Sonntag, 12. Juli 2015

[Autoreninterview] Petra Teske


Stell dich doch einmal kurz vor.
Mein Name ist Petra Teske, ich bin 37 Jahre alt und Mutter von vier Kindern. Eigentlich arbeite ich in einer Bücherei, bin aber aufgrund meiner Kinder zurzeit im Sonderurlaub. In drei Jahren geht es dann aber wieder in meinen geliebten Beruf zurück.

Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?
Ich schreibe eigentlich schon mein ganzes Leben. Bereits als Kind habe ich mir immer wieder Geschichten ausgedacht, da ich leider nur sehr wenig Bücher von meinen Eltern bekommen habe. Also, habe ich sie mir eben einfach selbst geschrieben :-)
Aber es war ein langer Weg, bis ich tatsächlich mein erstes Buch veröffentlicht habe. Da gehörte für mich schon eine gute Portion Mut dazu. Im letzten Jahr war es dann soweit und ich habe meinen Debüt-Roman „Blut um Mitternacht“ veröffentlich.


Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern? Wodurch wirst du inspiriert?
Meine Inspirationsquellen sind das Leben und meine Träume. Manchmal sind es nur ganz kleine, unbedeutende Momente und plötzlich macht es „Wham“ und vor meinem inneren Auge läuft ein Film ab. Darum habe ich immer ein Notizbuch in der Tasche :-) und eines neben meinem Bett. Die Idee, zu einem meiner zukünftigen Projekte kam aus einem Traum.

Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?
Sagen wir, seitdem ich „Blut um Mitternacht“ veröffentlicht habe. Ich hätte niemals gedacht, dass es so ein Erfolg wird. Gerade das Vampir-Genre ist ja ziemlich überlaufen und seit Twilight übersättigt. Aber so ist das eben mit den Vampiren, sie sind einfach nicht totzukriegen. Jedenfalls ist das Schreiben jetzt zu meinem derzeitigen Hauptberuf geworden und ist fest in meinem Alltag integriert.

Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?
Damit hatte ich bisher zum Glück kein Problem gehabt, da die drei Teile meiner „Blut um Mitternacht Reihe“ bereits im Kopf fertig sind. Mir fehlt nur die Zeit, sie auch aufzuschreiben. Mit vier Kindern ist mein Tagesplan ziemlich voll. Wenn ich mal zwischen verschiedenen Szenen festhänge, schalte ich einfach ab, träume vor mich hin und vertraue einfach darauf, dass ich die Lösung finden werde. Bis jetzt hat es immer funktioniert.

Gab es irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem du am liebsten alles über Bord geworfen hättest? Was hat dich dazu bewegt weiter zu schreiben?
Oh ja. Eigentlich wollte ich meinen Roman nie veröffentlichen, da ich ihn schon vor Twilight angefangen habe zu schreiben. Und dann kam die große Vampir-Welle und mir war klar: Das will jetzt sowieso keiner mehr lesen. Doch die Jahre vergingen, meine Kinder wurden älter und mein Manuskript dicker, da ich wieder mehr Zeit zum Schreiben hatte. Irgendwann war mein Buch dann fertig und das Wechselbad der Gefühle ging richtig los. Aber irgendwie war ich es Julien und Claire schuldig, sie auch für andere Menschen lebendig werden zu lassen.

Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.
Ich schreibe Vampirromane für Erwachsene. Mir ist es dabei wichtig, dicht an der Realität zu bleiben. Ich finde, es gibt so einen besonderen Reiz, wenn man sich die Frage stellen kann, ist es vielleicht wirklich möglich? Zudem spielen für mich menschliche Werte eine große Rolle und versuche diese auch immer mit in meinen Büchern einfließen zu lassen. Meine Romane dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern sollen auch zum Nachdenken anregen. 



Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten? Welche Bücher liest du ganz Privat? Welches Buch sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben?
Voraussichtlich im März wird jetzt der zweite Teil von „Blut um Mitternacht“ erscheinen. „Sternenuntergang“. Die Vorbereitungen bis zur Veröffentlichung nimmt viel Zeit in Anspruch, aber danach geht es gleich mit einem neuen Projekt weiter. Diesmal allerdings ein Fantasy-Roman ohne Vampire. Es hat was mit unseren Träumen zu tun. Mehr wird aber noch nicht verraten ;-) Privat lese ich zurzeit eigentlich überwiegend Sachbücher zu all möglichen Themen. Ansonsten natürlich mit Leidenschaft Fantasy, gerne mal was Historisches oder Biografien. „Der kleine Prinz“ ist für mich ein Buch, was man unbedingt gelesen haben sollte.

Hast du das Gefühl, dass dir Rezensionen helfen? Findest du sie sinnvoll?
Vor allem freue ich mich über Rezensionen. Es ist einfach total schön zu erfahren, wie die Leser so über meine Bücher denken. Ob sie sinnvoll sind, finde ich eine ziemlich schwierige Frage. In mancher Hinsicht helfen sie auf jeden Fall, aber ich glaube, sie können auch Schaden anrichten. Ich selbst überfliege sie auch und bin manchmal schon entsetzt, was manche so schreiben.

Wie stehst du zu Gewinnspielen? Verlost du auch manchmal eins deiner Bücher?
Ich finde Gewinnspiele in Maßen eine wirklich tolle Sache und stelle dafür auch gerne mal eines meiner Bücher zur Verfügung. Aber ich achte schon darauf, dass es sich wirklich im Rahmen hält. Soll ja etwas Besonderes bleiben, ein Buch von mir zu gewinnen.

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Solange sie wirklich sachlich und nachvollziehbar ist finde ich sie sehr hilfreich. Kritik bringt einen meiner Meinung nach weiter und hilft einem dabei, noch besser zu werden.

Gibt es für dich ein No-Go im Sinne von Büchern oder auch deinen Fans?
Intoleranz in jeglicher Form.

Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden chten?
Sehr vorsichtig sein, was die Verlagswahl betrifft. Gerade die reinen E-Book-Verlage genau unter die Lupe nehmen und mit den Distributoren am Markt vergleichen. Und generell gilt: der Autor bekommt vom Verlag sein Geld, niemals umgekehrt!

Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden?
Vielen, vielen Dank für Eure Unterstützung. Ihr seid die Besten und habt einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass ein großer Traum von mir in Erfüllung gegangen ist <3 DANKE!












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