Dienstag, 29. März 2016

[Rezension] Reset von Jens Bühler

Hauptkommissar Markus Steller leitet einen Polizeieinsatz von Spezialkräften in der Frankfurter Innenstadt. Zeitgleich, nur wenige hundert Meter entfernt, überfällt Demir Kara zusammen mit seinem Komplizen einen Diamantenkurier. Beide Unternehmungen versinken im Chaos, als sich die Stadt innerhalb von Minuten in ein Tollhaus verwandelt. Von rasender Wut besessen beginnen die Menschen übereinander herzufallen. Wer sich nicht in Sicherheit bringt, wird in Stücke gerissen. Verzweifelt versuchen beide Männer, gemeinsam mit anderen Überlebenden, der Hölle zu entkommen.
Während die Welt dem Wahnsinn zu erliegen droht, erfährt die Kommandantin des Forschungsbunkers Fenris, Generalmajor Aila Torbeck, dass der Feuersturm der Wut, der die Welt verbrennt, erst der Anfang ist. Der Druck, der auf Torbeck lastet, ist gewaltig. Sie und ihre Mitarbeiter sind die letzte Hoffnung auf Rettung vor dem drohenden Untergang. Aber die Kommandantin hat noch ganz andere Sorgen. Wie soll sie ihre Tochter Katta retten, die alleine in Frankfurt um ihr Leben kämpft? Quelle

>>Der hat dir ins Gesicht gespuckt. Warum hast du dem Wichser nicht in die Fresse geschlagen?<<, fragte Wilczek.



Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Mit dem Vogel, der Überschrift und dem Namen des Autoren wirkt es für mich zu leer und ich würde es nicht direkt in die Hand nehmen, wenn ich es in der Buchhandlung sehen würde.
 
Der Schreibstil des Autoren ist sehr wissenschaftlich. Jens Bühler entführt den Leser in eine Welt, in der die Tollwut oder so etwas in der Art ausgebrochen ist. Seine Beschreibungen basieren oftmals auf biologischen oder militärischen Erklärungen, sodass ich gerade im militärischen Bereich sehr wenig verstanden habe. Das führte schließlich dazu, dass ich begonnen hatte, Zeilen zu überspringen, da es einfach nicht meinem Interesse entsprochen hatte und ich es sowieso nicht verstanden hatte.
 
Der Einstieg war in das Buch gut und spannend gewählt. Der Leser lernt Markus Steller, einen Hauptkommissar kennen. Der Einstieg war sehr rasant und spannend geschrieben, sodass ich mich auf das Buch gefreut hatte. Allerdings hatte ich mir in den folgenden Kapitel die Frage gestellt, warum der Autor eine Vergewaltigung als Einstieg nimmt und dann es eigentlich nur noch um die Infizierten geht.
 
Es gab relativ viele Charaktere, die über mehrere Handlungsstränge begleitet wurden. Hauptsächlich begleitet der Leser jedoch Markus Steller, Katta und Aila Torbeck. Alle Charaktere konnte ich gut auseinander halten und kam mit ihnen nicht durcheinander.
 
Ein wenig unklar war generell die Infizierung für mich. Am Anfang dachte ich, dass es sich hierbei um eine Art Tollwut handelt und plötzlich landet ein Raumschiff. Mir war nicht transparent, was die Außerirdischen nun bezweckten.
 
Das Ende war für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt und zu wenig ausgeschmückt. Hier hätte ich mir mehr Details gewünscht und auch etwas weniger Dramatik. Denn ein Happy End scheint es nicht zu geben. Ein zweiter Teil ist laut dem Autoren nicht in Planung, obwohl es für mich kein befriedigendes Ende gab und eigentlich unklar ist, was mit den Menschen in Fenris passiert.
 
Generell hat mir die Idee gut gefallen, konnte mich aber durch die Schwierigkeiten im Verständnis nicht voll und ganz überzeugen und auch das Ende hat mich nicht überzeugen können.


3,2 Sterne



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