Freitag, 12. August 2016

[Rezension] SOS-Liebe kann schwimmen von Emma Lots

Mia hat von den Verkupplungsversuchen ihrer Freundinnen die Nase gestrichen voll. Um die Sache selbst in die Hand zu nehmen, bucht sie in einer Nacht- und Nebelaktion eine Single-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer. Das erweist sich jedoch zunächst als keine wirklich gute Idee, denn die Reise entpuppt sich recht schnell als „Mallorca auf See“. Zu allem Überfluss muss sich Mia ihre Kabine auch noch mit der Quasselstrippe Nina teilen. Den Erfolg der Dating-Reise hat Mia eigentlich schon abgeschrieben, als sie von einem heimlichen Verehrer plötzlich kleine, süße Nachrichten erhält, die sie neugierig machen. Ein Katz- & Mausspiel beginnt, denn der mysteriöse Unbekannte scheint sich partout nicht zeigen zu wollen... Quelle


"Hi, ich bin Luis, siebenundzwanzig und mache das hier zum ersten Mal mit." Er lächelt verlegen.



Das Cover
Das Cover weist das typische Merkmal der Autorin auf. Es ist sehr schlicht und mit einem großen Herz in der Mitte gestaltet. Bereits das Buch Telefonseelsorge, welches ich von ihr gelesen habe, war genauso aufgebaut. Nur der Hintergrund und der Schwimmreif haben sich hier geändert. An sich finde ich es eine coole Idee, da alle Bücher sehr einheitlich aussehen. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass die Bücher als Reihe abgetan werden, was sie allerdings nicht ist.

Der Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr locker und erfrischend. Mir gefällt es, dass sie sehr bildlich schreibt und auch die Frauen und Männer mal auf die Schippe nimmt. Sie schreibt von den Problemen der Frauen und die immer wieder witzigen Gedanken und Handlungen der Protagonistin lassen das Buch aufleben und sehr authentisch erscheinen. Ich finde ihren Schreibstil einfach großartig, da er nicht so verklemmt ist.

Die Charaktere
Der Leser begleitet überwiegend Mia durch das Buch. Ihre Art mochte ich sehr gerne und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Wer findet es denn schon cool, ständig verkuppelt zu werden, obwohl man das gar nicht möchte? Außerdem hat mir ihre lockere Art gut gefallen, wie sie das ganze angegangen ist. Einzig alleine am Anfang hat sie mich etwas gestört, da sie doch erst einmal sehr oberflächlich war. Ich konnte sie aber im Laufe des Buches ins Herz schließen. Neben Mia hat auch Nina ihren Auftritt, die Mia auf dem Schiff kennengelernt hatte. Mit Nina konnte ich erst gar nichts anfangen. Sie kam mir erst wie das gestylte Blödchen vor, dass sich auf jeden Mann einlässt. Aber auch sie wurde mir im Verlauf wesentlich sympathischer und machte die Geschichte unvergesslich.

Der Einstieg
Der Einstieg war unheimlich witzig, aber gleichzeitig auch etwas traurig. Ich finde, dass der Einstieg gut gewählt ist, da die Autorin den Leser erst einmal mit Mia vertraut macht und ihr ein wenig durch sie über ihr Leben erzählt.

Die Handlung, Idee und Spannung
Die Idee finde ich wieder super. Verzweifelt, einsam, Party, ein Schiff, um ein paar Stichpunkte zu nennen. Dass hier keine Schnösel an Bord sind, ist dann wohl klar. Okay der Protagonistin nicht ganz. Die Idee hat mir daher gut gefallen, genauso wie die Umsetzung. Die Spannung hatte über das ganze Buch hinweg die gleiche Frequenz und es wurde nicht an einer Stelle langweilig. Vielmehr nahm die Spannung zu, da ich immer darauf gewartet habe, dass Mia ins nächste Fettnäpfchen tritt und sie endlich den Richtigen findet.

Das Ende
Am Ende musste ich fast weinen, weil es doch sehr traurig war und das nicht, weil es ein Happy End gibt, sondern, da nicht alles so läuft, wie ich es mir erhofft hatte. Allerdings hätte ich mir am Ende sogar noch ein Kapitel gewünscht. Einfach um von dem zuvor traurigen runter zu kommen und das Schöne noch einmal genießen zu können. Das ist gerade sehr schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern.

Mein Fazit
Mit SOS-Liebe kann schwimmen ist der Autorin wieder ein hervorragend lustiges Buch entstanden, dass mich an vielen Stellen zum Lachen gebracht hat, aber auch zeigt, dass Single sein seine Vorzüge aber auch Nachteile hat. Wer nicht auf klassische Liebesgeschichten steht, sondern lieber auch mal darüber lacht, der macht hier nichts falsch.

Meine Bewertung
4,7 Sterne

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