Samstag, 30. Mai 2015

[Rezension] Böses Herz von Sandra Brown

Im Laufe des Buches stellt man doch auch selbst mal in Frage, wen man eigentlich trauen kann!
Titel: Böses Herz 
Autor: Sandra Brown
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 512 Seiten
Genre: Thriller

Wem kannst du vertrauen, wenn nichts ist, wie es scheint?
Vor zwei Jahren verlor Honor Gillette ihren geliebten Ehemann Eddie bei einem tragischen Unfall – das glaubte sie jedenfalls, als plötzlich ein fremder Mann blutüberströmt in ihrem Vorgarten auftaucht. Honor ahnt nicht, dass es sich um Lee Coburn handelt, der wegen Mordes an sieben Menschen gesucht wird – bis er sie und ihre kleine Tochter als Geiseln nimmt und behauptet, Eddies Tod sei kein Unfall gewesen und Honor selbst sei in großer Gefahr. Honor hat keine andere Wahl: Um sich und ihre Tochter zu schützen, muss sie Coburn vertrauen und tun was er verlangt ...

Mommy?<<
>>Hm?<<
>>Momm<?<<
>>Hm?<<
>>Da ist ein Mann in unserem Garten.<<

Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch 45 Kapitel plus den Epilog, welche sich über 512 Seiten ziehen.
Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, der den Leser mit rätseln lässt.

Spannung
Sie Spannung ist wechselhaft. Direkt der Einstieg beginnt spannend, allerdings gibt es dann ein paar Seiten, die zwar interessant sind, aber nicht ganz so spannend. Und das zieht sich immer mal im Wechsel über den Thriller hinweg.

Charaktere
Honor
wohnt mit ihrer Tochter Emily abseits der Menschen. Vielmehr wohnt sie auf einer Insel, die man nur per Boot erreichen kann. Ihr Mann starb vor 2 Jahren an einem Autounfall. Als plötzlich Coburn in ihr Leben tritt, muss sie hinterfragen, wer ihr wirklich Feind ist.

Coburn
Als Coburn blutüberströmt in Honors Garten aufschlägt, weiß er auch noch nicht, was ihm die Zukunft bringen wird. Er wird von der Polizei verfolgt, da er mehrere Menschen umgebracht haben soll. Aber ist das wirklich die Wahrheit?

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber hat was. Der Kontrast der schlichten Farben gefällt mir gut und das rote Blatt sticht sehr raus.
Wenn man genau hinsieht, sieht man im Hintergrund Striche und Konturen. Ich finde, dass diese Ähnlichkeiten mit einem Ball haben, der auch im Buch eine wichtige Rolle spielen wird.

Der Einstieg ging direkt mehr oder weniger rasant los. Eigentlich wird der Leser direkt in das Buch hineingeworfen, ohne das er genau weiß, wer die Charaktere sind und wo er sich befindet. Das hat mir gut gefallen, da man zum einen direkt an das Buch gefesselt wird und zum anderen lernt man die Charaktere ja im Laufe des Buches am Besten kennen.

Die Charaktere finde ich gut getroffen. Auch wenn man es Honor anfangs nicht anmerkt, ist sie eine starke Persönlichkeit, die nicht davor zurück scheut, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Coburn hingegen war mir anfangs ganz und gar nicht sympathisch. Er war sehr egoistisch und nur auf sich bedacht und schreckte vor fast nichts zurück. Allerdings musste ich ihm auch schon da zu gute legen, dass er gewisse Situationen nicht ausgenutzt hatte. Im Laufe des Buches wurde er mir dann immer sympathischer, weil ich ihn auch viel besser kennenlernen konnte.

Auch wenn die Situationen oft heikel und traurig waren, gab es da noch die kleine Emily, die mit ihrem kindlichen Witz die Sache aufgelockert hatte und ich sie einfach ins Herz schließen musste. Selbst ein ach so starker Coburn, konnte ihr irgendwann nicht mehr widerstehen.

Die Handlung war nicht sehr rasant, aber dennoch meistens spannend. Ich konnte bis zum Ende hin mit fiebern.

Die Autorin schaffte es immer wieder mich zu verwirren, in dem sie Wendungen in den Thriller brachte und ich habe tatsächlich erst auf den letzten Seiten herausgefunden, wer all die Aufträge gibt.

Das Ende war dann doch noch einmal interessant. Allerdings hatten mich die letzten Seiten sehr unbefriedigt zurückgelassen, da der Leser nicht aufgeklärt wird, wie es mit Honor und Coburn weitergeht. Das fand ich sehr schade, da ich wirklich beide zu lieben gelernt hatte.

 







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