Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed


Dhamsawaat ist die Stadt aller Städte: Prachtvoll, einzigartig und alles überragend, ist sie seit Jahrhunderten Zentrum der Macht und Magie der vereinten Königreiche. Hier lebt auch der alternde Adoullah, der letzte große Ghul-Jäger. Eigentlich will Adoullah nur seine Ruhe, doch als immer mehr Menschen Opfer besonders grausamer Ghule werden, begibt er sich noch einmal auf die Jagd. Und macht gemeinsam mit seinem jungen Assistenten und einer geheimnisvollen Nomadin eine unglaubliche Entdeckung ... Quelle


Neun Tage. Barmherziger Gott, ich flehe dich an, schenke mir heute den Tod.


Das Cover und der Klappentext
Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Mir gefällt es gut und es strahlt etwas Starkes aus. Auch die gelbe Farbe gefällt mir gut und verleiht meinem Bücherregal etwas Fröhliches. Der Klappentext ist kurzgehalten und verrät nicht viel vom Inhalt, macht aber neugierig.

Der Schreibstil
Der Schreibstil des Autor ist in Ordnung. An sich ist er flüssig zu lesen, aber durch die vielen fremdsprachigen Namen, die teilweise sehr lang sind und oft benannt werden, wurde es holprig. Betrachtet man allerdings den Autorennamen ist zu erkennen, dass sie scheinbar so in seinem Land vorkommen. Allerdings hätte man sich hier bei der Übersetzung fragen sollen, ob man nicht lieber ein paar Mal auf die Nennung der Namen verzichtet hätte. Oftmals war mir der Autor auch zu detailliert, sodass es sich dadurch in die Länge gezogen hat. Manchmal ist weniger mehr, wie man so schön sagt.

Die Charaktere
Mit den Charakteren wurde ich leider nicht richtig warm. Zwar kenn ich die Namen und auch was sie ausmacht, aber so richtig in die Tiefe ist man hier nicht gegangen. Wir treffen auf einen älteren Herrn mit dem Namen Adoullah, der als Ghuljäger arbeitet. Zudem ist er Magier, auch wenn es ihm nicht mehr so einfach gelingt, als in jungen Jahren. Ihn begleitet Rasid, ein Derwisch, der Gott dient und somit sehr hohe Kräfte hat. Im weiteren Verlauf treffen sie noch auf Samia, die sich in einen Löwen verwandeln kann. An sich sind die Charaktere interessant, aber nicht gut genug ausgearbeitet.

Der Einstieg in das Buch
Der Einstieg war für mich mit der gelungenste Teil des Buches. Er gehört zur Geschichte, kommt aber ohne die Protagonisten aus. Durch seine Spannung und Interessenweckung habe ich viel von dem Buch erwartet.

Die Spannung, Handlung und Idee
Wo der Anfang spannend war, habe ich die Spannung fast das ganze Buch über vermisst. Wenn man es so nimmt, passiert, bis auf den letzten 40 Seiten, nichts mehr wirklich Spannendes. Es gibt den ein oder anderen Ghulkampf, der aber schnell wieder vorbei ist und sonst sind die Charaktere am überlegen und erzählen, am überlegen und erzählen. Das Setting hat mir gut gefallen und auch die Idee. Aber an der Umsetzung scheitert es dann doch. Durch die vielen Erzählungen zieht sich die ganze Spannung furchtbar in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass es nicht richtig zu Potter kommt. Mir hat einfach die Action gefehlt, das was mich an das Buch fesselt.

Das Ende
Hätte der Autor das Ende in den mittleren Teil gepackt, würde meine Rezension sicherlich nicht so schlecht ausfallen. Denn dieses wurde dann tatsächlich noch einmal spannend, auch wenn es für mich zu schnell abgehakt war und zu schnell bekämpft, wo es doch teils aussichtslos aussah. Trotzdem bin ich mit dem Ende zufrieden.

Mein Fazit
Aufgrund der fehlenden Spannung, die sich über fast das ganze Buch zieht, bin ich leider enttäuscht, da mir die Idee und der Klappentext doch zu gesagt hatten. Wenn ihr nicht viel Wert auf Spannung legt, sondern gerne Geschichten, deren Setting näher beschrieben wird, dann ist das Buch genau richtig für euch.

Bewertung
2,6 Sterne

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