Sonntag, 28. Juni 2015

[Autoreninterview] Nathalie Kutscher


Stell dich doch einmal kurz vor.
Ich bin seit ca. 5 Jahren aktive Autorin, obwohl ich schon davor geschrieben habe. In erster Linie bin ich Verlagsautorin, verlege aber nebenbei auch selbst. Ich bin Jahrgang 73, aus dem Ruhrpott und habe drei Jahre auf Island gelebt, was mich und meinen Werdegang als Autorin stark beeinflusst hat. Mein erster, veröffentlichter Roman entstand auch dort. Mittlerweile lebe ich in Unterfranken, baue mein Gemüse- so weit es geht – selbst an, bin Vegetarierin, engagiere mich für den Tierschutz und habe einen Ehemann, vier Katzenmädels, einige Streunerkater, die wir versorge, sowie jeden Waldbewohner ( an dessen Rand wir wohnen ) der Hunger hat und etwas zu fressen sucht. Und ja, ich liebe auch die Waschbären, die regelmäßig unseren Müll durchwühlen :D. Nebenbei fotografiere ich gerne und biete meine Fotots auch als Coverhintergründe an.


Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?
Oh, das ist ganz viel. Seit ich mit sieben Jahren mein erstes Buch vom eigenen Taschengeld kaufte, war ich besessen von Büchern. Es war übrigens Enid Blytons Dolly, und ich habe diese Reihe verschlungen. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wusste ich meinen Berufswunsch: Schriftstellerin. Andere wollten Prinzessin sein, ich wollte nur Bücher schreiben. So sah dann auch der Weg dahin aus. Während die anderen zu Prinzessinnen wurden, waren meine Lieblingsfächer Geschichte und Deutsch. Ich fand es nie langweilig, ein Gedicht zu lernen oder eine Abhandlung über ein Buch zu schreiben. Und Geschichte war für mich immer ein Highlight. Ich schrieb ständig freiwillige Aufsätze, am liebsten über Ägypten und Griechenland. Aber ich war nie ein Streber. In Mathe hatte ich immer eine 5. Ich war immer nur fasziniert von der deutschen Sprache und von Historie.

Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern?Wodurch wirst du inspiriert?
Oh, das ist ganz verschieden. Meinen Roman „Der Ruf des Adlers“ habe ich tatsächlich komplett geträumt. Andere Geschichten entstehen, wenn ich Menschen beobachte oder einfach nur, wenn ich zu viel Zeit habe :D. Aber das Meiste fällt mir tatsächlich ein, oder besser, ich sehe es, wenn ich schlafe.


Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?  
Ja, auf jeden Fall. Mir ist das nie bewusst geworden, aber letzten sagte mir jemand, ich wäre eine Person des öffentlichen Lebens. Das fand ich schon krass.


Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?
Ja, ja und noch Mals ja. Ich hatte erst jetzt eine Zeit, wo ich 4 Monate gar nicht geschrieben habe. Ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, ganz damit aufzuhören. Was habe ich getan? Zum Glück – oder es war das Schicksal – fand ich eine Autorengruppe auf Facebook, die sich zum größten Teil mit Lyrik befasst. Ich bin zwar kein großer Lyriker, aber die Menschen dort sind toll und der Austausch untereinander wunderbar. Das gab mir dir Kraft, eines meiner Manuskripte nach langer Zeit mal wieder einem Verlag anzubieten. So, morgen unterzeichne ich den Vertrag :D. Zuspruch hilft bei Blockaden.


Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.
Okay, also mein Debutroman entstand auf Island und spielt auch dort. Es ist ein Mysteriethriller, bei dem es um Stella geht, die als Kind vom Vater missbraucht wurde und erst nach Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehrt, Mit diesem Buch verbinde ich sehr viel persönliche Erlebnisse und Eindrücke und auch wenn es ein schwieriges Thema ist, kam der Roman recht gut an. Dann folgte ein Historen/Frauenabenteuer. Da viele Verlage das Buch ablehnten, aufgrund des 19. Jhd., habe ich mich erstmals entschlossen, den Weg als Indie zu gehen. Meine anderen Bücher waren vorher alle beim Verlag erschienen. Also, in „Der Ruf des Adlers“ geht es um eine irische Familie, die der Armut entflieht und nach Amerika auswandert. Im Verlauf der Story dreht sich alles um ihre Enkelin Christin, die ihr Schicksal selbst meistern muss. Es ist eine Mischung aus Westerngeschichte, Drama und Romanze. Die anderen Sachen schreibe ich unter Pseudonym. Dazu gehören Ava Pink, für die Erotik und Eden Barrows, unter deren Namen ich neuerdings Dark Fantasy schreibe. Hier geht es größtenteils um Vampire, allerdings nicht im herkömmlichen Sinn.



Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten?
Ja, gleich 2. Das erste wird in meiner Fantasyreihe „Die Legenden der Verfluchten“ erscheinen ( als Eden Barrows ). Und dann habe ich heute einen Vertrag für meinen Erotikthriller „Subjection – Tödliche Leidenschaft“ erhalten, den ich unter Ava Pink herausbringe.


Welche Bücher liest du ganz Privat? Welches Buch sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben?
Meine Lieblingsbücher: Im Westen nichts Neues, Panic. Privat lese ich vor Allem Thriller und Historie.


Hast du das Gefühl, dass dir Rezensionen helfen? Findest du sie sinnvoll?
Auf jeden Fall. Jeder Autor braucht Rezis, um zu wissen, was die Leser möchten.


Wie stehst du zu Gewinnspielen? Verlost du auch manchmal eins deiner Bücher?  
Ja, sehr oft


Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Mmh, klar ist negative Kritik nicht immer leicht zu verpacken. Wenn sie konstruktiv ist, nehme ich mir aber gerne etwas davon an.


Gibt es ein No Go für Dich?
Ein No Go? Ohje, Sci-Fi glaub ich. Damit kann ich so gar nichts anfangen


Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden möchten?
Behaltet euren Weg fest im Sinn! Nichts ist unmöglich. Autor zu sein, heiß auf vieles verzichten. Man wird damit nicht reich und es ist harte Arbeit. Aber wer das Schreiben im Herz hat, wird gar nicht anders können.


Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden? Ich danke denjenigen, die meine Bücher lesen, mich unterstützen und mir tolles Feedback geben. Ohne euch wären wir Nichts. Ich hoffe, ich sehe viele von euch im Mai in Herne, zu meiner Lesung. Danke, dass ich dabei sein durfte!














































Kommentare:

  1. Hi, ganz interessant, wenn auch recht kurze Antworten nur ;) Bin es eher gewohnt, dass Autoren viel zu ausgeschweift antworten, Und warum wird bei der Frage um negative Kritik mit ihrem No-Go geantwortet? ;)

    Trotzdem schönes Interview ;)

    Jessi

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    1. Ja das kenne ich auch, aber das ist ja jedem selbst überlassen.
      Ups danke für den Hinweis. Das mit dem No-Go ist wohl mein Fehler. Hatte mich schon gewundert :D *schnell mal ändern*

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