Mittwoch, 3. August 2016

[Rezension] Nebelsilber von Tanja Heitmann

Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt. Quelle

Es war ein wunderschöner Herbstmorgen. Leichter Nebel lag über der Wiese hinterm Haus und ein milchiger Schleier hing über dem ruhig dahinfließenden Strom des Fließes.
 

Das Cover
Ich habe mich als aller erstes in das Cover verliebt. Ich liebe es. Auf dem Bild kommt es leider nicht so zur Geltung, wie es im Originalen aussieht. Ich liebe die Farbe und auch das Bild, welches darauf zu sehen ist. Alles harmoniert sehr schön miteinander.

Der Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er war leicht zu verstehen und ohne große Holperstellen. Sie beschreibt das Setting sehr genau und vermittelt dem Leser dadurch ein sehr schönes Bild der Umgebung. Ich konnte mich daher gut in das Geschehen versetzen.

Die Charaktere
Die Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Sie waren sehr vielfältig und authentisch. Edie war mir sehr sympathisch und es war immer wieder Interessant, wie sie mit ihrer Gabe umgeht. Silas war mir hingegen das ganze Buch über ein Rätsel. Ich wurde nicht schlau aus ihm, vor allem, weil immer das Rätsel um sein Vorhaben im Raum stand und er etwas unheimliches an sich hatte. Aber gerade das hatte die Geschichte so spannend gemacht. Allerdings hätte ich mir bei der Liebesgeschichte zwischen den beiden mehr Tiefgang gewünscht. Die Liebe war mehr oberflächlich und ich hatte oft das Gefühl, dass es mehr eine Schwärmerei ist.

Die Idee, Handlung und Spannung
Das Buch war für mich nicht unbedingt etwas Neues. Der Erlkönig kam schon öfters in Büchern vor, die ich gelesen hatte. Allerdings war es doch anders, als die, die ich bisher gelesen habe. Das Buch war generell sehr düster und spielt zu einer Jahreszeit, in der man am liebsten zu Hause vor dem Kamin sitzt. Der Einstieg in das Buch war für mich gelungen. Die Autorin beschreibt hier kurz die Protagonistin und das eben beschriebene Setting. Im Verlauf hätte ich mir allerdings etwas mehr Spannung gewünscht. An manche Stellen war es mir etwas zu langatmig. Erst zum Ende nahm die Geschichte an Spannung zu, allerdings waren hier zu viele Ereignisse für mich. Anfangs hatte es mich komplett verwirrt, wurde dann aber besser, bis ich verstanden hatte, um was es geht.

Mein Fazit
Wer auf ein düsteres Setting mit vielen fantastischen Elementen und wenig Tiefe der Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten steht, ist hier bestens bedient.


Meine Bewertung
3,8 Sterne

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