Montag, 9. Mai 2016

[Rezension] Überleben von Martin J. Christians

Der blaue Planet wurde zur Wüste, wegen eines Gases, das gierige Geschäftemacher in jedes Land der Welt verkauften. Die Zivilisation ist eine verblassende Erinnerung. Die Welt gehört denen, die anderen ihren Willen aufzwingen. Siw, Kamherra und ihre Freunde akzeptieren das nicht und leisten Widerstand. Auf ihre Art...
 
Gelb! Wie sie dieses Gelb haste!
  
Diese Rezension beginne ich ausnahmsweise mit etwas Negativen: dem Cover und dem Klappentext. Das Cover gefällt mir leider gar nicht. Es erinnert mich an ein altes Spiel aus dem Anfang des 21ten Jahrhunderts und es würde mich im Buchladen nicht ansprechen, wenn ich es dort sehen würde. Ebenso der Klappentext. Ich mag es zwar, wenn er kurz und prägnant ist, aber hier finde ich ihn schon zu kurz und richtig neugierig macht er nicht auf den Inhalt. Aber da ich Dystopien sehr gerne mag, habe ich das Buch trotzdem gelesen.
 
Der Einstieg ins Buch war für mich etwas verwirrend, da der Autor sich entschieden hat, ganze fünf Charaktere einzuführen, deren unterschiedlichen Erzählstränge erzählt wurde. Zwischendurch kam ich daher mit den Namen und deren Stellung durcheinander, sodass ich mich sehr auf das Buch konzentrieren musste. Im Laufe des Buches wurde es jedoch besser und die verschiedenen Erzählstränge liefen zu einem logischen Strang zusammen, sodass das Lesen auch flüssiger wurde.
 
Das Setting ist sehr trostlos und trist, so wie man sich eine Dystopie vorstellt. Allerdings tat ich mir schwer, mir diese Welt vorzustellen, was jedoch auch darauf zurückzuführen ist, dass es überwiegend am Anfang in einer Wüste spielt und somit nicht viel zum Beschreiben vorhanden ist.
 
Auch wenn die Anzahl der Charaktere mich erst einmal erschlagen hatte, hat der Autor diese gut ausgearbeitet. Sie waren sympathisch und witzig und selbst, wenn sie sich gestritten hatte, musste ich immer wieder schmunzeln. Die Charaktere haben mich sehr gut unterhalten und ich bin gerne mit ihnen auf die Reise gegangen. 
  
Positiv kann ich auf jeden Fall den Spannungsbogen hervorheben. Das Buch wurde von Mal zu Mal spannender und sie konnte über das ganze Buch hinweg beibehalten werden, da ich nie genau wusste, was passiert oder was die Charaktere schon wieder anstellen.
  
Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch hinsichtlich der Spannung und der Charaktere überzeugen und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.
 
Meine Bewertung
4,3 Sterne
 

 
 
 
 
 

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