Montag, 19. September 2016

[Rezension] Plötzlich Banshee von Nina MacKay


Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben? Quelle

Ich sprang hinter den drei Typen auf den unter uns fahrenden Zug. Trotz meines harten Aufpralls hatten sie mich  noch nicht bemerkt, was ich wohl vor allem dem Fahrtfindet zu verdanken habe.  

Das Cover und der Klappentext
Das erste worauf ich aufmerksam wurde, ist das Cover. Ich finde es sehr schön gestaltet und es passt zum Inhalt. Einmal die Totenmaske, die für die Banshee stehen kann und die Verzierungen drum herum, die für das Leben und dessen Farben stehen. Der Klappentext macht ebenfalls neugierig auf das Buch. Er verrät nicht zu viel und nicht zu wenig, sodass man sich schon ein kleines Bild von der Geschichte machen kann.

Der Schreibstil
Am Anfang, muss ich leider zugeben, hatte ich ein klein wenig Probleme. Das Buch ließ sich für mich nicht ganz so flüssig lesen und ich hatte einige holprige Stellen, die den Lesefluss unterbrochen haben. Aber im Verlauf wurde er wesentlich flüssiger und sehr spannend. Die Autorin schreibt detailliert und bildlich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte.

Die Charaktere
Alana, die Protagonistin, war mir mal sympathisch, dann wieder nicht. Ihre freche Art konnte mich manchmal zur Weißglut bringen, hat mich aber trotzdem nicht genervt. Es passt zu ihrer Art und zur Geschichte, sodass es hier in Ordnung war, wenn die Protagonistin nicht einem liebevollen Wesen gleicht. Sie ist eine starke Banshee, die sehr mutig sich allen Gefahren entgegensetzt. Zudem entspricht sie auch nicht dem typischen Bild dieser. Was ich genau damit meine, müsst ihr euch selbst anschauen bzw. müsst ihr selbst lesen. Ihren Freund Clay und Seelenverwandte, mochte ich gerne, denn er hatte eine witzige Art an sich, der sein Wesen aber auch mitbringt. Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zu Dylan sagen, der im Klappentext auch erwähnt wird. Dylan ist Polizist und verliebt sich in Alana. Aus ihm wurde ich nicht immer schlau, wusste nicht, ob er es ernst meint. Trotzdem hat er super in die Geschichte gepasst und sie an vielen Stellen witzig gemacht.

Der Einstieg in das Buch
Am Anfang erfährt man kurz wer Alana ist und was sie so in ihrer Freizeit macht. Hier spiegelt sich gleich das widersprüchliche Bild der Banshee wieder, was ich aber alles coole Idee finde. Als Einstieg finde ich es gut gewählt, da ich somit schon mal einen kleinen Rundumblick hatte und mich auf die Geschichte einstellen konnte.

Die Spannung, Handlung und Idee
Was Ähnliches hatte ich bisher weitestgehend nicht gelesen, wenn man es auf die Banshee und ihre Fähigkeiten bezieht. Die Idee mit den Lebensuhren finde ich sehr interessant. Der weitere Verlauf, mit der Erweckung, ist für mich widerrum nichts Neues. Auch in den Chroniken der Seelenwächter wurde dies bereits so ähnlich beschrieben. Die Spannung nahm im Verlauf immer weiter zu. Wo sie am Anfang noch mittelmäßig war, konnte ich ab ca. der Mitte das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen. Die Autorin beschreibt immer wieder neue Ereignisse, baut Kehrtwendungen ein, lässt vieles nicht vorhersehen.

Das Ende
Wie schon zu vor beschrieben, erreicht der Spannungsbogen am Ende seinen höchsten Punkt. Durch geschickte Wendungen konnte ich nicht sagen, ob das Buch nun mit einem Happy End endet oder nicht. Denn die Autorin hat viele Elemente einfließen lassen, die mich als Leser immer wieder auf neue Weg geführt hatten.

Mein Fazit
Für mich ein gelungenes Buch, bei dem ich den Hype darum verstehen kann. Durch die witzigen und unterschiedlichen Charaktere, den vielen magischen Wesen und natürlich der Banshee als Protagonistin, wird das Buch nicht langweilig. Das Buch ist für alle geeignet, die auf Fantasy gemischt mit Rätseln stehen.

Meine Bewertung
4,4 Sterne


Kommentare:

  1. Ich finde das Cover sehr faszinierend, obwohl ich nicht weiß, ob ich es schön oder weniger schön finden soll. Aber ohne deinen Beitrag wäre ich wohl nie auf dieses sehr faszinierend und sehr spannend klingende Buch nicht gestoßen.

    Vielen lieben Dank für diesen Tipp!

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