Montag, 31. August 2015

[Rezension] Glasberg von Anja Bagus


Titel: Glasberg
Autor: Anja Bagus
Verlag: Edition roter Drache
Seitenzahl: 311 Seiten
Genre: Steampunk

Reihe?: ja


Nach den turbulenten Ereignissen des letzten Silvesterfestes möchten Falk und Minerva ein gemeinsames Leben beginnen. Jedoch ist Minervas Familie über die bevorstehende Hochzeit geteilter Meinung, und Falks Bruder nimmt ihm seine Auszeit merklich übel. Zeitgleich tritt eine unerklärliche Krankheit bei den Laufburschen in der Glasfabrik auf: ihre Augen werden weiß wie gestockte Milch, bevor sie langsam sterben. Anfangs sind nur die Kinder der Armen betroffen … Bei ihren Nachforschungen treffen Falk und Minerva auf einen gefährlichen Widersacher. Als sie ihm zu nahe kommen, schlägt seine Falle zu: Sie müssen sich mit traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und können einer Konfrontation in der Glasfabrik nur knapp mit dem Leben entkommen. Aber dies ist erst der Anfang der Geschehnisse. Ist das Glas des Glasbergs gefährlicher, als Falk zugeben wollte? Die Lösung finden Falk und Minerva erst, als sie zum Glasberg zurückkehren. Aber es könnte bereits zu spät sein, um das lodernde Feuer noch zu löschen. Quelle


Die Minuten bevor sie wieder zu ihm zurück kamen, waren die schlimmsten. Er war wie ausgedörrt, seine Augen fühlten sich an wie harte Glasmurmeln in seinem Kopf und er blinzelte unablässig, während er in den Himmel starrte.




Nachdem mir der erste Teil Waldesruh schon so gut gefallen hatte, war mir klar, dass ich auch den zweiten Teil Glasberg unbedingt lesen möchte.
 
Wie schon im ersten Teil gefällt mir der Schreibstil der Autorin wieder sehr gut und ich bin immer wieder über die neuen und erfrischend kreativen Ideen der Autorin überrascht.
Sie gibt sich wirklich viel Mühe in der Ausarbeitung ihrer Geschichte und Charaktere und an vielen Stellen habe ich festgestellt, dass sie sich auch viel mit dem Thema des Glasblasens oder ähnlichem auseinander gesetzt hat.
 
In diesem Teil bin ich auf neue Charaktere und Wesen getroffen, die im ersten Teil nicht oder nur ganz kurz vorkamen.
Diese sollten sich als sehr interessant, nett, oder aber auch böse darstellen.
Natürlich bin ich aber auch wieder auf Minerva und Falk getroffen, die unsere Protagonisten darstellen. Vor allem Minerva begleiten wir viel durch das Buch und ich bin immer wieder über ihren Mut und Liebe gegenüber ihren Mitmenschen erstaunt und begeistert.
Ich finde, dass sie eine sehr starke und tolle Persönlichkeit ist.
 
Im zweiten Teil hat die Autorin viel Kreativität einfließen lassen und durch ihre neuen Idee war das Buch für mich vom Anfang bis zum Ende spannend und konnte mich auf jeder Seite überzeugen.
Ich finde immer noch die Idee, Glas und seine Produktion in den Vordergrund zu stellen und aus dem Thema eine spannende und fantasievolle Geschichte zu stricken, wahnsinnig toll und vor allem einzigartig und ja auch etwas verrückt an vielen Stellen.
 
Gegen Ende wurde es noch einmal richtig spannend und die Ereignisse überschlugen sich. Letztendlich lässt die Autorin viel offen und der Leser weiß nur einen Teil davon, was vielleicht im nächsten Teil auf ihn zu kommen wird.
Auch der Epilog hat mich einfach nur fertig gemacht. Was wird das Gesagte im nächsten Teil für eine Rolle spielen und kann die Welt vom Untergang bewahrt werden?



Eine wundervolle, spannende Fortsetzung, die mich stundenlang fesseln und mich einfach durch ihre neuen Ideen überzeugen konnte.





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