Sonntag, 31. Juli 2016

[Rezension] Schattentäter von Jannes C. Cramer

Schatten ist die Abwesenheit von Licht – der Tod das Ende des Lebens. Doch was wäre, wenn sich manches von dem, was wir denken zu wissen, als Irrglaube erweist? Wenn es diejenigen gibt, für die andere Regeln gelten? Felix’ Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen. Seit dem plötzlichen Tod seiner Frau zieht er sich völlig zurück und greift immer häufiger zur Flasche. Selbst seine beste Freundin Melanie findet kaum noch Zugang zu ihm. Nach einem schweren Unfall glaubt sie, ihn für immer verloren zu haben, doch Felix überlebt wie durch ein Wunder. Hatte er einfach nur Glück? Oder steckt mehr dahinter? Quelle

Eine junge Frau verabschiedet sich von ihren Freunden und verließ fröhlich lachend die Bar. Die Nacht war bereits über die Stadt hereingebrochen, nur der Mond, der ein diffuses Licht durch die Schleierwolken sandte, und vereinzelte Straßenlaternen beleuchteten den Weg.


Das Buch durfte ich vorablesen, deshalb erscheint meine Meinung schon relativ zeitnah zum Erscheinungsdatum. Erst einmal war ich sehr erstaunt, wieder etwas ganz Anderes vom Autoren lesen zu dürfen. Bisher kannte ich nur sein Fantasybuch und Thriller, so war ich doch überrascht, dass es hier eher um etwas Paranormales geht.

Das Cover gefällt mir gut, da es mit seinen Kreuzen sehr gut zum Inhalt passt. Zwar könnte man glauben, dass es um die Kirche geht, jedoch sind die Kreuze mehr als Symbol für den Tod gedacht, der hier einige der Charaktere auf mystische Weise heimsuchen wird.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und authentisch. Der Autor gibt ihnen ein Leben, nicht nur jetzt in der Gegenwart, sondern auch ein vergangenes, in denen sie ein Schicksal erleiden mussten. Allerdings war mir der Protagonist Felix nicht ganz sympathisch, weil er bei mir von seiner Art manchmal aneckte. Aber vielleicht ist davon auch viel auf seine Vergangenheit zurückzuführen. Melanie hingegen mochte ich sehr gerne, da sie eine starke Persönlichkeit, wenn auch naiv, ist.

Am Anfang wird der Leser direkt ins Geschehen hineinkatapultiert. Er erfährt zum ersten Mal von den seltsamen Toden, die die Charaktere ereilen. Das war für mich zwar spannend und gut gewählt, ich musste mich aber diesmal erst ein wenig orientieren. Überleitend dazu, war für mich die Spannung nicht so hoch wie in seinen "normalen" Thriller. Durch die anfänglichen Versuche von Felix, den mystischen Ereignissen auf die Spur zu kommen, war es für mich an der ein oder anderen Stelle etwas langatmig. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten wurde es sehr spannend und ich wurde an das Buch gefesselt. Jedoch war es nicht ganz so rasant mit Action bestückt.

Die Idee hat mir gut gefallen und irgendwie war die Vorstellung auch ein wenig gruselig. So viel kann ich euch an dieser Stelle gar nicht verraten, da ich sonst spoilern würde, da im Kappentext nichts erwähnt wird. Macht euch am besten selbst ein Bild darüber.

Fazit: Wer auf ein interessantes Buch, welches mit paranormalen oder mystischen Elementen ausgestattet ist, steht, macht hier nichts falsch.

Meine Bewertung
4,4 Sterne

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