Donnerstag, 4. September 2014

[Rezension] Das Schattenhaus von Mascha Vassena

Das SchattenhausDetails
Autor: Mascha Vassena
Verlag:
Piper
Seitanzahl: 315
Erscheinungsdatum: 11.08.2014
Genre: Roman

Klappentext
Ein verschlafenes Bergdorf im Tessin: Anna ist nach Vignano gekommen, um die alte Villa zu verkaufen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Doch bei ihrer Ankunft stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus eine ältere Dame lebt, die den Dachboden bewohnt. Wer ist sie? Und warum verlässt sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein düsteres Geheimnis mit ins Grab nahm. Und dass die Schatten der Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben ...

Die ersten zwei Sätze
Sie sitzt auf dem Hocker, während es draußen hell wird, und betrachtet das Blut, das sich mit all der Farbe mischt. Kobaltblau, Kadmiumgelb, Goldlocker quellen aus den Tuben, die während des kurzen Kampfes zerplatzt sind.

Meine Meinung
Spannung und Schreibstil
In dem Buch laufen zwei Geschichten parallel: Einmal die Geschichte von Anna im Jetzt und zum anderen die Geschichte von Charlotte in der Vergangenheit. Durch die ständigen Zeit- und Personenwechsel wurde die Spannung aufrecht erhalten, weil meistens ein Kapitel dort endete, wo es grade spannend wurde.
Die Sprache war zum Teil relativ gut zu verstehen. Zum anderen wurden auch öfters italienische Worte verwendet, um den italienischen Charakter zu untermalen.

Charaktere
Anna:
Anna ist eine junge Erwachsene, die durch den Tod ihrer Mutter wieder auf ihrer alten Heimatinsel landet und dort sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Denn dort wartet ihre Tochter Rike, welche sie um frei zu sein auf der Insel bei ihrer Mutter gelassen hatte.
Beim durchsuchen des Hauses stößt sie dann auf ungeahnte Familiengeheimnisse...

Rike:
Rike ist 14 Jahre alt und im richtigen Teeniewahn. Am liebsten trägt sie durchgeknallte Sachen und trifft sich mit ihren Freunden. Ihre Mutter (Anna) kennt sie fast gar nicht und ist dementsprechend ihr gegenüber distanziert.

Charlotte:
Charlottes Leben verlief nicht sehr leicht. In jungen Jahren war das Wort ihrer Mutter Gesetz und dementsprechend der Drang nach Freiheit sehr groß. Durch einen tragischen Unfall verliert sie nicht nur ihren tollen Körper, sondern auch die Liebe ihres Lebens.
Im weiteren Verlauf der Geschichte erleben wir ihre bitteren Geheimnisse und auch die Traurigkeit ihrer Person.

Georg:
Georg ist ein Maler aus Italien und der damalige Freund von Charlotte.
Über ihn kann ich nicht so viel berichten, da das meiste schon ziemlich viel vom Inhalt verraten würde.

Mein Fazit
In das Buch kam ich sehr gut rein. Auch die Handlung fand ich sehr angenehm und interessant. Leider begann das Buch trotzdem etwas schleppend und zum Teil auch etwas langweilig.
Gegen Mitte des Buches wurde es dann jedoch richtig interessant und ich mochte es zu lesen.
Die Hauptpersonen fand ich leider nur zum Teil sympathisch. Wo Rike und auch Anna zum Teil noch sehr liebevoll waren und mit die sympathischsten Charaktere, auch wenn sie nicht alles im Leben immer richtig gemacht hatten, war mir jedoch Charlotte sehr unsympathisch. Ich vermute, dass sie leider ein sehr schlimmes psychisches Problem hat, denn sie denkt, das alles (auch Menschen) ihr gehören und das nur sie ein Anrecht daran hat.
Für mich war es auch anstrengend, dass ständig italienische Worte benutzt wurden, die ich mir zum Teil nur zusammenreimen konnte. Dadurch war leider das lesen des Buches für mich nicht ganz flüssig, da ich kein italienisch kann.
Im großen und Ganzen finde ich die Idee des Buches gut.




  

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