Dienstag, 14. Juni 2016

[Rezension] Finstere Erinnerung von Dania Dicken

In der kalifornischen Kleinstadt Waterford hat die Polizei es selten mit schlimmeren Verbrechen als Fahrraddiebstählen zu tun, bis eines Abends die Leichen einer vierköpfigen Familie in ihrem Haus gefunden werden. Ein Unbekannter hat tagelang mit seinen Opfern zusammen gelebt, bevor er sie brutal ermordet hat. 
Polizistin Sadie erhält zum ersten Mal die Gelegenheit, ihre Ausbildung an der FBI Academy zu nutzen. Mit ihren Kollegen Phil und Matt versucht sie, ein Profil des Familienmörders zu erstellen. Ihn zu finden, ist ihr ein ganz persönliches Anliegen: Vor fünfzehn Jahren wurde auch Sadies Familie getötet – von ihrem eigenen Vater … Quelle

Inzwischen klang die Stimme ihrer Mutter fast schrill. Tränen brannten in Kims Augen, während sie an die Decke starrte.



Auf dem Cover sieht man die Protagonistin Sadie. An sich gefällt mir das Cover gut, auch wenn es nicht viel darauf zu sehen gibt. Ich finde den Schriftzug schön, mir ist er allerdings ein wenig zu groß, da dadurch das Cover sehr vollgeschrieben aussieht.

Bisher hatte ich nur zwei der Fantasyromane der Autorin gelesen. Dieses Buch war für mich der erste Thriller und ich war gespannt, wie sie weg von dem Fantasygenre schreibt. Auch hier ist ihr Schreibstil flüssig und gut zu verstehen. Außerdem beschreibt sie sehr bildlich und fesselnd. Schon der Einstieg hat mir die Haare zu Berge stehen lassen. Die Autorin erzählt detailgetreu von einem Familiendrama, welches sehr blutig von statten geht. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und nimmt den Leser mit in eine grauenhafte Welt, abseits von unserer heilen Welt.

Es gibt zwei Handlungsstränge: Einmal der, der Opfer und der, der Protagonistin Sadie. Sadie ist eine junge Polizistin, die mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in der USA wohnt. Sie ist eine liebe Person und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Ich mochte Sadie als Protagonistin sehr gerne und war über ihre Fähigkeiten sehr erstaunt. Im Laufe des Buches lernte ich auch noch den Polizisten Matt kennen, der mir auch sehr schnell sympathisch wurde. Ich finde die Charaktere sehr authentisch gestaltet und gut ausgeschmückt, sodass der Leser sich ein gutes Bild über diese machen kann.


Mir hat gut gefallen, dass die Autorin scheinbar viel zur Arbeit eines Profilers recherchiert hatte. Das was sie beschreibt wirkt sehr professionell auf mich und sehr spannend. Zudem agiert der Leser auch als kleiner Profiler, denn er bekommt selbst die Chance mit zu rätseln und die Puzzleteile aus den Erkenntnissen der Polizisten zu einem Ganzen zusammen zufügen. Die Handlungen waren gut nachzuvollziehen und ohne langatmige Stellen und die Spannung konnte über das ganze Buch hinweg beibehalten werden, da sie immer wieder die Sequenzen der Opfer einschiebt, sodass der Leser immer neue Erkenntnisse dazu gewinnt und ich an das Buch gefesselt war. Auch das Ende hat mir gut gefallen, da es noch einmal sehr rasant zu ging und es macht neugierig auf den zweiten Teil, sodass ich diesen direkt im Anschluss gelesen habe.

Meine Bewertung
 4,9 Sterne


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