Freitag, 22. April 2016

[Rezension] Rika von Lena Muhl



Der 16-jährige Peter führt mit seiner Mutter ein beschauliches Leben auf dem Land. In letzter Zeit wird er jedoch immer wieder von merkwürdigen Träumen heimgesucht, die so gar nicht in sein ruhiges, fast tristes Leben passen.
Als er dann auch noch Rika kennenlernt, steht sein Leben plötzlich Kopf. Denn sie führt ihn ein in eine geheime Gemeinschaft. Schnell muss Peter jedoch erkennen, dass nichts so ist wie es scheint.
Doch ist ein Entkommen überhaupt möglich? Quelle



Es war kalt, Nebel stieg von der gegenüberliegenden Uferseite her auf. Das Wasser war schwarz wie die Nacht und der Mond spiegelte sich.


Das Cover gefällt mir gut, weil es so extrem düster ist und gerade den Anfang der Geschichte widerspiegelt.
 
Der Einstieg in die Geschichte ist gut gewählt, etwas gruselig und sehr düster. Leider blieb es dabei. Nachdem super spannend Einstieg wurde die Geschichte um Peter und dann auch um Rika sehr zäh. Viele Ereignisse wurden von der Autorin eher abgehandelt, als gut beschrieben und einige Szenen sehr in die Länge gezogen, obwohl sie nicht wichtig gewesen wären. Zum Beispiel gab es ziemlich am Anfang eine Szene, in der eine Klassenkameradin von Peter ein Referat über den Adel hält. Leider war diese Szene für mich nicht sehr spannend und ich habe sie überflogen. Hinzu kam, dass sie dazu neigt, Ereignisse aneinander zu Reihen. z. B. kam kurz hintereinander drei Tage später, 2 Stunden später, eine Woche später.
 
Ich finde es schade, dass die Autorin das Anfangsthema, was wirklich sehr spannend gewesen wäre, nicht mehr wirklich aufgegriffen hatte. Viel mehr lag der Fokus auf Peters Schwärmerei für Rika.
 
Die Charaktere Peter und Rika haben sehr blass auf mich gewirkt. Peter ist ein typischer Nerd, der am liebsten vor dem Computer hängt. Komisch war für mich, dass er so fixiert auf Rika ist, dass er zu Drogenpartys geht, um etwas über sie herauszufinden. Das war mir etwas zu überzogen. Rika ein Mädchen, welches einer Sekte angehört und gerne feiern geht. Für ich waren beide Charaktere nicht gut genug umschrieben und daher blass und nur mittelmäßig sympathisch.

 
Auf den letzten Seiten hat die Autorin dann gezeigt, dass sie auch anders kann. Ca. die letzten 30 Seiten waren wesentlich spannender und actionreicher. Was es jedoch mit dem Anfang, dem toten Mädchen zu tun hatte, blieb für mich das ganze Buch unklar.


2,2 Sterne





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