Freitag, 24. Juli 2015

[Rezension] Eulenrätsel von Ghila Pan

Originelle Geschichte, leider sehr verwirrend.
Titel: Das Eulenrästel
Autor: Ghila Pan
Verlag:
Seitenzahl: 353 Seiten
Genre: Roman

Was ist wirklich ‚wirklich‘?  Diese Frage stellen sich auch Lisa und Alwin Richard. Eigentlich wollen die beiden einen entspannten Urlaub auf Hawaii verbringen. Doch plötzlich befindet sich Lisa, die einen unveröffentlichten Roman geschrieben hat, wieder mitten in ihrem Buch – und an seinem Schauplatz, den schottischen Highlands. Ihre Romanfiguren gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf und beginnen ihr Leben maßgeblich zu beeinflussen, bis Lisa und ihr Mann in ein gefährliches Abenteuer geraten. Aber Lisa ist keine gewöhnliche Frau. Sie kann sich drehen und Flügel wachsen lassen. Auch ahnen vorerst weder Elester Claw, die Flohspinne Tarantilli, noch der BMS- (Bird-Message-Spatz) Posi, dass ihre Verbannung gemeinsam mit weiteren Romanfiguren Lisas in ein ‚Nichtiges Reich‘ – irgendwo über den Wolken Schottlands – ein Ende haben soll. 
Nicht nur für Eulalia Birdwitch, die in ständiger Angst vor dem Tod lebt, wäre der Blick in seelische Abgründe und Welten monströser Wesen ein anderer gewesen, hätte sie etwas mehr gewusst… 
Quelle



Schmal war der Pfad, der Boden fühlte sich warm an unter ihren Füßen, den einzigen Spuren im Sand. Hibiskusblätter streiften Lisas Schultern, sie stapfte ein paar Meter die Anhöhen hinauf. 


 
Aufbau und Schreibstil
Das Buch gliedert sich in insgesamt 57 Kapitel, mit zum Teil interessanten und witzigen Überschriften.
Der Schreibstil der Autorin war für mich zum Teil etwas schwer und auch ziemlich verwirrend, aber sonst okay.
 
Spannung
Die Spannung war von leicht bis mittelmäßig, mit hinzu ziehenden Passagen.
 
Charaktere
Ich werde mir an dieser Stelle nur Lisa hinauspicken, da es in diesem Buch viel zu viele Charaktere gibt. Dazu mehr unter Meine Meinung.
Lisa ist eine junge Autorin, die jedoch keins ihrer Bücher veröffentlich hat. Viel mehr ist sie wohl in der Lage, mit ihren Charakteren zu kommunizieren.



Das Cover finde ich nicht sehr spektakulär, aber doch süß. Ich finde, dass es sehr gemalt aussieht, also per Hand und nicht mit dem Computer. Allerdings finde ich auch dadurch, dass es mehr nach einem Kinderbuch aussieht, als nach einem für Erwachsene.


Die Charaktere haben mir große Sorge bereitet. Die Autorin hat sich entschieden, sozusagen ein Buch im Buch zu schreiben. Das hat leider zur Folge, dass viel zu viel Charaktere in dem Buch vorkommen. Ich konnte mir daher leider nicht bei allen merken, wer wer ist und was seine Eigenschaften sind.
Hinzukommt, dass sich hier "reale" Personen, also Menschen aus unserer Welt wiederfinden und "erschaffene" Charaktere, aus Lisas Buch.
Eins muss ich jedoch anmerken: Die Namensfindung der Charaktere hat mir gut gefallen. Denn die Charaktere sind nach ihren Charakterzügen oder auch Berufen benannt, was zum ein oder anderen Schmunzelmoment geführt hatte.


In das Buch kam ich leider ganz schlecht rein. Ich war an vielen Stellen sehr verwirrt und wusste irgendwann nicht mehr wo unten, wo oben ist, geschweige denn um was es jetzt eigentlich geht. Das hat sich erst langsam nach ca. 100 bis 150 Seiten gelegt und ab da wurde es etwas transparenter. Allerdings gab es auch dann weiterhin immer wieder Stellen, die ich nicht nachvollziehen konnte, bzw. die mich einfach nur verwirrt haben.


Als dann plötzlich am Ende noch einmal einen starken Sprung gab, war meine Verwirrung vollends vorhanden. Besser hätte mir gefallen, dass sich die Geschichte so weiter fort begibt, wo sie stehen geblieben war. Denn damit haben mir irgendwie wichtige Informationen gefehlt.


Den Schreibstil der Autorin möchte ich hier auch noch einmal kurz aufgreifen. Wer hier nach einer leichten Lektüre sucht, sucht vergebens. Denn ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, dass es sich hierbei um eine Lektüre für Erwachsene handelt. Dementsprechend war auch die Wortwahl der Autorin, mit oftmals vielen Fremdwörtern, lange und verwirrenden Sätze:


"Konfrontiert mit dem Nichtsein ziehe ich die Aussicht auf ein fortschrittliches Nichtseins der Aussicht auf ein rückschrittliches Nichtsein vor, also komme ich mit euch! [...]"

Positiv finde ich aber die Idee der Geschichte. Dem sogenannten Buch im Buch. Für mich hat die Geschichte auf jeden Fall ein hohes Potential, wären da nicht so viele Charaktere, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen kann.
Auch wenn ich schwer in die Geschichte hineinkam, glaube ich trotzdem, dass es andere gibt, die damit wesentlich besser mit zu recht kommen.
Somit gibt es von mir aber nur ganz knappe Drei Kirschblüten, weil die Geschichte Potential hat, ich aber nicht wirklich mit zurecht kam.











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen