Montag, 15. August 2016

[Rezension] Delaria - Eine Reise um dein Leben von L.-J. Pyka

Leyla erfährt an ihrem 18. Geburtstag, dass sie als Fee geboren wurde und plötzlich ändert sich alles. Mithilfe der Elfe Tulip reist sie in ihre eigentliche Heimat Delaria, einem geheimnisvollen Feenreich, um die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Denn der finstere König Heradred schickt seinen Sohn Theran um die grausamen Mächte des Orkus zu entfesseln und um dies zu verhindern, muss Leyla die mächtigen Elementkristalle finden....Quelle

Das Feuer um ihn herum flammte, loderte und es schien ihn unaufhörlich drohen zu wollen. An zwanzig flammende Ketten war er gebunden.


Das Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Fee Leyla vermutlich in Delaria. Es wirkt ein wenig altertümlich auf mich, was jedoch der Schönheit keinen Dämpfer verpasst. Die Schrift harmoniert sehr gut zu diesem und besticht durch ihre Schlichtheit.

Der Schreibstil
Am Anfang war mir der Schreibstil der Autorin viel zu jugendlich und nicht bildlich genug. Sie reißt kurz die Begebenheiten an und schwankt schnell auf eine neue. Im Verlauf wird dies aber etwas besser und sie beginnt mehr das Setting zu beschreiben. Ein wenig hat mich gestört, dass das ganze Ebook über nur in kursiv geschrieben wurde. Für mich war das sehr anstrengend zu lesen und man konnte die Gedanken schlecht von dem Beschriebenen abgrenzen.

Die Charaktere
Die Protagonistin Leyla ist ein wahrer Wirbelwind. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und schießt oftmals über das Ziel hinaus. Leider war sie mir dadurch auch nicht sehr sympathisch, denn sie ist sehr cholerisch und hat mich oftmals sehr genervt. Vielleicht ist das von der Autorin so angedacht, aber irgendwo muss ich mich auch mit der Protagonistin identifizieren können oder wenigstens Spaß daran haben, ihr zu folgen, denn schließlich begleitet der Leser sie ja über mehrere Bände hinweg. Leider waren die anderen Charaktere nicht besser. Die kleine Elfe Tulip war anfangs genauso zickig und unsympathisch, hatte aber den Vorteil, dass sie im Verlauf lieblicher wurde und man sie einiger Maßen ins Herz schließen konnte. Prinz Theran passt von seiner Art gut zu Leyla. Auch er konnte bei mir nicht mit Sympathiepunkten glänzen, denn auch er versteht es, aufbrausend zu sein. Leider wurde ich mit keinen der Charakteren richtig warm. Ihnen fehlte an vielen Stellen die Empathie und auch einfach Mal ein Funken Nettigkeit.

Der Einstieg
Der Einstieg hat mir gut gefallen. Die Autorin berichtet von der Bösen Seite der Geschichte und zeigt dem Leser schon einmal, auf was er sich einstellen kann.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Spannung war für mich sehr schwankend. Am Anfang war es sehr zäh und ich hab mich gefragt, wann endlich etwas passiert, da das Buch nicht so viele Seiten hat. Als dann aber etwas passierte, war mir die Geschichte zu weit hergeholt, einfach zu übertrieben und die Ereignisse zu schnell abgehandelt. Ich hätte mir an vielen Stellen viel mehr Tiefe gewünscht. Das Ende muss ich sagen, war dann doch noch etwas spannend, wenn auch wieder zu schnell abgehakt. Dort hat die Autorin gezeigt, dass sie auch anders kann und den Charakteren Leben und der Geschichte Action einhauchen kann. Generell ist die Idee rund um die Geschichte leider nichts Neues und wurde schon in vielen Formen verschriftlicht. In kurzen Worten: Mädchen mit großer Bestimmung, lebt bei Pflegeeltern, dass sie aber vorher nicht weiß, Schicksal der Feenwelt liegt in ihren Händen. Leider sind mir auch einige Ungereimtheiten aufgefallen, die ich an dieser Stelle auch aufführen möchte. Zum einen scheinen die Charaktere unbesiegbar. Natürlich hat Leyla Feenkräfte, aber an keiner Stelle wird davon berichtet, dass ihr z. B. die Dehydrierung und tiefe Schnittverletzungen nichts anhaben können. Sie macht einfach weiter, lässt sich nichts anmerken. Des Weiteren beschreibt die Autorin, dass die Zeit in der Welt aus der Leyla ursprünglich stammt, nicht weiterläuft. Aber irgendwann macht sich Leyla Gedanken darüber, dass die Eltern ihrer Freunde sich sicherlich Sorgen machen und deswegen ihre Gedanken an diese ausgelöscht wurden. Das bräuchte man ja nicht, wenn die Zeit nicht weiterläuft. Laut der Autorin muss man Band 3 gelesen haben, um es zu verstehen. Aber da ich Band 3 logischerweise im ersten Teil nicht kenne, sorgt es bei mir nur für  Verwirrung.

Mein Fazit
Auch wenn die Idee nichts Neues ist, wäre das Buch sicherlich mit sympathischeren Charakteren viel besser zu lesen gewesen, denn an sich hat mir die Handlung gefallen. Es hapert aber einfach an grundlegenden Dingen, wie manche für mich offensichtliche Logikfehler, unsympathischer Charaktere und fehlender Spannung.

Meine Bewertung
2,4 Sterne


Kommentare:

  1. Hey Anna,

    schade, dass das Buch nichts ist. 2,6 Sterne ist ja wirklich nicht viel :(
    Das Cover sieht aber so mega gut aus *.*

    Liebe Grüße
    Charleen

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    1. Ups ich hab gerade gesehen, dass da die falsche Bewertung stand. Sind tatsächlich auch nur 2,4 Sterne, laut meiner Rechnung. Das finde ich auch sehr Schade, aber ein gutes Cover ist leider nicht alles ;)

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