Montag, 13. Oktober 2014

[Rezension] Die letzte Rauhnacht von Alexander Lorenz Golling

Die letzte Rauhnacht - Alexander Lorenz GollingDetails
Autor: Alexander Lorenz Golling
Verlag:
MIDNIGHT
Seitanzahl: 183
Erscheinungsdatum: 12.09.14
Genre: Roman

Klappentext
Begraben unter einer Schneedecke findet der Buchhändler Leonhard in den Wäldern das lange vergessene Dorf Kreuth. Zwischen den Ruinen stößt er auf ein altes Tagebuch. Nacht für Nacht verschlingt er von nun an die verstörenden Aufzeichnungen. Plötzlich bekommt er Alpträume. Als er auch tagsüber glaubt, von einer Erscheinung, einer Frau in Schwarz, verfolgt zu werden, fürchtet er, den Verstand zu verlieren. Gemeinsam mit dem Iren Doug begibt er sich auf Spurensuche - und schlägt die Brücke in eine Vergangenheit, die besser unangetastet geblieben wäre ...

Die ersten zwei Sätze
Der Morgen des 22. Dezember 1890 war kalt und regnerisch. Frost lag auf den Feldern, und der Himmel war von grauen Wolken verhangen.

Meine Meinung
Aufbau und Schreibstil
Insgesamt war das Buch in nur drei Kapitel aufgeteilt, die daher sehr lang sind.
Ich persönlich finde sie zu lang, aber sie waren trotzdem sinnvoll gegliedert und wahrscheinlich hätte man sie gar nicht mehr aufteilen können. Das Buch ist aus der Sicht von Leonhard geschrieben. An vielen Stellen kamen Wörter vor, die ich nicht verstanden hatte und nachschauen musste. Ansonsten war es jedoch gut zu verstehen.

Spannung
Die Spannung hielt sich in Grenzen. Es gab sehr spannende Stellen und wiederum Passagen, die sich gezogen haben und dadurch weniger spannend waren.

Charaktere
Leonhard
Er ist der Hauptprotagonist der Geschichte, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist. Er ist der Besitzer eines kleinen Buchladens, der antike Bücher verkauft. Ansonsten ist er ziemlich interessiert an mystischen Geschichten.

Doug
Doug kommt ursprünglich aus Irland und ist vor ein paar Jahren nach Deutschland gezogen. Auch wenn er der deutschen Sprache mächtig ist, verfällt er immer wieder ins englische zurück. Er wird im Laufe des Buches ein guter Freund von Leonhard und hilft ihm, das Geheimnis um das Dorf Kreuth zu lösen.

Mein Fazit
Das Cover finde ich interessant und ohne den Klappentext zu lesen, hatte es mich neugierig gemacht. Ich finde, dass ein Friedhof auf einem Cover etwas gruseliges vermittelt. Jedoch kam die Gruselstimmung nicht ganz so auf. An manchen Stellen war es schon etwas gruselig, aber ansonsten war es eine "normale" Geschichte.
Interessant waren die vielen Hintergrundgeschichten von z.B. den Kelten usw.
Manchmal war es jedoch zu viel und die Geschichte hatte sich daher ziemlich gezogen.
Die spannendsten Teile waren die Tagebucheinträge, die etwas von einem grauenvollen früher Leben berichtet hatte. Dadurch bekam das Buch immer wieder eine interessante Wendung.
Mit den Charakteren wurde ich leider nicht so richtig warm. Leonhard blieb für mich irgendwie etwas oberflächlich, auch wenn man zum Teil von ihm viel erfahren hatte.
Doug war mir zum Teil relativ unsympathisch. Immer wieder tut er sich im Laufe des Buches extrem betrinken, wodurch ich mich gefragt hatte, warum.
Alles in allem ist das Buch ganz gut zu lesen. Vielleicht nicht das schaurigste Buch, aber wer auf sanften Horrorspaß steht, ist hier genau richtig.

Meine Bewertung
Cover         :  4/5 Sterne
Schreibstil  :  4/5 Sterne
Spannung   : 3/5 Sterne
Humor        :  2/5 Sterne
Charaktere  : 3/5 Sterne
Inhalt          :  3/5 Sterne
Klappentext:  4/5 Sterne


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