Samstag, 21. November 2015

Wie entsteht eigentlich dein Buch Trywwidt Klara Bellis?


Hallo ihr Lieben :)
heute wird euch Klara Bellis etwas zu ihrem Buch erzählen.
Schaut doch mal auf ihrer Seite hier vorbei :)



Trywwidt – Drei Jahre für ein Buch
Grün leuchtete es im Sommer 2012 auf meiner Facebook-Pinnwand. Ein Fotograf aus der Gothic-Szene hatte Aufnahmen einer Cyberpunkerin veröffentlicht: eine echte „Techno-Elfe“. Aus Spaß schrieb ich ein paar Zeilen unter das Bild, die der Anfang einer Geschichte hätten sein können.




Auf einmal fragten Leute, wann es mit der Geschichte weiterginge. Das fand ich lustig, dachte aber nicht ernsthaft ans Weiterschreiben, obwohl es im Unterbewusstsein zu arbeiten begann. Zur selben Zeit liefen im TV Dokumentationen über die Ursprünge des Vampirmythos. Beim Zappen blieb ich daran hängen und hatte plötzlich eine weitere Inspiration. Aber wozu einen Roman schreiben, für den sich eh kein Verlag interessieren würde? Deshalb schob ich die Ideen zu „Trywwidt“ ganz weit weg.

Ein paar Monate später hörte ich vom Selfpublishing, lernte in einem Kurs die technischen Grundlagen und packte im Frühjahr 2013 meine Blogtexte in ein E-Book. Das veröffentlichte ich im Frühjahr 2013 in Eigenregie. Gleichzeitig brodelte immer noch die Geschichte über die „Techno-Elfe“ als schwammige Idee im Hinterkopf. Nach ein paar weiteren Wochen mit einem riesengroßen Brett vor dem Kopf wurde mir endlich klar, dass ich nicht nur Blogtexte ohne Verlag veröffentlichen konnte, sondern auch jeden anderen Text. Zum Beispiel einen Roman über eine grünhaarige „Techno“-Elfe.

Hoch motiviert begann ich, einen Handlungsfaden zu spinnen, erzählte mir die Geschichte selbst und kritzelte sie als Stichpunkte auf ein paar Schmierzettel. Nebenbei tippte ich euphorisch schon mal die ersten Seiten Text und drängte sie im Rausch der Selbstüberschätzung einer Freundin zum Lesen auf. Die zog dabei ein Gesicht, als würde man ihr ohne Narkose den Blinddarm rausschneiden.

„Einfach mal einen Roman schreiben“ war also gar nicht so einfach. Zum Glück stand ich zu diesem Zeitpunkt schon mit einigen erfahrenen Autoren im Austausch (www.ewriters.eu) und ich wälzte Fachbücher über das Schreiben. Im Oktober/November 2013 war es endlich so weit. Ich hämmerte den Rohentwurf für „Trywwidt“ in meinen Laptop. Zur selben Zeit begannen wir ein uraltes Haus zu renovieren und ich fand mich in einem nervenaufreibenden Balanceakt zwischen Schreiben, Baustelle, Job und Familie wieder.

Anfang 2015 konnte ich den Roman endlich den ersten Testlesern geben. Doch hatte ich überhaupt einen lesbaren Text geschrieben? Oder stand da nur zusammenhangloses Gelaber? Es kostete mich viel Überwindung, das Manuskript herauszurücken.

Das Testlesen lief über mehrere Monate und ging am Ende ins Korrekturlesen über. Anfang September 2015 hatte ich endlich sämtliche Korrekturen eingearbeitet, sodass ich „Trywwidt – Die Kaiserin der ewigen Nacht“ bei Amazon als E-Book veröffentlichen konnte.

Zwischendurch bin ich immer wieder an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht mehr weitermachen wollte. Zwei Monate vor der Veröffentlichung wollte ich sogar das ganze Projekt löschen, weil ich nicht mehr daran glaubte, es nach so langer Zeit wirklich fertigzubekommen. Zum Glück glaubten andere daran und hielten mich davon ab. Deshalb denke ich, dass es fürs Schreiben eines Buches nicht ausreicht, eine gute Idee zu haben. Man braucht auch das richtige Umfeld, das einen dazu motiviert, dranzubleiben.

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