Donnerstag, 31. März 2016

[Rezension] Märchenblut von Nadja Roth

„Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum? Ich meinte, es wären sechs Geißlein, so sind‘s lauter Wackerstein …“ Als die erste verstümmelte Frauenleiche im Schifferstädter Wald entdeckt wird, ahnen Hauptkommissarin Elli Werner und ihr Chef Thomas Brunner nicht, welches Grauen sie erwartet. Ein psychopathischer Serienmörder hat begonnen, Frauen auf bestialische Weise zu Tode zu quälen. Der Killer hinterlässt bei jedem Opfer ein Zitat aus den Märchen der Brüder Grimm. Noch während sie versuchen, ihn zu fassen, gerät auch Elli ins Fadenkreuz des Psychopathen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Er ist das Böse. Er ist der Rächer. Er ist voller Hass. Er kennt kein Erbarmen. Und er ist Elli näher, als sie es sich in ihren schlimmsten Fantasien ausmalen kann … Quelle

Er wartete. Er war ein geduldiger Mann.


Das Cover gefällt mir gut, auch wenn es mir zu stark rosa ist. Aber es pass gut zum Inhalt, da es zum einen den Wald zeigt und zum anderen Blut, welches viel in dem Buch fließt.
 
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, bei dem ich mir alles bildlich gut vorstellen konnte. Das Buch ist insgesamt in drei Handlungsstränge aufgebaut: Einmal aus der Sicht von Elli, aus der auktorialen Sicht des Mörders und einem Kind aus dem Kinderheim.
 
Am besten haben mir die Szenen gefallen, in dem der Mörder am Werk war. Die waren skrupellos und blutig und genau nach meinem Thrillergeschmack. Die Ermittlungen von Elli waren zwar spannend, aber ich finde, dass sich die Autorin zu oft in der Liebesgeschichte oder eben im Liebesdestaster von Elli verloren hatte. Dadurch gab es für mich ein paar zähere Stellen, in denen ich mir mehr den Fokus auf die Ermittlungen gewünscht hatte.
 
Die Idee des Buches finde ich mega spannend. Ein Mörder, der seine Morde von verschiedenen Märchen ableitet und seine Opfer so hinrichtet. Diese Idee finde ich sehr kreativ und was Ähnliches habe ich bisher nicht gelesen.
 
Die Charaktere haben mir an sich gut gefallen, jedoch war mir Elli mit ihren Liebesprobleme zu viel am nörgeln. Dort hätte ich mir mehr Professionalität und weniger genörgelt gewünscht. Sehr gut fand ich, dass die Charaktere nicht transparent waren und der ein oder andere für Überraschungen gut war, die ich vorher nicht mal in Erwägung gezogen hätte.
 
Neben den Tätersequenzen war für mich en Highlight das Ende, welches die Autorin gut ausgearbeitet hatte und dem Buch damit einen runden und sehr spannenden Abschluss verliehen hatte.


4,4 Sterne


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