Mittwoch, 10. Dezember 2014

[Rezension] Haus der Geister von John Boyne

Autor: John Boyne
Verlag: 
Piper
Seitanzahl: 333
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 06.10.2014

              Klappentext               
England 1867. Die junge Eliza Caine reist in die englische Grafschaft Norfolk, um eine Stellung als Gouvernante in Gaudlin Hall anzutreten.
Bei ihrer Ankunft muss sie zu ihrer Verwunderung feststellen, dass sie mit den beiden Kindern ganz allein in diesem uralten viktorianische Anwesen leben wird - bis sie erkennt, dass sie doch nicht alleine sind ...

              Die ersten beiden Sätze              
Ich mache Charles Dickens für den Tod meines Vaters verantwortlich. Wenn ich an den Moment zurückdenke, an dem das Grauen in mein Leben trat und in seinen Grundfesten erschütterte, sehe ich mich wieder im Wohnzimmer unseres kleinen Reihenhauses in der Nähe des Hyde Parks sitzen , den abgenutzten Kaminvorleger betrachten und darüber nachsinnen, ob ich ihn ausbessern sollte oder ob es nicht an der Zeit wäre, einen neuen zu kaufen.

              Information               
Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch 26 Kapitel, die sich auf 333 Seiten erstrecken.
Der Autor hat die Ich-Perspektive, also aus der Sicht von Eliza Caine, gewählt.
Zudem hat er einen angenehmen Schreibstil. Da es im 19ten Jahrhundert spielt, ist auch der Schreibstil dementsprechend etwas angepasst.

Spannung
Das Buch finde ich sehr spannend. An manchen Stellen gab es eine kleine Passage, wo etwas über die Geschichte oder sonst etwa erzählt wird, die sich etwas zieht, aber ansonsten hatte mich das Buch gefesselt.

Charaktere
Eliza
Als sie klein war, verlor sie erst ihre Mutter, die die Geburt ihrer Schwester (die ebenfalls stirbt) nicht überlebte. Mit 21 dann der nächste Schicksalsschlag. Ihr Vater stirbt an einer Grippe.
Hals über Kopf verlässt sie London, um als Gouvernante in einem Herrenhaus, zwei Kinder zu betreuen.
Ich habe Eliza als eine hilfsbereite, verantwortungsvolle und mutige junge Frau erlebt.

Isabella und Eustace
12 und 8 Jahre alt. Sie leben in dem Herrenhaus und werden nun von Eliza betreut. Beide haben ein Geheimnis, welches bald ans Licht kommen soll.
Isabella wirkte auf mich oft distanziert und kalt. Und auch etwas gruselig und eigenartig. Als wäre sie besessen.
Eustace wirkte auf mich sehr lieb, aber auch ängstlich. In Eliza findet er eine Bezugsperson, die ihn liebt.

              Meine Meinung               
Wie so oft hat mich erst einmal das Cover angezogen. Etwas gruselig hat es schon an sich. Das Mädchen, das in Nebel gehüllt ist, harmoniert gut mit dem Titel. Auch den Klappentext finde ich toll. Er verrät nicht zu viel und doch so viel, dass ich neugierig wurde.
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Gruselgeschichten und doch hat mich das Buch gefesselt. Es ist kein wahrer Horrorroman, jedoch findet man einige Gruselelemente in dem Buch wieder.
Von Anfang an hatte mich das Schicksal der jungen Eliza Caine gerührt und mitgenommen. Ich habe sie gerne durch den Horror, den sie durchstehen musste, begleitet.
Ich konnte mich schnell in die Geschichte hereinlesen und wurde nicht enttäuscht.
Von Anfang bis zum Ende schaffte der Autor die Spannung aufrecht zu halten und mich an das Buch zu fesseln.
Interessant war auch das offene Ende. Wo man doch meistens ein Happy-End oder etwas ähnlich vorfindet, konnte ich das hier nicht ersehen. Das Ende bleibt offen und der Leser kann sich seine eigene Geschichte weiterspinnen.

 Meine Bewertung               
Cover         :  5/5 Sterne
Schreibstil  :  5/5 Sterne
Spannung   : 4/5 Sterne
Charaktere  : 5/5 Sterne
Inhalt          :  4/5 Sterne
Klappentext:  5/5 Sterne  





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