Mittwoch, 17. Juni 2015

[Rezension] Die Welt der 4 Jahreszeiten: Das Sonne-Mond-Kind von Melanie Klein

Tauche in eine magische Welt!

Titel: Die Welt der 4 Jahreszeiten: Das Sonne-Mond-Kind 
Autor: Melanie Klein
Verlag: Burg-Verlag
Seitenzahl: 458 Seiten
Genre: Fantasy

Was würdest du tun, wenn der Mann, den du liebst,dich töten muss, um seine Welt zu retten? Als Fenja aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wird, wacht sie eines Tages in einer unbekannten Welt auf. Eine Welt, in der Liebe und Hass, Gut und Böse und Krieg und Frieden nahe beieinanderliegen. Wahrheiten werden zu Geheimnissen, die Liebe führt zum Tod. Dort begegnet sie einem Mann. König Sisar. Der unbeschreibliche Gefühle in ihr weckt. Doch was haben diese Gefühle zu bedeuten? Fenja muss, genauso wie der junge König auch, einer Weissagung folgen, die vor langer Zeit vorhergesagt wurde. Um der Wahrheit zu entgehen, sucht Fenja nach einem Ausweg. Wird sie eine Möglichkeit finden sich selbst zu retten, in einer Welt, die sie nicht kennt und die viele Gefahren und Geheimnisse in sich birgt ... Quelle




"Sisar, wach auf! Wach auf!" Gwen stößt mit einem heftigen Schlag die Tür auf.

Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch 38 Kapitel, wobei diese noch einmal in verschiedene Abschnitte gegliedert worden sind.
Den Schreibstil fand ich am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, da die Autorin zum einen einen sehr leicht verständlichen Schreibstil hat, aber auch auf de anderen Seite versucht, bestimmt Stellen etwas "edler" klingen zu lassen.
Im Laufe des Buches konnte ich mich aber gut daran gewöhnen und ich hatte das Gefühl, dass sich auch ihr Schreibstil verbessert hatte.

Spannung
Die Spannung war mal mehr mal weniger vorhanden. Das kam immer darauf an, ob etwas passierte oder sich einfach die Gespräche dahinzogen. Aber mehr unter "Meine Meinung".

Charaktere
Fenja stammt aus der Menschenwelt, ist jedoch eine Magierin. Von der Welt der 4 Jahreszeiten erfährt sie erst, nachdem sie dort hin geschickt worden ist.
Sie ist sehr keck und zum Teil wirklich unausstehlich.

Sisar ist der König im Sommerland. Er lebt dort mit seiner Schwester Gwen und seiner Adoptivtochter Lily und ist ein sympathischer junger Mann.


Das Cover passt sehr gut zu der Geschichte. Wir sehen darauf die junge Fenja und im Hintergrund ihr Sonne-Mond-Amulett, welches im Laufe der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Den Einstieg  finde ich gut gelungen, allerdings auch etwas verwirrend. Wir begleiten Sisar auf seiner Rückkehr zum Sommerschloss. Allerdings schwenkt die Autorin im nächsten Kapitel auf die Ich-Perspektive von Fenja, die wir dann das komplette Buch über begleiten. Ich hätte mir gewünscht, dass auch Sisar zwischendurch ein Kapitel gewidmet wird, da er sehr sympathisch ist und ich mir manchmal überlegt hatte, was nun in seinem Kopf vorgeht.

Die Charaktere.. ja die Charaktere.
Beginnen wir hier einmal mit der Protagonistin Fenja und damit auch meinem persönlichen Problem. Leider ist mir Fenja total unsympathisch. Sie geht wegen jedem bisschen an die Decke, wird gewalttätig und pöbelt einfach alles und jeden an. Hier einen kleinen Vorgeschmack:

Ich brause auf ihn zu und keife ihn an: "Du blöder Arsch. Du hast doch gar keine Ahnung."

Leider kommen diese Stellen gehäuft vor. Im Laufe des Buches hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass es nur schlimmer mit ihr und nicht besser wird, obwohl sie auch ein paar wirklich nette Momente hat, in der sie beginnt, ihr handeln zu reflektieren.
Klar bekommt sie gesagt, dass die Welt von ihr abhängt und das ist sicher nicht leicht, aber so wie sie mit den Menschen umgeht, kann ich's einfach nicht verstehen und ich frage mich, was die Autorin sich bei der Erschaffung ihres Charakters gedacht hat.
Sehr traurig finde ich auch, dass sie Sisar einfach nicht an sich ranlässt. Sisar ist für mich einer der Lieblingscharaktere in dem Buch. Er nimmt viele Sache kommentarlos hin, ist charmant und würde wohl alles für Fenja tun. Und obwohl sie so mies zu ihm ist, liebt er sie scheinbar abgöttisch. So ein kleines bisschen Charakterliebe ist da auch bei mir entstanden.

Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Autorin lässt viele magische Elemente in ihre Geschichte einfließen und hat somit eine Welt geschaffen, in der nicht nur Gutes, sondern auch Böses regiert.
Die Welt kann einen wirklich verzaubern.
Die Idee eine Welt zu schaffen, die in 4 Jahreszeiten aufgeteilt ist, finde ich gut. Aber was es genau weiter mit dieser Welt auf sich hat, werde ich wohl im nächsten Teil erfahren.

Ein wenig gewünscht hätte ich mir, dass der Settingwechsel schneller gekommen wäre. Zum Teil hat sich das Buch doch etwas in die Länge gezogen, auch wenn die Ideen gut waren. Ich finde, dass sich die Stellen im und um das Schloss zu lang gezogen haben und einiges eigentlich hätte weggelassen werden können.

Das Ende hat mein Herz noch mal schneller schlagen lassen. Ich finde, dass die letzten Kapitel einfach genial waren. Als Fenja endlich das Schloss verlässt, geht es einfach mehr oder weniger rasant zu. Ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen und die Ereignisse überschlugen sich. Das Ende war einfach sehr offen und unvorhersehbar, wodurch es sehr neugierig auf den nächsten Teil macht.
Trotz meiner Kritikpunkte gebe ich dem ersten Teil knappe 4 Kirschblüten, da die Idee sehr gut ist und mich die Welt der 4 Jahreszeiten einfach in den Bann gezogen hat. Aber bitte Fenja, ändre dein Benehmen!







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