles nicht leicht ist. Wahrscheinlich wird es leichter, wenn man von Leben kann, aber der Weg ist für viele sehr lang. Ich mag die Amazonlinks auch nicht. Das sagt für mich nicht viel aus..

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    4. Ich denke, "Leben" sollte nicht das Ziel sein. Anerkennung und gute, hilfreiche Rezis zu bekommen wäre mir wichtiger :-) Amazonlinks finde ich praktisch, aber im Grunde sind Bücher austauschbar. Man muss mich überzeugen, dass ich das Buch tatsächich lesen sollte. Dazu gehört neben Genre und Seitenzahl auch die Thematik und.. ein guter Grund. Naja... mal sehen, welche Marketingmöglichkeiten sind auftun.

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  6. Guten Morgen!

    Ich hab deinen tollen Post heute in der Stöberrunde verlinkt :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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