Mittwoch, 23. März 2016

[Rezension] Die Hüter der Erde von Gabriele Ennemann


Nie im Leben hätte der 15-jährige Gidion gedacht, dass er einmal ein richtiger Held sein würde. Doch als er bei einem seiner heimlichen nächtlichen Ausflüge beobachtet, wie feindliche Jäger an der Küste Thalams landen, überstürzen sich die Ereignisse. Gidion erfährt, dass er zu den Avantgarde gehört: vier Auserwählte, die sich den dunklen Mächten stellen. Auf ihrer abenteuerlichen Reise in die unbekannte Unten-Welt treffen sie geheimnisvolle Wesen, die ihnen nicht immer wohlgesonnen sind. Schließlich kommt es zum entscheidenden Kampf ... Quelle

Ich stand hoch über Thalam auf dem Felsen Ehlion und blickte auf die stürmische See, die unter mir wogte. Der herbe Geruch von Meersalz und Seetang durchzog die Luft, die mir bei jedem Atemzug prickelnd in der Lunge brannte.



Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, war ich begeistert. Das Cover finde ich echt schön und auch die Kapitelgestaltung des Buches ist toll. Die Farben des Cover gefallen mir sehr gut und es enthält wichtige Elemente, die den Betrachter neugierig auf das Buch machen.
 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten und war für mich an vielen Stellen sehr abgehackt, mit kurzen Sätzen, sodass es meinen Lesefluss behindert hatte. Jedoch muss ich auch sagen, dass er sehr bildlich ist und ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Viel Wert legt sie auf die Beschreibung der Umgebung, die sie sehr detailliert beschrieben ist.
 
Der Einstieg in das Buch, also das erste Kapitel, liest sich spannend. Ab den weiteren Kapiteln hatte ich das Gefühl, ein Geschichtenbuch über eine andere Gesellschaft zu lesen und dadurch verlor es für mich an Spannung, da nicht wirklich etwas passierte und die Geschichte zäh wurde.
 
Die Charaktere waren für mich sehr unnahbar. Über sie konnte ich kaum Wissen in Erfahrung bringen, sodass sie eher flach, als gut ausgearbeitet auf mich gewirkt hatte. Das finde ich sehr Schade, da man die Charaktere über das Buch hinweg begleiten musste. Bei diesen ist mir auch an einer Stelle aufgefallen, als Gideon auf ein Mädchen trifft, er sie schnell beim Namen nennt, obwohl er sie weder kennt, noch sie ihm ihren Namen verraten hatte.
 
Generell finde ich die Idee des Buches sehr gut, aber mir hat es einfach an Spannung gefehlt und viele Ereignisse wurden zu schnell abgearbeitet, bei denen man genau diese Spannung hätte herausholen können. Zum Beispiel erzählt Gideon, wer die 4te Avantgarde ist und plötzlich steht diese am See. Das ging mir einfach zu schnell.
 
Ich denke jedoch, dass die Autorin viel Potential und gute Ideen mitbringt, die jedoch weiter ausgebaut werden müssen.


2,8 Sterne


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